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Eishockey-WM: Acht Gründe für den Erfolg des DEB-Teams

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Acht Gründe für den Erfolg des DEB-Teams bei der WM

02.05.2011, 11:41 Uhr | t-online.de

Aus Bratislava berichtet Marc L. Merten

"Das ist unglaublich. Was die Jungs auf dem Eis geleistet haben, ist unvorstellbar", rang DEB-Präsident Uwe Harnos nach dem 4:3-Triumph über die Slowakei nach Worten. "Das hat niemand geglaubt, das hat niemand erwartet. Der Wahnsinn!" Wahnsinn trifft es in der Tat gut, was die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft bisher bei der WM in der Slowakei geleistet hat. Erst der Sieg über Rekordweltmeister Russland, jetzt der Coup gegen den Gastgeber. Und die Belohnung fällt großartig aus: Gruppensieg, Zwischenrunde, das Viertelfinale schon jetzt ganz nah.

Das erste Mal seit der WM 2003 ist Deutschland wieder mit zwei Siegen in ein Turnier gestartet. Der Unterschied könnte allerdings nicht größer sein – die Gegner vor acht Jahren hießen Japan und Ukraine. Dieses Jahr schwebt Deutschland in anderen Sphären. "Zwei absolute Ausnahmeleistungen" bescheinigte auch Bundestrainer Uwe Krupp seinen Mannen. t-online.de erklärt, wie diese überhaupt zustande kommen konnten.

1. Uwe Krupp selbst
Der 45-Jährige ist seit Ende 2005 Bundestrainer. 2006 schaffte er mit Deutschland den Aufstieg, die großen Erfolge blieben dann aber aus. Doch Krupp, als Stanley-Cup-Sieger Deutschlands großes Eishockey-Idol, betonte, ein Neuaufbau brauche Zeit. Heute wird er für seine Beharrlichkeit gefeiert. "Das, was der Uwe begonnen hat, zahlt sich jetzt aus", sagt auch Harnos. "Er ist ehrgeizig und will das Beste erreichen. Für die Jungs, für den Verband und für sich selbst." Und Sportdirektor Franz Reindl ergänzt: "Ich glaube, Uwe Krupp hat noch nie eine falsche Entscheidung getroffen. Das ist schon einzigartig."

2. WM 2009 – das Debakel von Bern
Krupp musste aber auch lernen. Bei der WM 2009 in der Schweiz erlebte er den Tiefpunkt seiner Arbeit. Deutschland ging sang- und klanglos unter, stieg sportlich ab und blieb nur deswegen erstklassig, weil die WM 2010 im eigenen Land stattfand. Die sportliche Leistung war eine Katastrophe, es hagelte schwere Kritik an Krupps Taktik, auch an seiner mangelnden Erfahrung als Coach. Doch das Debakel rüttelte alle beim DEB wach. Und sie zogen die richtigen Konsequenzen.

3. Co-Trainer Harold Kreis
Eine Konsequenz war, Harold Kreis als Co-Trainer von Krupp zu installieren. Nicht wenige verknüpfen entscheidende Veränderungen im Spielsystem des DEB-Teams mit seinem Namen. Und auch Krupp selbst sagt: "Jeder Coach hat seinen eigenen Stil, seine eigene Philosophie. Wir haben einen Weg gefunden, mit dieser Mannschaft effektiver zu spielen." Gemeint ist damit das Verhältnis zwischen einer defensiven Grundausrichtung, ohne dabei das Angriffsspiel zu vernachlässigen. "Wir haben einige Dinge verändert, und es scheint zu wirken."

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4. Die bewährte Defensive
Gegen kaum ein Team ist es heute schwerer Tore zu erzielen, als gegen die deutsche Defensive. Verteidigt wird offensiv über die gesamte Eisfläche, der Gegner bereits früh im Spielaufbau gestört. Russland im Besonderen und auch die Slowaken hatten teils große Mühen, geordnet ins Drittel der Deutschen vorzudringen. Die DEB-Auswahl spielt hart, ist schnell und sich nicht zu schade, sich in jeden Schuss oder Pass zu werfen. Bestes Beispiel waren die zwei Minuten doppelte Unterzahl gegen die Slowakei.

5. Die Torhüter
Die beste Defensive ist jedoch nichts ohne herausragende Torhüter. Über Dennis Endras, Most Valuable Player der WM 2010, wurde bereits genug gesagt. Sein Vertreter Dimitri Pätzold steht ihm aber in nichts nach. Krupp bescheinigte ihm gegen die Slowakei eine "hervorragende Leistung". Und Franz Reindl ist sich sicher, "dass man nicht besser agieren kann als Torhüter". Der DEB verfügt über außergewöhnlich gute Torleute, die nicht nur Tore verhindern, sondern...

6. Die neue Offensivpower
...neuerdings auch der Offensive die Sicherheit geben, sich mehr zuzutrauen. "Lange Zeit haben wir nicht genug Tore geschossen", weiß Krupp. Doch die erwähnten Veränderungen haben gerade in Sachen Offensivpower gefruchtet. "Jeder weiß, dass er Tore schießen kann", sagt Stürmer Felix Schütz. Dieses Selbstverständnis in den Köpfen der Spieler herzustellen war jedoch ein langer Weg, betont Krupp. "Das ist ein Reifeprozess. Offensive zu trainieren ist problematischer, es dauert etwas länger, um Gewohnheiten zu ändern." Jetzt ist der Erfolg da, und damit ein neues, bisher ungeahntes Selbstbewusstsein.

7. Die deutschen Tugenden
Sie werden immer wieder genannt, um den Erfolg deutscher Sportler zu erklären. Doch kaum einmal trifft dies so zu wie bei dieser Mannschaft. "Die Jungs sind Krieger", schwärmt Krupp. "Die ziehen das Trikot über, da geht ein Ruck durch die Mannschaft: Die kämpfen für Deutschland." Dass die gezeigten Leistungen in Bratislava ein Wunder oder glücklich zustande gekommen seien, will Krupp nicht hören. "Das basiert alles auf Arbeit. Das basiert auf unseren deutschen Tugenden: Arbeit, Fleiß, Ehrgeiz."

8. Mannschaftliche Geschlossenheit
Und es basiert auf der "mannschaftlichen Geschlossenheit", wie Reindl betont. Tatsächlich ist diese unübersehbar. Das Team hat Spaß, ob auf dem Eis oder im privaten Kreis. Die enge Leistungsdichte führt dazu, dass alle Reihen fast gleichviel Eiszeit bekommen. Und auch die Art, wie die Spieler zusammen feiern, zeigt: Es passt menschlich. Zusammengehalten wird das Team vom Kapitän. Michael Wolf gibt nicht nur auf dem Eis die Richtung vor, sondern auch intern. "Ohne Michael Wolf hast Du ganz schwere Situationen in einer Mannschaft", sagt Krupp. "Wenn er spricht, hören andere zu. Das ist ein Spieler, auf den ganz Eishockey-Deutschland stolz sein kann."

Deutschland steht schon vor dem letzten Gruppenspiel gegen Slowenien in der Zwischenrunde. Grund genug, schon jetzt auf das gesamte Team stolz zu sein.

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