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Eishockey-WM: Deutschland im Viertelfinale

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Deutschland verliert erst im Penaltyschießen

09.05.2011, 12:10 Uhr | t-online.de

Eishockey-WM: Deutschland im Viertelfinale. Deutschlands Kink duelliert sich mit Finnlands Kukkonen. (Foto: Reuters)

Deutschlands Kink duelliert sich mit Finnlands Kukkonen. (Foto: Reuters)

Aus Bratislava berichtet Marc L. Merten

Die deutsche Nationalmannschaft hat eine Sensation bei der Eishockey-WM in der Slowakei knapp verpasst, eine andere dafür geschafft. Das Team von Uwe Krupp unterlag zwar dem früheren Weltmeister Finnland mit 4:5 (1:1, 3:2, 0:1, 0:0) nach Penaltyschießen. Weil sich Tschechien aber gegen die Slowakei durchsetzte, steht der DEB bereits jetzt sicher im WM-Viertelfinale. Auch, wenn es am Ende nichts mit dem ersten Sieg über Finnland bei einer WM seit 1983 wurde, haben die deutschen Kufen-Cracks mit dem vorzeitigen Einzug in die K.-o.-Runde einen großen Grund zum feiern.

"Die Position in der Weltrangliste ist bei diesem Turnier nicht wichtig", hatte Krupp schon vor dem Spiel gegen die Nummer vier der Eishockey-Weltrangliste gesagt. Deutschland (an Nummer neun) müsse vom ersten Bully weg sein System durchziehen und gegen die physisch starken Finnen körperlich dagegenhalten, sonst habe der DEB gegen die starken Nordlichter keine Chance.

Finnen spielen pausenloses Powerplay

Vom Bully weg da sein – mit dieser Forderung hatte Krupp den entscheidenden Nerv getroffen. Doch es ging nach hinten los. Bereits nach 13 Sekunden gingen die Finnen mit 0:1 in Führung. Finnlands Tuomo Ruutu brachte den Puck von links vor das Tor von Dennis Endras, wo Robert Dietrich, bedrängt von Mikko Koivu, ins Straucheln kam und im Fallen die Scheibe am verdutzten deutschen Schlussmann vorbei ins eigene Gehäuse abfälschte. Deutschland unter Schock, Finnland hingegen hellwach und unter Volldampf.

Eishockey - WM 
"Verdienter Punkt"

Trotz Niederlage nach Verlängerung lässt Bundestrainer Uwe Krupp den Kopf nicht hängen. Video

Das erste Drittel glich phasenweise einem Powerplay der Finnen, obwohl die Deutschen ohne Strafzeit blieben. Nach 20 Minuten hatten die Skandinavier bereits 19 Schüsse auf das Tor gebracht, bei denen Endras teils seine ganze Klasse aufbieten musste. Deutschland fand überhaupt keinen Zugriff und konnte kaum einen der bislang so gefährlichen Konter anbringen. Bis zur 15. Minute, als Andre Rankel von einem Fehler des finnischen Keepers Teemu Lassila profitierte. Dieser ließ einen Schuss von Michael Wolf nach vorne prallen, Rankel sagte Danke und beförderte den Puck im Fallen ins Netz. Ein überaus glücklicher Ausgleich, zumal die Deutschen im ganzen ersten Drittel nur sechs Schüsse aufs Tor brachten.

Endras Weltklasse, Lassila nicht

Einen Satz haben die Deutschen hier in Bratislava geprägt: Jeder Schuss ist ein guter Schuss. Besonders, wenn auf der Seite des Gegners ein Torhüter nicht sein besten Tag hat - so wie Lassila an diesem Nachmittag. Deutschland kam wach aus der Kabine und hielt sich nun auch an diese Maxime. Philip Gogulla nahm sich von der blauen Linie ein Herz, Felix Schütz hielt den Schläger rein, 2:1 für Deutschland (27.). Deutschland hatte das Spiel gedreht. Und nur eine Minute später zog Kai Hospelt über die linke Seite ins finnische Drittel, schlenzte Richtung Tor und von einem finnischen Schläger flog die Scheibe über Lassilas Schulter in den Winkel (28.).

Dass eine Zwei-Tore-Führung aber ebenso schnell wieder aufgeholt werden kann, bewies das Team von Trainer Jukka Jalonen eindrucksvoll. Es belagerte sofort wieder das Tor von Dennis Endras. Doch der hatte im Gegensatz zu seinem finnischen Gegenüber einen Klassetag erwischt und war immer wieder mit überragenden Reflexen zur Stelle. Aber auch er war gegen Janne Pesonens Abpraller (32.) und Jarko Immonens (38.) Treffer in Überzahl chancenlos. Das neue deutsche Selbstbewusstsein demonstrierte aber umgehend Patrick Reimer. Dank seines – haltbaren – Schlenzers (40.) ging Deutschland doch noch mit einer Führung ins Schlussdrittel - und die Finnen mit einem neuen Torwart. Denn Petri Vehanen löste den unglücklichen Lassila unmittelbar nach dem 4:3 für Deutschland ab. 

Endras’ einziger Fehler führt zum Ausgleich

Die letzten 20 Minuten waren dann nahezu ein Spiel auf ein Tor. Die Deutschen verlegten sich immer weiter auf Konter, während die Finnen alles versuchten, Gefahr vor dem deutschen Kasten zu erzeugen. Der erneute Ausgleich fiel allerdings dann mehr als glücklich – und erstmals sah Endras nicht gut aus. Tuomo Ruutu passte den Puck lediglich vor das Tor, doch die Scheibe fand den Weg zwischen dem Pfosten und Endras’ Schoner zum 4:4 ins Tor (55.). Dabei aber blieb es nach der regulären Spielzeit. Und weil auch in der Verlängerung keine Tore fielen, wurde der Sieger im Penaltyschießen ermittelt. Und da behielten die Finnen die besseren Nerven und verwandelten durch Mikko Koivu den entscheidenden Schuss.

Trotz der Niederlage nahm Deutschland einen Punkt für das Unentschieden nach der regulären Spielzeit mit. Dass dieser Punkt Gold wert war, zeigte sich noch am Abend, als der Gastgeber Slowakei sich dem amtierenden Weltmeister Tschechien geschlagen geben musste. Deutschland ist nun nicht mehr von einem der vier ersten Plätze der Zwischenrunden-Gruppe E zu verdrängen und hat damit das Ticket für das Viertelfinale sicher. In den verbleibenden Spielen gegen Dänemark (Samstag ab 16.00 Uhr im t-online.de Live-Ticker) und gegen die Tschechen (Montag ab 20.00 Uhr im Live-Ticker) geht es somit um die bestmögliche Platzierung, um den schwersten Gegnern der Gruppe F aus dem Weg zu gehen.

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