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Eishockey-WM: Deutschland muss ins Endspiel gegen Dänemark

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Eishockey-WM  

Chance vertan: Endspiel gegen starke Dänen

11.05.2010, 12:56 Uhr | t-online.de, t-online.de

Eishockey-WM: Deutschland muss ins Endspiel gegen Dänemark. Michael Wolf vergibt Deutschlands beste Torchance. (Foto: imago)

Michael Wolf vergibt Deutschlands beste Torchance. (Foto: imago) (Quelle: imago)

Aus Köln berichtet Marc L. Merten
Als die deutschen Spieler zum Schlussdrittel aufs Eis liefen, erschallte in der Arena in Köln das Lied "Wenn nicht jetzt, wann dann?" - der Song, mit dem schon die Handballer 2007 an gleicher Stelle Weltmeister geworden waren. Die Fans auf den Rängen stimmten lautstark ein und trieben die Deutschen zur Schlussoffensive gegen Finnland. Doch alles Singen half nichts, am Ende stand ein unter dem Strich unglückliches, aber vor allem vollkommen unnötiges 0:1 gegen gute, aber nicht übermächtige Finnen.

USA in die Abstiegsrunde?

Man stelle sich vor, es ist Eishockey-Weltmeisterschaft und die USA und Finnland spielen gegen den Abstieg. Unglaublich? Nein, beinahe wäre es soweit gekommen, ein einziges Tor war Deutschland davon entfernt, die beiden großen Eishockey-Nationen in ein ungewohntes Endspiel zu schicken. Denn nachdem die Dänen am zweiten Vorrundenspieltag den USA die zweite Niederlage beigebracht hatten, hätte Deutschland gegen Finnland ein Unentschieden nach regulärer Spielzeit gereicht, um fast sicher in der Zwischenrunde zu stehen. Und der Verlierer des Spieles USA gegen Finnland am kommenden Mittwochabend hätte in die Abstiegsrunde gemusst.

Defensive hui, Offensive pfui

Hätte, wäre, wenn - auch im Eishockey zählt am Ende das tatsächliche Ergebnis. Und das wies eben ein Tor zu wenig auf für das Team von Uwe Krupp, obwohl die Chance so groß war wie selten zuvor. Doch während auch gegen die Suomis die Defensive meist bemerkenswert gut stand und Torhüter Robert Zepp das Vertrauen des Bundestrainers mit einer starken Leistung zurückzahlte, fand die deutsche Offensive in den ersten zwei Dritteln kaum einmal statt und war im Schlussdrittel letztlich nicht zwingend genug, um das finnische Tor ernsthaft zu gefährden.

Gradlinigkeit hat gefehlt

"Wir haben defensiv exzellent gespielt, obwohl wir auf ein sehr, sehr starkes Team getroffen sind, das von Anfang an enorm viel Druck gemacht hat", befand dann auch Krupp, der sich die Rückkehr in seine Geburtsstadt Köln auch anders vorgestellt hatte. "Wir waren aber einfach nicht gradlinig genug. Erst im dritten Drittel haben wir mit der notwendigen Entschlossenheit und Leidenschaft gespielt." Ähnlich sah es NHL-Star und Kapitän Marcel Goc. "Wir haben uns vorne nicht gut genug unterstützt und hatten viel zu wenige Schüsse. Das müssen wir gegen Dänemark unbedingt ändern."

Gegner Dänemark als Vorbild für Eishockey-Deutschland

Doch ausgerechnet diese dänische Mannschaft zeigt sich bei der WM von außergewöhnlicher Stärke. "Dänemark ist die beste Mannschaft in unserer Gruppe", sagte der Bundestrainer mit Blick auf das nun entscheidende Spiel (Mittwoch, ab 16 Uhr im t-online.de Live-Ticker) um den Einzug in die Zwischenrunde. Krupp, der seit Jahren auf Veränderungen in der DEL und in der Nachwuchsförderung drängt, sieht den Grund für diese Stärke in dem Weg, den die Dänen bereits vor Jahren eingeschlagen haben und den er sich selbst für sein Land wünscht. "Dänemark spielt jetzt seit Jahren kontinuierlich auf hohem Niveau. Immer wieder stehen junge Spieler auf dem Sprung in die NHL, und die gute Jugendarbeit reflektiert sich eben auch in der A-Nationalmannschaft. Das ist kein Zufall."

Krupp: "Wir werden kämpfen."

Die deutsche Mannschaft müsse daher mit Kampf und Leidenschaft dagegen halten, das sei es, was jetzt zähle, um die Gefahr der Abstiegsrunde zu umgehen. "Wir sind nicht blauäugig oder naiv in das Turnier gegangen, nur, weil es in Deutschland stattfindet. Aber wir legen uns nicht auf den Rücken und ergeben uns, sondern wir werden kämpfen." Und Stürmer Christoph Ullmann ergänzte: "Wir haben wochenlang darüber gesprochen, dass es auf das eine Spiel gegen Dänemark hinauslaufen wird. Vor dem stehen wir jetzt, und darauf freuen wir uns." Man möchte ihnen zurufen: Wenn nicht jetzt, wann dann?

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