Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport > Eishockey >

Eishockey-WM: Deutschlands Reifeprüfung steht bevor

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Deutschlands Reifeprüfung steht bevor

09.05.2011, 12:12 Uhr | t-online.de

Eishockey-WM: Deutschlands Reifeprüfung steht bevor. Uwe Krupp und sein Team stehen vor schweren Aufgaben. (Foto: imago)

Uwe Krupp und sein Team stehen vor schweren Aufgaben. (Foto: imago)

Aus Bratislava berichtet Marc L. Merten

"Wir haben heute Fehler gemacht." Diesen Satz hatte man bei der Eishockey-WM von Bundestrainer Uwe Krupp bisher noch nicht gehört. Bis zum Spiel gegen Dänemark hatte er seinen Spielern herausragende Leistungen bescheinigt und selbst nach der Niederlage gegen Finnland auf die positiven Dinge hingewiesen. Doch die Pleite gegen die Dänen hat etwas verändert. Sie war der erste richtige Rückschlag für das DEB-Team. Jetzt muss sich zeigen, wie stark das Team gerade mental wirklich ist. Die Reifeprüfung des deutschen Eishockeys steht bevor. 

Auch den Spielern war nach der Schlusssirene anzumerken, dass erstmals etwas schief gegangen war. "Ich bin sehr sauer, ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so sauer war", schimpfte Felix Schütz. Wieder hatte Deutschland eine Führung kurz vor Schluss aus der Hand gegeben, wieder im Penaltyschießen verloren und wieder wichtige Punkte liegen gelassen. "Wir können nicht zufrieden sein", bilanzierte Kapitän Michael Wolf.

Eishockey-WM 2011 - Videos 
Kein Beinbruch

Trotz der Pleite gegen Dänemark ist man beim DEB-Team zuversichtlich fürs Viertelfinale. Video

"Das Benzin war alle, der Tank war leer"

Auch die Stimmung bei Sportdirektor Franz Reindl war bedrückt. "Als Dämpfer sehe ich das allerdings nicht. Klar haut einen das kurz mal in den Keller. Das musst du erst mal verkraften. Aber niemand braucht sich einen Vorwurf machen“, sagte Reindl. Der Grund für die erste Enttäuschung des Turniers war für Reindl ohnehin schnell gefunden. Im zweiten Spiel innerhalb 24 Stunden war "das Benzin einfach alle, der Tank leer“.

Darin war sich auch der gesammelte DEB-Tross einig. "Der Körper wollte einfach nicht so wie der Kopf“, bestätigte Wolf. Und auch Krupp zeigte Verständnis: "Wir waren heute ein müdes Team.“ Deshalb wollte der Coach seinen Hinweis auf die offensichtlichen Fehler auch nicht als Vorwurf verstanden wissen. "Wir haben zwar Fehler gemacht, aber wir sind nicht in schlechte Angewohnheiten verfallen."

Ziel erreicht: Es fehlte der Ansporn

Schlechte Angewohnheiten wären mangelnder Einsatz oder fehlende Laufbereitschaft gewesen. Das, was am Ende den Ausschlag gab, brachte Dennis Endras zur Sprache. "Mit dem Kopf waren wir eventuell schon im Viertelfinale", vermutete der Keeper. Und Krupp pflichtete ihm bei. "Ein wichtiger Bestandteil unseres Spiels ist die Emotionalität. Mit ihr kommt der Kampfgeist, kommt diese Mannschaftsleistung", erklärte der Coach. Aber dafür bedürfe es eines ganz klaren Zieles. "Dieses Ziel haben wir erreicht." Den Einzug ins Viertelfinale. Da sei es schwer gefallen, den Fokus auf das Spiel gegen Dänemark zu legen. "Der Extra-Ansporn, diese drei, vier Prozent haben da eben gefehlt.“ Das hatte auch Reindl befürchtet. "Das Spiel hatte nicht die Bedeutung, die die anderen Spiele hatten."

Hotel ist "open end" gebucht

Das wird im letzten Zwischenrunden-Spiel gegen Tschechien wieder anders sein, ist Krupp überzeugt. "Das wird ein ganz anderes Spiel für uns“, betonte der 45-Jährige. "Die haben ihre Gegner bisher recht souverän abgefertigt." Entsprechend könnte aber auch die Super-Statistik der Deutschen in Gefahr geraten: Denn trotz der zwei Niederlagen im Penaltyschießen ist das DEB-Team über die reguläre Spielzeit von 60 Minuten auch nach fünf Spielen noch ungeschlagen.

Eishockey-WM 2011 - Videos 
Einkalkulierter Rückschlag

Ullmann lässt sich von der Niederlage gegen Dänemark nicht abschrecken. Video

Damit will sich der Bundestrainer allerdings nicht groß beschäftigen. Für ihn zählt nur der Erhalt der mentalen Stärke: "Die Gegner werden nicht mehr leichter. Gegen Tschechien bekommen wir einen guten Geschmack, wie das Viertelfinale aussehen wird." Das Viertelfinale, es spukt überall in den Köpfen der Deutschen. Und auf dieses Spiel wollen sie vorbereitet sein, egal, welcher Gegner kommt. "Wir werden für jede Mannschaft im Viertelfinale ein ganz schwerer Gegner sein", ist auch Reindl überzeugt. Und verrät, dass der DEB schon vorgesorgt hat. "Das Hotel ist open end gebucht. Völlig flexibel. Auch die Rückflüge."

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Amateur am Werk 
Ungeschickter Bauarbeiter löst Kettenreaktion aus

Es kommt wie es kommen muss. Zum Glück kam der Mann noch einmal glimpflich davon. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal