Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport > Eishockey >

Eishockey-WM: Kühnhackl von deutschem Team beeindruckt

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Eishockey-WM 2011  

Kühnhackl: "Das imponiert mir unglaublich"

10.05.2011, 08:20 Uhr | t-online.de

Eishockey-WM: Kühnhackl von deutschem Team beeindruckt. Erich Kühnhackl ist vom deutschen Team bei der Eishockey-WM beeindruckt. (Foto: imago)

Erich Kühnhackl ist vom deutschen Team bei der Eishockey-WM beeindruckt. (Foto: imago)

Das Interview führte Marc L. Merten

Der deutsche Eishockey-Spieler des Jahrhunderts ist beeindruckt. Erich Kühnhackl hat "ewig lange keine so gute deutsche Mannschaft mehr gesehen". Der Mann, der als "Kleiderschrank auf Kufen" berühmt wurde und 211 Länderspiele für Deutschland absolvierte, ist heute Vize-Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB). Im Interview mit t-online.de erklärt er die besondere Aura des Bundestrainers Uwe Krupp, warnt aber vor Träumereien und sagt: Am 16. Mai, einen Tag nach Ende der WM, fällt die Entscheidung über den neuen Nationalcoach.

Herr Kühnhackl, Deutschland steht im Viertelfinale, und das bereits nach vier Spielen bei dieser WM.

Sport 
Deutschland ohne Chance

Gegen Weltmeister Tschechien setzt es eine klare Niederlage. Video

Kühnhackl: Das ist ein sehr großer Erfolg für das deutsche Eishockey. Vor allem, weil Erfolge in den letzten Jahren ja eher selten waren. Ganz zu schweigen von den ganzen Querelen im Umfeld. Da tut so ein Erfolg natürlich sehr gut.

Welche Querelen meinen Sie?

Es gibt ja immer irgendwas, was in der Öffentlichkeit breit getreten wird. Das ist ja, was mich so ärgert. Unser Nachwuchs feiert Erfolge, der Deutschland-Cup wird gewonnen, nun spielt unsere Mannschaft in der Slowakei auf Augenhöhe mit der Weltspitze – ich wünsche mir, dass genauso über die positiven Ergebnisse gesprochen wird wie über die negativen Geschichten, die natürlich auch immer wieder auftauchen. Es ist schön, dass es zuletzt mehr Positives über das deutsche Eishockey zu vermelden gab als Negatives. Das war ja nicht immer so.

Dann reden wir doch über das Positive. Was überrascht Sie am meisten an der Leistung der Deutschen bei der WM?

Eishockey-WM 2011 - Videos 
Gruppensieg perfekt

Sieg gegen Russland: Tschechien kommt als Zwischenrunden-Erster weiter. Video

Vor allem die Tatsache, dass sie in jeglicher Hinsicht mit allen Topnationen mithalten kann – läuferisch, taktisch, technisch und vom System her. Das imponiert mir unglaublich.

Ist eine Medaille möglich?

Ich bin in meiner Karriere immer gut damit gefahren, immer nur an das nächste Spiel zu denken. Alles, was darüber hinausgeht, ist nicht gut. Sonst geht es in die Hose. Für mich ist wichtig, wie die Mannschaft sich präsentiert. Und sie präsentiert sich hier 1a. 

Was hat Uwe Krupp als Person zu diesem Erfolg beigetragen?

Uwe Krupp hat sehr großen Anteil an der Art, wie die deutsche Mannschaft Eishockey spielt. Er erreicht die Spieler auf seine Art und Weise, bekommt sie dazu, seine Vorstellung des modernen Eishockeys umzusetzen, mit hoher Laufbereitschaft, mit einem hohen Maß an Selbstdisziplin. Das ist nicht einfach, aber er hat den notwenigen Touch. Und wenn man natürlich eine solche Vita hat wie Uwe Krupp, dann glauben die Spieler ihm, wenn er versucht, ihnen seine Philosophie beizubringen.

Rekordnationalspieler Udo Kießling hat das deutsche Team als beste deutsche Mannschaft seit Langem bezeichnet. Stimmen Sie ihm zu?

Ja, ich habe wirklich ewig lange keine so gute deutsche Mannschaft mehr gesehen. Und das, obwohl wir auch letztes Jahr schon eine wirklich tolle Nationalmannschaft bei der WM im eigenen Land gesehen haben. Man sieht einfach, dass alle – Uwe Krupp, der DEB, die Ligaverbände und die DEL – die Wichtigkeit erkannt haben, kontinuierlich im Nachwuchs zu arbeiten und jungen Spielern eine Chance zu geben. Und die Nationalmannschaft ist da natürlich ein Vorreiter par excellence. Für mich ist es wohltuend, das so zu sehen. 

Jetzt verlässt Uwe Krupp den DEB als Nationaltrainer. Was bedeutet sein Abschied für den DEB?

Ich glaube, dass wir das Ende der WM abwarten sollten. Denn dann wird das Präsidium des Deutschen Eishockey-Bundes eine Entscheidung treffen. Seien Sie mir bitte nicht böse, aber ich möchte das in dieser Phase der WM nicht kommentieren. Die Trainerfrage ist zwar ein ganz entscheidender Punkt für die Zukunft, aber in der jetzigen Situation will ich das Thema nicht anschneiden. Zumal das Präsidium klar gesagt hat, dass eine Entscheidung erst nach der WM getroffen wird – wie auch immer sie dann ausfallen wird.

Das klingt danach, als ob der Abschied von Uwe Krupp doch noch nicht sicher ist beziehungsweise eine Chance besteht, dass er noch ein Jahr länger bleibt, bis Wunschkandidat Ralph Krueger frei wird.

Ich habe das jetzt so, wie Sie es gesagt haben, wahrgenommen. Aber ich will mich dazu nicht weiter äußern, auch, weil das Team sich auf seine Aufgaben bei der WM konzentrieren soll. Die Entscheidung wird am 16. Mai fallen, so hat es das Präsidium angekündigt. Und so wird es auch kommen.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal