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Eishockey-WM: Uwe Krupp auf Abschiedstournee

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Uwe Krupp auf Abschiedstournee

28.04.2011, 10:12 Uhr | dpa, t-online.de

Eishockey-WM: Uwe Krupp auf Abschiedstournee. Ein letztes Mal Nationalmannschaft für Uwe Krupp. (Foto: imago)

Ein letztes Mal Nationalmannschaft für Uwe Krupp. (Foto: imago)

Es ist das Ende einer Ära: Die bevorstehende Eishockey-WM 2011 in der Slowakei ist für Deutschlands Eishockey-Idol Uwe Krupp die letzte Dienstreise als Trainer der deutschen Nationalmannschaft. Doch wenn am kommenden Freitag um 16.15 Uhr Ortszeit in Bratislava der erste Bully gegen Russland ansteht, will Krupp mit seinen Mannen noch einmal das Gefühl der Heim-WM 2010 aufleben lassen.

Trotz des historischen Halbfinal-Einzugs im vergangenen Jahr gibt es aber auch dieses Jahr nur ein Ziel für das DEB-Team: der Klassenerhalt. Oder anders ausgedrückt: die Zwischenrunde. In einer Gruppe mit Gastgeber Slowakei, Rekordweltmeister Russland und Slowenien muss mindestens Platz drei her. Sonst geht es in die Abstiegsrunde. (Hier geht's zum WM-Spielplan)

Krupp warnt: "Die Relegation ist beinhart"

Im Fokus aller Verantwortlichen steht daher vor allem das letzte Gruppenspiel gegen Slowenien. "Wir wissen aus der Erfahrung der letzten sechs Jahre, dass wir nicht irgendein Spiel gewinnen müssen, sondern genau das Richtige, um weiterzukommen", sagt Krupp. "Gewinnen wir das Spiel, sind wir in der Zwischenrunde und können uns nach oben spielen. Verlieren wir es, beginnt ein neues Turnier in der Relegation - und das ist beinhart."

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Auf einen Überraschungserfolg gegen Russland oder die Slowaken kann und will sich Krupp deshalb nicht verlassen. Auch, wenn der letztjährige 2:1-Erfolg über die diesjährigen Gastgeber noch vielen Fans in Erinnerung ist. "Die Slowakei hat lange auf dieses Turnier hingearbeitet und wird vor heimischem Publikum sicher sehr stark sein", ist sich Krupp sicher. Denn: "Wir haben selbst noch in Erinnerung, was bei einer Heim-WM alles möglich sein kann."

Charlie Chaplin als Vorbild für Krupp

Der 45-Jährige, der nach der WM die Kölner Haie übernehmen wird, weiß aber auch, dass gerade diese Erinnerungen mit hohen Erwartungen verbunden sind. Zumindest von Seiten der Fans. Von Medaillen-Hoffnungen will der Nationaltrainer aber nichts wissen, wie er im "Kölner Stadt-Anzeiger" sagt. "Charlie Chaplin hat in Las Vegas an einem Charlie-Chaplin-Doppelgänger-Wettbewerb teilgenommen und ist Dritter geworden." Was Krupp damit sagen will: "Du kannst den Erwartungen, die die anderen Leute haben, sowieso nicht gerecht werden."

Entsprechend wissen auch seine Spieler, worum es wirklich geht in der Slowakei. "Wir müssen ganz klar schauen, dass wir nicht in die Abstiegsrunde kommen", betont Kapitän Michael Wolf. Eine Blamage wie bei der WM 2009 in der Schweiz - Deutschland stieg sportlich ab und blieb nur als Ausrichter der WM 2010 der Weltgruppe erhalten - will der DEB unter allen Umständen verhindern. "Wir werden uns warm anziehen müssen", warnt daher auch Sportdirektor Franz Reindl. Und das schon direkt im ersten Spiel gegen die Russen, die mit sechs NHL-Stars um ihren Rekord-Stürmer Ilja Kowaltschuk in die Slowakei reisen. "Da zittern einem schon ein wenig die Knie."

Drei Spieler muss Krupp noch streichen

Auf die eigenen NHL-Cracks wird Deutschland dagegen wohl nicht zurückgreifen können. Zwar kann Deutschland nach Benennung des endgültigen Kaders noch zwei Spieler nachnominieren. Aber Christian Ehrhoff (Vancouver Canucks) und Dennis Seidenberg (Boston Bruins) sind beide noch mit ihren Teams in den Playoffs vertreten. Und Jochen Hecht hatte nach dem Aus seiner Buffalo Sabres just seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt.

Daher verliert sich Krupp auch gar nicht in diese Gedanken und konzentriert sich voll auf den Kader, der ihm sicher zur Verfügung steht. Mit 26 Spielern ist der DEB-Tross Richtung Bratislava, der Spielstätte aller deutschen Vorrundenspiele, aufgebrochen. Für den endgültigen Kader muss er noch drei Spieler streichen. Und dann geht es los: gegen Russland (29.04.), gegen die Slowakei (01.05.) und zum Schluss der Vorrunde gegen Slowenien (03.05.). Ein Endspiel zum Schluss der Vorrunde. Ein Endspiel kurz vor dem Ende der Ära Krupp.

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