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Eishockey-WM: Deutschland feiert Dennis Endras

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Eishockey-WM - Viertelfinale  

Endstation Endras

25.05.2010, 11:33 Uhr | t-online.de, sid, t-online.de, sid

Eishockey-WM: Deutschland feiert Dennis Endras. Kein Durchkommen für die Eidgenossen: Auch der Schweizer Björn Christen scheitert am deutschen Goalie Dennis Endras. (Foto: dpa)

Kein Durchkommen für die Eidgenossen: Auch der Schweizer Björn Christen scheitert am deutschen Goalie Dennis Endras. (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Endras, Endras, und noch einmal Dennis Endras: Die favorisierte Schweiz schoss sich im WM-Viertelfinale am deutschen Torwart die Hände wund. Endras war immer schon da, wo der Puck hinkam. 41 Mal insgesamt. Der Augsburger Shootingstar brachte die Eidgenossen zur Verzweiflung - und seine Farben erstmals ins Halbfinale einer Eishockey-WM. Und wenn Endras geschlagen war, stand dem 24-Jährigen und seinen aufopfernd verteidigenden Kameraden das Gestänge hilfreich zur Seite. Keeper Endras und der wackere Rest brachten ihren 1:0-Vorsprung über die Zeit. Die gefrusteten Verlierer ließen anschließend die Fäuste fliegen.

Die "Bild" entlehnt Oliver Kahns Titulierung fürs Eishockey

"Eis-Titan" Endras - so titelte "Bild" - beteiligte sich daran nicht. Vielmehr fand er in dem ausgebrochenen Chaos noch die Zeit, ein unbezahlbares Andenken einzustecken: jenen Puck, den kein Gegner an ihm vorbeigebracht hatte. "Der bekommt bei mir zu Hause einen Ehrenplatz", erzählte der Bayer der "Bild"-Zeitung. Und er fügte hinzu, was alle spürten und dachten: "Ein unvergessliches Erlebnis und ein riesiger Erfolg für das deutsche Eishockey."

Eine außergewöhnliche Generation

Nun ist es ja nicht so, dass das deutsche Eishockey Torhüter von Weltklasse nicht gewohnt wäre. Insofern reiht sich Endras "nur" logisch ein hinter Karl Friesen, Bernhard Englbrecht, Klaus Merk, Josef Heiß oder Robert Müller. Endras wird genauso gefeiert wie seine Vorgänger im Adler-Trikot. Peppi Heiß bildete ihn aus. Der Unterschied zu früher: Endras sieht im unglaublichen Erreichen des WM-Halbfinals den Ertrag seines Wirkens, das seine Vorderleute nicht nur gegen die Schweiz veredelten. Diese Generation deutscher Eishockeyspieler passt - obwohl wahrscheinlich in der Schweiz noch immer die bessere Nachwuchsarbeit betrieben wird.

Felski spricht von "Weltklasse"

Was aber nutzt die, wenn die deutsche Mannschaft plötzlich ungeahnte stocktechnische und läuferische Qualitäten offenbart und in Addition dazu einen unbezwingbaren Keeper hat? "Wir haben da hinten einen Torwart drin, der einfach Weltklasse ist", lobte Routinier Sven Felski den WM-Neuling. Felski erlebte im Unterschied zu Endras schon ganz andere Tage im Nationaltrikot. Jetzt darf auch er Endras erleben: Nur fünf Gegentore in fünf Spielen, 135 Schüsse abgewehrt, mit einer Fangquote von 96,43 Prozent die Nummer eins bei der WM. Der Allgäuer, der noch vor vier Jahren in der Oberliga auf dem Eis stand, ist in wenigen Tagen in die Elite der Puckfänger aufgestiegen. Von Nervosität keine Spur: "Ich brauche keinen Psychologen", sagte er, als er auf mögliche mentale Unterstützung angesprochen wurde: "Ich bin verrückt genug."

Krupp sieht "großen Lauf"

Und Endras ist total cool auf dem Eis: "Ich kann das erst richtig genießen, wenn das Spektakel vorbei ist", sagte er und schwärmte: "Es ist eine Riesen-WM." Bundestrainer Uwe Krupp streute sein Lob breit: "Wir sind unglaublich stolz auf dieses Team. Wir haben einen großen Lauf, aber dieses Turnier ist noch nicht zu Ende." Endet es sogar mit einer kürzlich noch außerhalb jeder Vorstellungskraft liegenden Medaille?

Die NHL ist noch weit weg

Mit Endras allemal denkbar. Der neu entdeckte Rückhalt setzt seinen Höhenflug aus den DEL-Playoffs nahtlos fort. Mit Augsburg errang er sensationellerweise Platz zwei. Nicht nur Verteidiger Alexander Sulzer meinte nach der Glanzleistung gegen die Schweiz, dass jetzt auch die NHL (National Hockey League, nordamerikanische Profiliga) auf Endras aufmerksam werden müsse. "In der momentanen Form sollten ihm alle 30 Klubs ein Angebot machen", sagte der Nordamerika-Legionär, der in dieser Saison erstmals für längere Zeit für die Nashville Predators aufs Eis durfte. Eine Zukunft in der stärksten Eishockey-Liga der Welt ist für Endras noch kein Thema. "Ich habe meinem Agenten gesagt: Davon will ich während der WM nichts hören."

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