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DEL: Eisbären zeigen Wölfen die Zähne

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Eisbären zeigen Wölfen die Zähne

17.04.2011, 17:21 Uhr | t-online.de, sid

Die Eisbären Berlin sind nach einer Demonstration der Effektivität nur noch einen Schritt vom fünften Meistertitel der Klubgeschichte entfernt. Zwei Tage nach dem 4:2-Auftaktsieg setzte sich das Team von Trainer Don Jackson auch im zweiten Play-off-Finale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gegen Vorrundenprimus EHC Wolfsburg mit 5:4 (1:1, 2:1, 2:2) durch. Dank der 2:0-Führung in der Best-of-five-Serie hat der Hauptstadt-Klub im Auswärtsspiel am Dienstag den ersten von insgesamt drei Matchbällen.

"Wir haben unsere Tore einfach immer zum rechten Augenblick gemacht. Jetzt können wir im nächsten Spiel den Sack zumachen", sagte Eisbär Sven Felski. Wölfe-Verteidiger Christopher Fischer beklagte dagegen die mangelnde Chancenausbeute seiner Mannschaft: "Das ist bitter, denn wir hatten hochkarätige Möglichkeiten. Aber dann machen wir zwei kleine Fehler und kassieren zwei Gegentore."

Wölfe-Keeper Reimer hält EHC lange im Rennen

Vor 14.200 Zuschauern in der ausverkauften Berliner Arena erzielten Florian Busch (9./57.), Jim Sharrow (23.), Andre Rankel (27.) und Tyson Mulock (51.) die Treffer für die Eisbären, die damit die letzten zehn Duelle gegen Wolfsburg gewonnen haben. Dem EHC reichten die Tore von Top-Torschütze Ken Magowan (8.), Christopher Fischer (28.), Norm Milley (41.) und Blake Sloan (60.) nicht.

Den etwas besseren Start erwischten die Wolfsburger, deren Führung durch "Play-off-Monster" Magowan mit seinem zehnten Tor in der K.o.-Phase aber nur kurze Zeit Bestand hatte. Nach dem Ausgleich durch Busch waren die Hausherren aggressiver und drängten auf das 2:1. Doch Gäste-Torhüter Jochen Reimer knüpfte an seine überragenden Play-off-Spiele zuvor an und hielt sein Team mit starken Paraden im Rennen. Gegen die wuchtigen Schlagschüsse von Sharrow und Rankel jeweils im Berliner Überzahlspiel war aber auch Reimer machtlos.

Müde Berliner ringen noch müdere Wolfsburger nieder

Wolfsburg steckte nicht auf und blieb stets torgefährlich. Allerdings machte sich der Pokalsieger von 2009 das Leben mit vielen Undiszipliniertheiten, die zu unnötigen Strafzeiten führten, selbst schwer. Die Grizzlys erwischten jedoch mit dem schnellen 3:3-Ausgleichstreffer durch Milley einen Traumstart ins Schlussdrittel.

Danach suchten beide Teams die Entscheidung, allerdings schienen die Kräfte hüben wie drüben zunehmend zu schwinden. Der EHC war ohne eine einzige Play-off-Niederlage ins Endspiel eingezogen und hatte vier Tage mehr Regenerationszeit als die Eisbären, die sich eine Runde zuvor in fünf hart umkämpften Spielen gegen die Düsseldorfer EG das Finalticket gesichert hatten. Dennoch hatten die Eisbären das bessere Ende für sich.

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