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Eishockey-Lexikon: Alle Fachbegriffe von A bis Z

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Eishockey-Lexikon - alle Fachbegriffe von A bis Z

17.09.2012, 13:00 Uhr

Eishockey-Lexikon: Alle Fachbegriffe von A bis Z. Eishockey-Action: Kampf um den Puck vor dem Tor (Foto: imago)

Eishockey-Action: Kampf um den Puck vor dem Tor (Foto: imago)

Der Eishockey-Sport hat viele eigene Begriffe hervorgebracht. Hier finden sie Erklärungen zu den wichtigsten Eishockey-Fachbegriffen und Regeln - von Bully oder Icing bis zu KHL und NHL:

Abseits (Offside): Ein Abseits liegt vor, wenn sich ein oder mehr Spieler der angreifenden Mannschaft im Angriffsdrittel befinden, bevor der Puck die blaue Linie überschritten hat. Spielt ein Spieler der gegnerischen Mannschaft den Puck absichtlich zurück, liegt kein Abseits vor. Nach einem strafbaren Abseits wird das Spiel mit einem Bully in der gegnerischen Hälfte fortgesetzt.

Abseits (IIHF-Regel 450/ 451) liegt vor, wenn sich ein oder mehrere angreifende Spieler mit beiden Schlittschuhen im gegnerischen Verteidigungsdrittel befinden, bevor der Puck die blaue Linie komplett überschritten hat und diese dort den Puck spielen. Es gilt nicht als Abseits, wenn ...

- die Scheibe von einem verteidigenden Spieler in seine Verteidigungszone zurückgespielt wird oder wenn ...

- der angreifende Spieler rückwärts fahrend den Puck kontrolliert am Schläger führend ins Angriffsdrittel befördert.

Ausrüstung (Spieler): - Helm: Im Nachwuchs- und Damenbereich ist Vollvisier Pflicht (Gitter oder Plexiglas). Im Männerbereich (Spieler über 18 Jahren) kann wahlweise auch mit Halbvisier gespielt werden.

- Halskrause
- Brustschutz
- Ellbogenschutz
- Tiefenschutz
- Schienbeinschoner
- Hose
- Stutzen
- Trikot
- Handschuhe
- Schläger
- Schlittschuhe

Ausrüstung (Torhüter):

- Maske mit Gitter
- Halskrause (Kehlkopfschutz)
- Brustpanzer
- Fanghandschuh/ Stockhandschuh
- Hose
- Beinschoner
- Stutzen
- Trikot
- Goalieschläger/ Torwartkelle
- Schlittschuhe

Bauerntrick: Wenn ein Spieler von hinter dem Tor kommt und den Puck beim Herausfahren ganz eng am Pfosten vorbei ins Tor schiebt, wird das Bauerntrick genannt.

Best-of-Serien: In den Play-offs kommt es meist zu Best-of-Serien. Bekannt sind die Best-of-Three-, die Best-of-Five- und die Best-of-Seven-Serie. Zwei Teams Spielen hierbei so oft gegeneinander, bis ein Team zwei, drei, oder vier Spiele gewonnen hat. Die Worte three, five und seven beziehen sich hier auf die Höchstanzahl an Spielen, die nötig sind um einen Sieger zu ermitteln.

Blueliner: Spieler, der sowohl in der Verteidigung wie auch im Angriff eingesetzt werden kann. Er hat einen sehr harten Schuss, weshalb seine Schüsse von der blauen Linie (Blue Line) sehr gefährlich sind.

Boxplay (Unterzahlspiel): Erhält ein Spieler der eigenen Mannschaft eine Zeitstrafe und das Team spielt in Unterzahl, heißt dies Boxplay.

Broken Stick (gebrochener Schläger): Bricht der Schläger eines Spielers, so muss er ihn sofort fallen lassen, damit er damit niemand verletzen kann.

Bully: Nach einer Unterbrechung wird das Spiel mit einem Bully fortgesetzt. Der Schiedsrichter wirft dabei den Puck zwischen die Schläger von zwei gegnerischen Spielern. Es gibt neun Bullypunkte ( einer im Mittelkreis, je zwei vor den beiden Toren und auf den beiden blauen Linien), von denen je nach Art der Fortsetzung eingeworfen wird.

Check: Ein Check ist generell erlaubt, wenn es ein sogenannter sauberer Check ist, das heißt mit angelegten Armen und ohne den Gegner mit dem Schläger zu verletzen. Verboten sind dagegen zum Beispiel der Check gegen den Kopf oder der Bandencheck von hinten. Solche Checks werden meist mit Zeitstrafen belegt.

Cross-Check: Der Cross-Check ist das wohl bekannteste Vergehen im Eishockey. Es ist ein Check in den Körper des Gegners, der nicht mit dem Körper durchgeführt wird wie beim erlaubten Body-Check, sondern mit dem Eishockey-Schläger in waagrechter Position, also beispielsweise auf Brusthöhe, wodurch der Gegner gegen die Bande gedrückt werden kann. Der Cross-Check wird mit einer Strafe von zwei Minuten geahndet, die auf der Strafbank zu verbüßen ist.

DEB: Der Deutsche Eishockey Bund (DEB) wurde 1963 gegründet und ist der zuständige Verband für Eishockeysport in Deutschland. Vor seiner Gründung war Eishockey im Deutschen Eissport-Verband (DEV) mit organisiert. Der DEB organisiert die deutsche Nationalmannschaft.

DEL: Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) existiert seit 1994 und ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse. Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit sechs Titelgewinnen (2005, 2006, 2008, 2009, 2011, 2012).

Empty Net Goal: Empty Net Goal wird ein Tor genannt, bei dem die Mannschaft, die das Tor kassiert, zuvor den Torhüter gegen einen Feldspieler ausgetauscht hat. Das Tor ist dadurch leer.

Erich Kühnhackl: Deutscher "Eishockeyspieler des Jahrhunderts". Der 1950 geborene Spieler gilt als der beste deutsche Eishockeyspieler aller Zeiten. Spielte am längsten beim EV Landshut. Er wurde vier Mal Deutscher Meister und erzielte in 211 internationalen Einsätzen 131 Tore. In 774 Bundesligaspielen traf er 724 Mal und erzielte 1431 Scorerpunkte. Foto-Show: Die deutschen Rekordspieler

European Trophy: Seit 2010 ausgespieltes Turnier der besten Vereinsmannschaften Europas. Erster Gewinner waren die Eisbären Berlin.

Icing: Dies ist der Fall, wenn der Puck direkt oder indirekt (über die Bande) die rote Mittellinie und die gegnerische Torlinie überschreitet. Dann wird abgepfiffen und es gibt Bully in der gegenüberliegenden Endzone. Diese Regel findet keine Anwendung, wenn die Scheibe durch den Torraum geschossen wird oder bei Spiel in Unterzahl. Außerdem wird auch nicht auf Icing entschieden, wenn ein verteidigender Spieler die Möglichkeit hat, selbst den Puck zu spielen oder durch den Torhüter vor der Linie (zur Spielbeschleunigung) gestoppt wird.

IIHF (International Ice Hockey Federation): Die Internationale Eishockey Förderation ist der Eishockey Weltverband. Er wurde 1908 gegründet und richtet die jährlichen Weltmeisterschaften aus.

KHL: Die Kontinentale Hockey-Liga (KHL) ist das osteuropäische Gegenstück zur NHL. Die meisten der 24 Teams kommen aus Russland, es gibt aber auch Teilnehmer aus Kasachstan, Lettland, Weißrussland, der Ukraine und der Slowakei.

Nationalmannschaft: Die Deutsche Eishockeynationalmannschaft vertritt den DEB auf internationaler Ebene. Ihr erstes Spiel bestritt sie 1910 gegen Frankreich. Bis zum 29.Juli 2010 hatte sie 1214 Spiele bestritten, davon 445 gewonnen, 120 Unentschieden und 649 verloren. die größten Erfolge waren zwei Silbermedaillen bei Weltmeisterschaften, sowie zwei Bronzemedaillen bei Olympischen Spielen. Größter Erfolg der letzten Jahre war der vierte Platz bei der WM 2010. Der höchste Sieg und die höchste Niederlage liegen gerade einmal eine Woche auseinander. Am 14.März 1972 verloren die Deutschen mit 0:17 gegen die UdSSR und gewann dann am 21.März mit 16:0 gegen Norwegen.

NHL: Die National Hockey League (NHL) ist die nordamerikanische Eishockey-Profiliga. Sie wurde 1917 gegründet. Von den 30 Teams kommen 24 aus den USA und sechs aus Kanada. Der Gewinner der Meisterschaft erhält den berühmten Stanley Cup. Am häufigsten gewonnen haben diesen die Montréal Canadiens.

Overtime (Verlängerung): Die Overtime gibt es, je nach Liga, in verschiedenen Varianten. In der DEL wird in der Hauptrunde der Saison nach Ablauf der regulären Spielzeit eine fünfminütige 4-gegen-4 Sudden-Death-Overtime gespielt. Wer ein Tor schießt, hat gewonnen. Trifft keine Mannschaft geht es ins Penaltyschießen. In den Play-offs werden seit der Saison 2007/2008 nach amerikanischen Vorbild solange 20-minütige Verlängerungen gespielt, bis eine Mannschaft ein Tor erzielt.

Penalty: Wird durch ein Foul eine eindeutige Torchance verhindert, gibt es einen Penalty. Ein Spieler der gefoulten Mannschaft läuft dann alleine auf den Torwart zu und versucht ein Tor zu erzielen. Der Puck darf dabei nur nach vorne bewegt werden, ein Nachschuss ist nicht erlaubt. Der Penalty ist mit dem Elfmeter im Fußball vergleichbar, allerdings sind die Erfolgschancen beim Penalty wesentlich geringer.

Penaltyschießen (Penalty-Shootout): Steht es in einem Spiel nach regulärer Spielzeit und Verlängerung immer noch Unentschieden, gibt es meist ein Penaltyschießen. Von jeder Mannschaft werden dann in der Regel fünf Spieler ausgewählt, die abwechselnd versuchen durch einen Penalty ein Tor zu erzielen, bis ein Sieger feststeht. Spieler, die während des Spiels eine bis über die Verlängerung reichende Strafe erhalten haben, dürfen am Penaltyschießen nicht teilnehmen.

Play-offs: In vielen Eishockey Ligen gibt es nach Ablauf der regulären Punktrunde Play-offs, in denen dann der endgültige Meister ausgespielt wird. Für die Play-offs qualifizieren sich allerdings nur die besten Teams der Hauptrunde. Diese Spielen dann in K.-o.-Runden gegeneinander. Meist wird hier im Best of Three, Best of Five, oder im Best of Seven gespielt.

Powerplay (Überzahlspiel): Wird die gegnerische Mannschaft durch eine Strafe geschwächt und ein Team spielt in Überzahl, so nennt man dies Powerplay.

Puck: Spielgerät aus Hartgummi, 156 - 170 g schwer, Durchmesser 7,62 cm, Dicke 2,54 cm)

Reihenwechsel: Im Eishockey darf fliegend gewechselt werden. Dies geschieht meist in Reihen (Abwehr, Sturm), die gleichzeitig ausgetauscht werden. So soll ein Spieler immer mit den gleichen Mitspielern auf dem Eis stehen. Normal sind Wechsel alle 30 bis 100 Sekunden. Auch der Torwart darf jederzeit ausgewechselt werden.

Schiedsrichter (Referee): Es gibt einen oder zwei Hauptschiedsrichter, die über Foul und Strafe entscheiden. Zusätzlich gibt es zwei Linienrichter (Linesmen), die auf Abseits, Icing und Spielerzahl achten.

Schlagschuss: Beim Schlagschuss wird der Puck wird mit der Schaufel so fest wie möglich Richtung Tor geschlagen.

Slot: Der Bereich zwischen den zwei Bullypunkten und dem Tor. Erreicht der Puck diese Zone herrscht große Gefahr für die verteidigende Mannschaft, die es jetzt schwer hat den Puck wieder aus dem Slot herauszubringen.

Spielzeit: Die Spielzeit im Eishockey beträgt 60 Minuten, aufgeteilt in Drittel zu je 20 Minuten. Die Zeit wird bei jeder Unterbrechung angehalten. Ein Spiel dauert dadurch meist zweieinhalb bis drei Stunden.

Spielfeld: Ein Eishockeyspielfeld misst in der Regel 61 Meter x 30 Meter. Es besitzt eine rechteckige Form, ist an den Ecken aber abgerundet. Es ist von einer ca. 1,20 Meter hohen Holz- oder Hartplastikbande umgeben. Über diese sind aus Sicherheitsgründen Schutzglasscheiben oder Fangnetze angebracht. Fünf Querlinien gliedern das Spielfeld. Die rote Linie halbiert das Spielfeld. Auf ihr befindet sich auch der Anspielpunkt (Bullypunkt). Zwei blaue Linien teilen es in drei Zonen ein. Zwei rote Torlinien markieren die Höhe des Tors und trennen den Hintertorbereich ab. In der NHL weichen die Spielfeldgrößen ab.

Stanley Cup: Eine 1892 von Frederik Arthur Stanley gestiftete Trophäe, die seit 1894 verliehen wird. Seit 1926/27 wird der Pokal unter den NHL-Teams in Play-off-Spielen verliehen. Deutsche Gewinner des Pokals sind bisher Uwe Krupp und Dennis Seidenberg.

Strafen: - Kleine Strafe (2 Minuten)

- kleine Bankstrafe (2 Minuten gegen die Mannschaft)

- doppelte kleine Strafe (2 + 2 Minuten)

- kleine Strafe + Disziplinarstrafe (2 + 10 Minuten)

- große Strafe (5 Minuten + Spieldauer-Disziplinarstrafe)

- Disziplinarstrafe (10 Minuten)

- Matchstrafe (5 Minuten + Matchstrafe: mindestens ein Spiel Sperre)

- Strafschuss (Penalty Shot)

Time Out: Jede Mannschaft kann pro Spiel eine Auszeit von 30 Sekunden nehmen

Torraumabseits: Befindet sich ein Spieler vor dem Puck im Torraum (blauer Halbkreis vor dem Tor) ist das Torraumabseits und ein möglicherweise erzieltes Tor zählt nicht. Ein Treffer ist gültig, wenn der Angreifer durch einen Gegner in den Torraum gedrängt oder am Verlassen gehindert wurde. Auch wenn der Torschütze den Torwart nicht offensichtlich behindert, während er im Torraum steht, wird das Tor anerkannt.

Vergehen: Häufigste Vergehen, für die auch Strafen ausgesprochen werden sind:

- Behinderung (Interference)

- Beinstellen (Tripping)

- Hoher Stock (High-Sticking)

- Haken (Hooking)

- Spielverzögerung (Delaying the game)

- Stockschlag (Slashing)

- Bandencheck (Boarding)

- Stock-Check (Cross-Check)

- Check gegen den Kopf (Checking to the head)

- Check von hinten (Checking from behind)

- Ellbogencheck (Elbowing)

- unsportliches Verhalten (Unsportsmanlike conduct)

- übertriebene Härte (Roughing)

- unerlaubter Körperangriff (Charging)

- halten (Holding)

- unkorrekte Ausrüstung (Illegal Equipment)

- unkorrekter Spielerwechsel (Too many men)

- halten des Stockes (Holding the stick)

- Stockstich (Spearing)

- Kniecheck (Kneeing)

- Check gegen das Knie (Checking to the knee)

Wayne Gretzky (The Great One): Der 183 Zentimeter große und 83 Kilogramm Schwere ehemalige kanadische Eishockeyspieler wird heute von vielen Fans und Fachleuten als der beste Eishockeyspieler aller Zeiten gesehen. Er ist 1961 geboren und war bis 1999 aktiv. Am längsten spielte er für die Edmonton Oilers (1978-88) und die Los Angeles Kings (1988-96). Ihm gelangen in 20 NHL-Jahren 1016 Tore und 2223 Assists, davon alleine 163 in der Saison 1985/86. Nach dem Ende seiner Karriere wurde seine Rückennummer 99 NHL-weit für andere Spieler gesperrt.

Weltmeisterschaft: Seit 1920 wird jährlich eine Eishockey-WM ausgespielt. Da durch den Zeitplan eine Qualifikation nicht möglich ist gibt es seit 1961 eine Aufteilung in A-,B-C- und D-WM mit Auf- und Abstieg, je nach Platzierung bei der letzten Weltmeisterschaft. Deutschland spielt derzeit in der A-WM. Größte Erfolge waren bei Weltmeisterschaften der Gewinn von je zwei Silber- und Bronze-Medaillen.

Zonen: Das Spielfeld ist durch blaue Linien in drei Teile geteilt. Aus Sicht einer Mannschaft in Abwehr-, neutrale und Angriffszone.

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