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Eishockey-WM: DEB-Auswahl feiert nächste Sensation

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Deutschland feiert den Gruppensieg

02.05.2011, 08:57 Uhr | t-online.de

Eishockey-WM: DEB-Auswahl feiert nächste Sensation. Die deutschen Eishockey-Cracks bejubeln die 2:0-Führung gegen die Slowakei. (Foto: imago)

Die deutschen Eishockey-Cracks bejubeln die 2:0-Führung gegen die Slowakei. (Foto: imago)

Aus Bratislava berichtet Marc L. Merten

Das Wunder von Bratislava ist perfekt: Deutschland hat bei der Eishockey-Weltmeisterschaft in einem emotionalen Spiel gegen den Gastgeber Slowakei mit 4:3 (0:0, 3:0, 1:3) gewonnen und damit vorzeitig die Zwischenrunde erreicht. Deutschland bestand in der Hölle von Bratislava und siegte am Ende zwar glücklich, doch nach einer teils überragenden Leistung verdient gegen in der Endphase sechs Slowaken auf dem Eis und dem siebten Mann im Publikum. Ganz nebenbei schaffte das Team von Uwe Krupp einen historischen Triumph: den ersten WM-Gruppensieg einer deutschen Mannschaft seit 1933.

Die Deutschen erwartete von der ersten Sekunde an ein heißes Spiel in der ausverkauften Arena in Bratislava. Hatten sich die deutschen Fans im ersten Gruppenspiel gegen Russland noch lautstark bemerkbar machen können, mussten sie nun hart kämpfen gegen den Großteil der über 9000 Besucher, die nahezu ausnahmslos in weiß-blau-rot gekleidet waren und immer wieder "Heeeja, heeeja, heja Slovensko" erschallen ließen.

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Reimer vergibt Penalty in doppelter Unterzahl 

Im ersten Moment schien es so, dass sich die Deutschen von der Atmosphäre beeindrucken ließen. Schon nach wenigen Sekunden verzog Jozef Stumpel aus guter Position. Dimitri Pätzold, der für den gegen Russland überragenden Dennis Endras im Tor stand, war gewarnt. Die Deutschen verteidigten erneut offensiv, die Slowaken hatten sich das Spiel der DEB-Auswahl gegen die Russen aber wohl gut angesehen und tauchten regelmäßig gefährlich vor dem deutschen Tor auf. Doch Pätzold reagierte stark, besonders, als Tomas Surovy (5.) alleine vor ihm auftauchte. 

Richtig brenzlig wurde es erstmals, als erst Felix Schütz und anschließend Kevin Lavallee auf die Strafbank mussten. Deutschland spielte zwei Minuten in doppelter Unterzahl, doch die Slowaken fanden kein Mittel gegen die aufopferungsvoll kämpfende Defensive. Im Gegenteil: Patrick Reimer war mit einem Male durch und nur noch durch ein Foul zu bremsen. Doch den fälligen Penalty vergab der 28-Jährige gegen Jaroslav Halak. Das Spiel blieb in der Folge hochklassig, doch es ging nach den ersten 20 Minuten torlos in die Kabinen.

Tripp in den rechten Winkel, Hördler in den linken 

Das änderte sich aber schnell in Drittel zwei - und wie! Deutschland entzauberte den Gastgeber. Erst scheiterte Daniel Kreutzer noch nach einem Konter (23.), aber dann ging es rund: Marcel Müller (25.) schnappte sich den Puck im gegnerischen Drittel, spielte mit Christoph Ullmann auf dem linken Flügel Doppelpass und vollstreckte aus kurzer Distanz durch die Beine von Keeper Halak. Schon waren die deutschen Fans da. "Steht auf, wenn Ihr Deutsche seid" ertönten die Sprechchöre, die aber umgehend in einem Pfeifkonzert erstickt wurden.

Pätzold ruht im Hexenkessel

Aber nicht lange. Gerade erst hatte Deutschland eine Unterzahl überstanden, da klaute ausgerechnet Frank Mauer, von Uwe Krupp erstmals nominiert, dem NHL-Star Marian Hossa die Scheibe, schickte Felix Schütz, der auf John Tripp quer legte. Und dieser feuerte den Puck mit einem Schlenzer unhaltbar in den rechten Winkel (34.). Die deutsche Fankurve tobte, die Slowaken rieben sich verwundert die Augen. Und es kam noch besser für Deutschland. Drei Minuten später – erneut hatte das DEB-Team zwei Minuten mit einem Mann weniger überstanden – eroberte Marcel Müller die Scheibe, Christoph Ullmann kreuzte hinter dem Tor und fand Frank Hördler. Gleiche Position, gleicher Schuss, anderer Winkel: 3:0 für Deutschland (37.). Und ganz nebenbei nahm Dimitri Pätzold den slowakischen Angriffen jede Schärfe, ließ kaum Schüsse prallen und strahlte im Hexenkessel von Bratislava eine beeindruckende Ruhe aus.

Sechster Feldspieler hilft Slowaken nicht mehr

Klar, dass die Slowaken im Schlussdrittel noch mal alles riskierten. Doch sie wurden zunächst von einer wie entfesselt spielenden deutschen Mannschaft eiskalt bestraft. John Tripp legte für Felix Schütz auf, 4:0 (45.). Dass die Slowaken sich aber noch immer nicht aufgegeben hatten, zeigte sich nur zwei Minuten später, als Ladislav Nagy im Fallen den Puck an Pätzold zum 1:4 vorbei stocherte (46.).

"Und so spielt man Eishockey"

Als dann auch noch Altstar Jozef Stumpel in Überzahl zum 2:4 (48) einnetzte, kochte die Arena in Bratislava wieder. Mehrfach geriet das DEB-Team in Unterzahl, und schon war die Slowakei zurück im Spiel. Pavol Demitra nutzte den einzig schwachen Moment Pätzolds und verwandelte einen Abpraller zum 3:4 (52.). Doch weil selbst ein sechster Feldspieler zugunsten des Torhüters den Slowaken am Ende nicht mehr half, durften die Deutschen feiern.

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