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Eishockey: DEL startet mit finanziellen Problemen in neue Saison

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DEL startet: Vielen Klubs fehlt Geld

02.09.2010, 16:56 Uhr | sid, dpa, dpa, sid

Eishockey: DEL startet mit finanziellen Problemen in neue Saison.

Die finanziellen Probleme der Vereine überschatten die Vorfreude auf den Auftakt der 17. Saison der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Nicht mehr dabei sind dann Ex-Meister Frankfurt Lions, der insolvent ist, und die Kassel Huskies, denen nach langem Gerichtsstreit endgültig die Lizenz entzogen wurde - wegen Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Der Titelverteidiger Hannover Scorpions konnte gerade noch so gerettet werden. Auch die Kölner Haie und die Krefeld Pinguine konnten dem finanziellen K.o. nur knapp entgehen.

"Die jüngste Erfahrung lehrt uns, dass unser jetziges Konstrukt irgendwann kollabiert", sagte Marco Stichnoth, Geschäftsführer der Hannover Scorpions, der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung. Angesichts dieser Hiobsbotschaften fordert er eine umfassende Ligareform: Die Wiedereinführung des Auf- und Abstiegs, Abschaffung der Mindestgrößen von Eisstadien sowie den Zusammenschluss der DEL und des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) unter einem gemeinsamen Dach.

Die DEL braucht ein neues Konzept

Viele dieser Punkte sieht Lance Nethery ähnlich. "Wir brauchen ein neues tragfähiges Konzept, das wir konsequent umsetzen müssen", sagte der Manager der Düsseldorfer EG. Er musste den Etat des Traditionsklubs notgedrungen um 1,5 Millionen Euro senken. "Es gibt zu viele Teams, zu viele Spiele, zu wenig Fans, zu wenig Sponsoren, zu wenig TV-Präsenz und eine schlechte Außendarstellung", sagte Nethery weiter. Es schaut also nicht gut aus für die DEL in ihrer jetzigen Form.

Ob vom vierten Platz bei der Heim-WM ein positiver Effekt ausgehen wird, bleibt abzuwarten. Wenigstens der Manager der DEG hofft auf einen positiven Effekt. Thomas Eichin, Geschäftsführer der Kölner Haie sagt dagegen: "Wir müssen nicht träumen und glauben, dass uns nach einer WM die Zuschauer und Sponsoren plötzlich die Tür einrennen. Das ist Kokolores."

Stichnoth: "Wir müssen es schaffen, endlich das Chaos zu beenden und die Attraktivität der Liga herauszustellen."

Trotz Pleitewelle nehmen die Klubs aber kaum Einsparungen vor. Die Budgets liegen mit durchschnittlich 5,2 Millionen Euro gerade einmal 100.000 Euro niedriger als in der Vorsaison. Einzig die Einschnitte bei der DEG (-1,5 Millionen Euro), den Haien (-1,0) und den Pinguinen (-1,0) sind signifikant. Branchenprimus ist Rekordmeister Adler Mannheim mit einem Etat von acht Millionen Euro. "Wenn wir die Etats weiter zurückfahren, wird die Liga immer uninteressanter, denn schon jetzt spielen die besten Ausländer nicht mehr bei uns", sagte Stichnoth und fordert stattdessen Maßnahmen, um die Einnahmen der Klubs zu erhöhen: "Wir müssen es schaffen, endlich das Chaos zu beenden und die Attraktivität der Liga herauszustellen."

Viel über die Zustände in Deutschlands höchster Eishockeyliga sagt auch der Aufstieg des EHC München. Wegen eines Patzers bei der Einreichung der Lizenzunterlagen musste der EHC erst vor das DEL-Schiedsgericht, das ihm die DEL-Spielberechtigung schließlich zusprach.

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