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Eishockey-WM: So sind die Russen im Halbfinale zu stoppen

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Eishockey-WM - Halbfinale  

Für die nächste Sensation muss alles zusammenpassen

22.05.2010, 20:46 Uhr | t-online.de, t-online.de

Eishockey-WM: So sind die Russen im Halbfinale zu stoppen. Engagierter Kampf zwischen Russen und Deutschen: Das erste Aufeinandertreffen bei der WM 2010 geht am 15. Mai mit 3:2 knapp an den Weltmeister. (Foto: imago)

Engagierter Kampf zwischen Russen und Deutschen: Das erste Aufeinandertreffen bei der WM 2010 geht am 15. Mai mit 3:2 knapp an den Weltmeister. (Foto: imago) (Quelle: imago)

Schon jetzt erlebt nicht nur Christian Deichstetter ein "Frühjahrsmärchen". "Sehr schön, beeindruckend", nennt der t-online.de Eishockey-WM-Experte den sensationellen Sprung der Gastgeber ins Halbfinale der Heim-WM. Jetzt aber wartet der Titelverteidiger. Schon zum zweiten Mal während des Turniers haben es die Jungs von Bundestrainer Uwe Krupp mit der Supermacht aus Russland zu tun. "Die mussten nur gegen uns bis zur letzten Minute Vollgas geben und sind nur gegen uns richtig gefordert worden", erinnerte Deichstetter an das dramatische 2:3 vom 15. Mai.

Gewissheit über den eigenen Leistungsstand

"Das war ein sensationelles Spiel", das Deichstetter vor Ort in der Kölner Lanxess-Arena verfolgte. Aus dieser Begegnung wisse die Mannschaft "was sie leisten kann". Das war zuletzt beim 1:0 über die Schweiz zu bewundern, aber genauso beim 3:1 über die Dänen oder beim 0:1 gegen Finnland. Trotz der knappen Niederlage hätte die DEB-Auswahl gegen den Weltmeister von 1995 ein ganz starkes Schlussdrittel geliefert, mit "kontrolliertem Angriff".

Die Russen müssen beschäftigt werden

Den empfiehlt Deichstetter, der die U-17-Nationalmannschaft und seit mittlerweile vier Jahren auch den Ingolstädter Nachwuchs betreut, auch für das Wiedersehen gegen die Russen. "Sie dürfen keinen Raum zum Spielen bekommen", denn hätten sie diesen, gäbe es weltweit kein exakteres und schnelleres Kombinationsspiel. "Sie haben als einziges Team alle Spitzenleute bei der WM dabei." Fehlerminimierung lautet das Stichwort für den überraschend starken Außenseiter aus Deutschland. "Man darf den Russen nicht reinrennen, ihnen in der neutralen Zone nur wenig Platz geben. Wir müssen sie beschäftigen und zu Einzelaktionen zwingen. Sie müssen es so schwer wie möglich haben, unsere Blaue Linie zu erobern."

Endras macht alles richtig

Zu schlagen sei der Rekord-Weltmeister, "aber nur, wenn alles zusammenpasst." Das Zusammenpassen beginnt beim "besten Torwart der WM". Dennis Endras, der gegen die Schweiz sagenhafte 41 Schüsse entschärfte, ist eine der Entdeckungen der DEL-Saison und dieser WM. "Welche Ruhe der ausstrahlt", schwärmte Deichstetter. "Er trifft momentan immer die richtige Entscheidung": wann der Puck festzuhalten und wohin er zu passen sei. "Er gibt der Defensive Vertrauen. Er zappelt nicht." Seine nächste, die dann "fünfte sensationelle Leistung", hält der Traunsteiner absolut für möglich: "Er hat derzeit richtig Spaß, muss wieder unser Rückhalt sein. Warum soll er ausgerechnet im Halbfinale einknicken?"

Überlegtes Verteidiger-Paar

Vor Endras begeistern die jungen Verteidiger Robert Dietrich und Constantin Braun: mit ihrer Laufstärke, Frechheit und Aggressivität. "Sie sind einfach reingeworfen worden und beweisen eine hohe Entscheidungsgüte." Sprich: Auch Dietrich und Braun spielen keinen Puck "blind" ins Irgendwo, keine "Panikpässe". Deichstetter: "Die Jungs machen sich keinen Druck, haben nichts zu verlieren. Bis auf uns haben die Russen alle Gegner souverän besiegt und ab Mitte des zweiten Drittels jeweils schon zu zaubern begonnen."

Schweizer rasten aus

Trotzdem wäre es "eine Sensation, wenn wir's machen könnten, das Endspiel". So weit ging es für Deutschland bei einem großen Turnier noch nie. "Zum Glück wird unsere Mannschaft durch Strafen nicht dezimiert", blickte Deichstetter erleichtert auf die ausgebliebenen Folgen der Schluss-Rauferei mit den Schweizern. Deren Frust-Entladung nach dem 0:1 kommentierte Deichstetter so: "Eine unfeine Geschichte. Man muss lernen, mit Niederlagen umzugehen." Die deutsche Mannschaft war sie über Jahre gewohnt - auch gegen den eidgenössischen Nachbarn. Der aber biss sich in einem spannenden Finaldrittel an den gut organisierten Gastgebern, an Endras und dem Torgestänge die Zähne aus - buchstäblich bis zur letzten Sekunde.

Die überflüssige Sekunde

"Es war eine komische Entscheidung der Schiedsrichter", gab Deichstetter den Unparteiischen Mitschuld am kurzzeitigen Eskalieren der Emotionen, als alles gelaufen war. Sie hatten auf dem Ausspielen des letzten Bullys bestanden, weil Deutschland sich mit unerlaubtem Weitschuss befreit hatte - eine Sekunde vor Schluss. "In einer Sekunde kann keiner ins Tor treffen. Ich weiß aber auch nicht, ob es möglich gewesen wäre, die Uhr runterlaufen zu lassen." Die Nerven hätten "blank gelegen. Wenn dieses Bully nicht kommt, wäre die Sache klar gewesen."

3:2 nach Verlängerung

Sie war es so oder so - zu Gunsten der Mannschaft, die vor ihrem vierten Endspiel steht. Diesem Druck gegen Dänemark, die Slowakei, und die Schweiz bereits erfolgreich Stand gehalten zu haben, sei ein großer psychologischer Vorteil der Deutschen: "Ich freue mich auf ein Spektakel. Wenn wir das Ergebnis lange offen halten können, dann gehen wir mit einem 2:2 in die Overtime", orakelte Deichstetter, "und gewinnen mit 3:2."

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