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Eishockey: Ligen wollen die Königsklasse retten

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Ligen wollen Königsklasse selbst auf die Beine stellen

24.02.2011, 16:00 Uhr | dpa, dpa

Eishockey: Ligen wollen die Königsklasse retten. Sieger 2009: Thibaut Monnet vom Schweizer Klub ZSC Lions Zürich. (Foto: imago)

Sieger 2009: Thibaut Monnet vom Schweizer Klub ZSC Lions Zürich. (Foto: imago)

Nach dem Scheitern des Weltverbandes IIHF wollen Europas Eishockey-Ligen auf eigene Faust einen kontinentalen Wettbewerb auf die Beine stellen. Der Geschäftsführer der Deutschen Eishockey-Liga (DEL), Gernot Tripcke, sagte: "Wir müssen gucken, dass wir in der nächsten Zeit - mit oder ohne die IIHF - das Thema wieder anschieben." Diesbezüglich sei er in ständigem Kontakt mit seinen Kollegen in Europa.

Die IIHF hatte mit ihrem Vorschlag, die Champions Hockey League (CHL) nach zwei Jahren Pause wiedereinzuführen, keine Zustimmung bei den Klubs gefunden.

Sponsor gesucht

Nun wollen es die Ligen autonom versuchen, den Weltverband aber nicht grundsätzlich ausschließen. Bei einem neuen Konzept könne man "die IIHF als Partner obendrauf setzen", sagte Tripcke. Das Interesse an einer europäischen Elite-Liga sei groß. "Man ist nicht so weit weg, wie es aussieht", sagte Tripcke. Nun suche man einen Sponsor für einen Gesamtetat von vier bis fünf Millionen Euro.

Dass der IIHF-Plan zur Wiedereinführung der CHL scheitern musste, "war absehbar", so Tripcke. Zu groß waren die finanziellen Bedenken der Vereine. Unter anderem waren Preisgelder nicht vorgesehen. Außerdem blieben die Modalitäten der Entschädigung für die abgesagte CHL-Saison 2009/2010 unklar. Entsprechenden Schadenersatzklagen wollte die IIHF bei einem Neustart der Königsklasse wohl vorbeugen.


Deutsche Klubs behalten sich rechtliche Schritte vor

Beim Weltverband in Zürich war man nach der Absage geknickt. "Wir müssen das jetzt erstmal verdauen", sagte ein Sprecher. Dennoch wolle man "den Dialog mit allen relevanten Seiten fortführen, um eine Lösung für die Zukunft zu finden", teilte der Verband mit. Peter John Lee, Manager der Eisbären Berlin, reagierte pragmatisch auf die Nachrichten aus der Schweiz. "Es ist eben schwer, mit so vielen Klubs mit unterschiedlichen Interessen eine Einigung zu erzielen. Nun wollen wir versuchen, nach den guten Erfahrungen im letzten Sommer die European Trophy weiterzuentwickeln."

Die Eisbären Berlin und die Hannover Scorpions halten sich indes rechtliche Schritte wegen des CHL-Ausfalls 2009/2010 offen. "Es kann durchaus sein, dass wir gegen den Weltverband auf eine Entschädigung klagen", sagte Lee. Sein Scorpions-Kollege Marco Stichnoth betonte, "nur gemeinschaftlich" mit den Berlinern und der DEL vorgehen zu wollen.

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