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Videobeweis: Eklat bei DEL-Partie Kölner Haie gegen DEG Metro Stars

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Eishockey-Eklat: Fehlerhafter Videobeweis im rheinischen Derby

12.12.2010, 13:05 Uhr

Videobeweis: Eklat bei DEL-Partie Kölner Haie gegen DEG Metro Stars. Rheinisches Eishockey-Derby Köln gegen Düsseldorf (Foto: imago)

Rheinisches Eishockey-Derby Köln gegen Düsseldorf (Foto: imago)

Im Fußball wird der Videobeweis herbeigesehnt, beim Eishockey hat er jetzt versagt: Die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) ist wegen einer Kommunikationspanne nur knapp an einem handfesten Skandal vorbeigeschrammt. Im Derby Kölner Haie gegen Düsseldorf erkannte Schiedsrichter Lars Brüggemann beim 3:2-Sieg nach Penaltyschießen der DEG Metro Stars zum Entsetzen der vielen Fernsehzuschauer ein klares Düsseldorfer Tor nicht an, obwohl er den Videobeweis bemühte.

Da sich die Gäste im 189. rheinischen Derby dennoch durchsetzten, wurde noch größeres Aufsehen um die katastrophale Fehlentscheidung verhindert.

Für Brüggemann hat die Aktion keine Konsequenzen. Die DEL nahm den Unparteiischen in Schutz. "Er konnte es nicht sehen. Die Tücken der Technik haben dazu geführt", sagte Geschäftsführer Gernot Tripcke über den ersten regelkonform verwandelten Penalty von DEG-Kapitän Daniel Kreutzer im finalen Shoot-out.

Schiedsrichter hat andere Bilder als TV-Zuseher

Brüggemann hatte den Videobeweis herangezogen, da die Scheibe extrem schnell und mit bloßem Auge kaum erkennbar im Kölner Gehäuse einschlug. Laut Tripcke habe der Schiedsrichter dabei nicht alle eindeutigen Einstellungen zur Verfügung gehabt, die der Pay-TV-Sender Sky immer wieder einspielte. "Jeder in Deutschland weiß, dass es ein Tor war, nur der Schiedsrichter nicht", sagte Tripcke.

Demnach sorgte mangelnde Kommunikation zwischen Sky und den Zeitnehmern dafür, dass Brüggemann nur Zeitlupen zur Verfügung standen, auf denen das Tor nicht eindeutig zu sehen gewesen sein soll. "Da hat ein Techniker zu schnell auf Stopp gedrückt", so Tripcke. Torschütze Kreutzer konnte es nicht fassen. "Mir hat er gesagt, er hätte den Puck an der Latte gesehen", erzählte Kreutzer nach der Partie - ein Hohn angesichts der eindeutigen Bilder.

Zach: "Eine solche Entscheidung darf es nicht geben"

"Um Gottes Willen. Das ist der Hammer. Eine solche Entscheidung darf es nicht geben", wetterte auch der ehemalige Düsseldorfer und Kölner Trainer Hans Zach als Co-Kommentar. "Wir haben doch auch die Bilder. Das muss doch jeder sehen", ereiferte sich Zach, der hierbei jedoch irrte. Kreutzer nahm es angesichts des Sieges gelassen: "Gott sei Dank haben wir gewonnen. Damit ist es egal." Klub-Kamerad Tyler Beechey verwandelte den entscheidenden Penalty.

Ein fader Beigeschmack blieb dennoch. Im Fall einer Niederlage hätte die DEG wegen der Tatsachenentscheidung noch nicht einmal Einspruch erheben können. Auch wird das Eishockey gern als Paradebeispiel von Fußballern angeführt, die sich bei strittigen Torszenen benachteiligt fühlen. Bei der WM in Südafrika sorgte beim 4:1 Deutschlands im Achtelfinale gegen England ein nicht gegebenes eindeutiges Tor von Englands Frank Lampard für Aufsehen. Der Fußball-Weltverband FIFA öffnet sich nur zögerlich technischen Hilfsmitteln, die Europäische Fußball-Union UEFA baut auf Torrichter.

Tripcke will nun erörtern, wie sich solche Pannen künftig vermeiden lassen: "Dafür haben wir den Videobeweis ja. Wir sind mit Sky in Gesprächen, wie wir die Kommunikation verbessern können."

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