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Wolfsburg in Rekordtempo ins Halbfinale

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Wolfsburg steht im Halbfinale

27.03.2011, 17:17 Uhr

Wolfsburg in Rekordtempo ins Halbfinale. Freud und Leid liegen nah beieinander: Während die Wolfsburger (li.) jubeln, sind die Kölner am Boden zerstört. (Foto: imago)

Freud und Leid liegen nah beieinander: Während die Wolfsburger (li.) jubeln, sind die Kölner am Boden zerstört. (Foto: imago)

Makellose Bilanz: Der Vorrundenprimus EHC Wolfsburg ist nach drei Siegen in drei Spielen auf dem kürzesten Weg ins Halbfinale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gestürmt. Die Niedersachsen setzten sich im dritten Play-off-Viertelfinale gegen die Kölner Haie mit 4:2 (2:0, 0:1, 2:1) durch und zogen zum zweiten Mal nacheinander in die Runde der letzten Vier ein.

Matchwinner war der Kanadier Ken Magowan, der alle vier Tore erzielte. "Es war nur der erste Schritt", sagte Vierfachtorschütze Magowan, "im letzten Jahr war im Halbfinale Schluss. Diesmal wissen wir, was auf uns zukommt, und sind bereit, den nächsten Schritt zu machen."

Kölner Kampf wird nicht belohnt

Vor 3636 Zuschauern in Wolfsburg sah es lange nach einem klaren Sieg für die Gastgeber aus. Durch zwei Überzahl-Tore von Magowan führte Wolfsburg nach dem ersten Drittel mit 2:0. Doch die Haie bewiesen Moral, verkürzten durch Mike Card und hatten Pech, als Philip Gogulla die Latte traf. Nach dem 3:1 - erneut durch Magowan - schien die Entscheidung gefallen. Doch Köln gelang 107 Sekunden vor Schluss durch Nationalspieler John Tripp noch einmal der Anschlusstreffer.

47 Sekunden später war für die Kölner alles vorbei: Nach einem Scheibenverlust von Gogulla traf Magowan ins leere Tor. Für den Kanadier war es das sechste Tor der Serie und der 90. Treffer insgesamt in drei DEL-Jahren. "Wir haben nach einer turbulenten Saison einen Wahnsinnsendspurt hingelegt", sagte Haie-Kapitän Christoph Ullmann: "Aber Wolfsburg war cleverer und kaltschnäuziger."

Berliner Eisbären dürfen noch nicht feiern

Nachsitzen müssen dagegen die Eisbären Berlin. Nach zwei Siegen in den ersten beiden Partien gegen Ingolstadt verspielte der viermalige Meister beim 2:3 (2:1, 0:1, 0:1) eine 2:1-Führung. Die Bayern können am Dienstag vor eigenem Publikum ausgleichen. Rick Girard brachte Ingolstadt vor 14.200 Zuschauern bereits in der neunten Minute in Führung. Auch nachdem Richie Regehr (12.) und Andre Rankel (17.) das Spiel gedreht hatten, gaben sich die effektiven Gäste nicht geschlagen.

Ex-NHL-Profi Peter Schaefer glich auf Zuspiel des ehemaligen Berliners Christoph Gawlik aus (31.). Thomas Greilinger verhinderte mit seinem Siegtor 57 Sekunden vor Schluss das Aus der Ingolstädter.

Mannheim vor dem Aus - Hannover obenauf

Dem Urlaub ganz nahe ist DEL-Rekordchampion Adler Mannheim. Nach dem 0:1 (0:0, 0:1, 0:0) bei der Düsseldorfer EG liegen die Kurpfälzer in der Best-of-five-Serie mit 1:2 zurück. Bei einer weiteren Niederlage wäre die Saison bereits beendet. In Düsseldorf mussten die 7901 Besucher bis zur 28. Minute auf das Tor des Tages warten. Connor James traf in Überzahl zum 1:0 der DEG.

Vor dem Halbfinaleinzug steht Titelverteidiger Hannover Scorpions. Nach dem 4:3 (1:0, 0:2, 2:1, 1: 0) nach Verlängerung bei den Krefeld Pinguinen fehlt nur noch ein Sieg zum Weiterkommen.

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