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Eishockey-WM: Finnland und Schweden treffen sich zum nordischen Duell

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Finnland und Schweden treffen sich zum nordischen Duell

16.05.2011, 09:07 Uhr | dpa

Finnland ist Schweden ins Finale der Erzrivalen bei der Eishockey-WM gefolgt. Im Halbfinale blieben die Topfavoriten auf der Strecke. Mit elf Spielern unter 23 Jahren besiegten die Schweden den Titelverteidiger mit 5:2 (0:0, 2:1, 3:1) und nahmen selbst Kurs auf ihr neuntes Gold. Für die Tschechen um den 39-jährigen Jagr endete eine Serie von zwölf WM-Siegen.

Ein Geniestreich des 19-jährigen Mikael Granlund leitete den 3:0 (0:0, 1:0, 2:0)-Triumph der Finnen gegen Rekordweltmeister Russland ein. Der Stürmer schaufelte sich den Puck hinter dem Tor auf die Kelle und schleuderte ihn dem verdutzten Torwart Konstantin Barulin über die Schulter in den Winkel (26.). Der Jüngste im finnischen Team beendete damit die Mission Gold der Sbornaja, die zuletzt dreimal in Folge das Finale erreicht hatte.

Petrasek: "Ich denke, die Leute nehmen uns jetzt ernst"

Das junge schwedische Team, das die deutsche Erfolgsgeschichte mit einem 5:2 im Viertelfinale beendete, hat sich nach der peinlichen Auftaktpleite gegen Norwegen kontinuierlich gesteigert. "Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir Gold holen wollen", sagte Verteidiger David Petrasek, mit 35 Jahren der älteste im Team, "dafür haben wir viel Kritik einstecken müssen. Ich denke, die Leute nehmen uns jetzt ernst."

Jagr und Co. bleibt nur noch das kleine Finale um Bronze gegen die Russen. "Wir haben zu viele individuelle Fehler gemacht", sagte der tschechische Trainer Alois Hadamczik. Im siebten WM-Duell in der K.o.-Runde seit 2001 revanchierten sich die Schweden für die Halbfinal-Niederlage vor einem Jahr in Köln, als sie 2:3 nach Penaltyschießen verloren hatten. Die Skandinavier haben damit bereits ihre 18. WM-Medaille in den letzten 20 Jahren sicher.

Fasth pariert großartig

Vor 9285 Zuschauern in der Ondrej Nepela Arena in Bratislava brachte Patrik Elias die Tschechen in Führung (21.). Doch nur vier Minuten später glich der 22-jährige Patrik Berglund in Überzahl aus. Der gleichaltrige Mikael Backlund schoss die Schweden auf die Siegerstraße (36.). Zudem verschoss Loui Eriksson noch einen Penalty (38.). Im Schlussdrittel machten Jagr und Co. noch einmal Druck. Doch der starke schwedische Torwart Viktor Fasth machte fast alle Chancen zunichte.

Jimmie Ericsson (49.) und der 20-jährige Marcus Krüger (53.) sorgten für die Entscheidung. Elias gelang nur noch eine Korrektur (55.), Berglund stellte in der Schlussminute mit seinem achten Turniertreffer ins leere Tor den Endstand her.

Granlunds Tor verzaubert

Zwei Stunden später staunten die 9272 Zuschauer vor allem über das Zaubertor von Granlund, der den russischen Superstars Alexander Owetschkin und Ilja Kowaltschuk die Show stahl. Nach starkem Beginn des Rekordchampions mit hochkarätigen Chancen von Nikolaj Kuljomin (8.) und Danis Saripow (14.) übernahm mehr und mehr der Weltmeister von 1995 das Kommando. Petteri Nokelainen (26.) scheiterte noch, ehe Granlund den Bann brach. Nur fünf Sekunden später traf Antti Pihlström den Pfosten. Das Ende der russischen Goldhoffnungen besiegelten Jani Lajunen (48.) und Jarkko Immonen mit seinem achten Turniertor (50.).

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