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NHL: Ehrhoff will in Krupps Fußstapfen treten

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Ehrhoff: "Eishockey ist hier wie eine Religion"

31.05.2011, 11:24 Uhr | t-online.de

NHL: Ehrhoff will in Krupps Fußstapfen treten. Will in die Fußstapfen von Uwe Krupp treten: Christian Ehrhoff. (Foto: imago)

Will in die Fußstapfen von Uwe Krupp treten: Christian Ehrhoff. (Foto: imago)

Das Interview führte Marc L. Merten

Bis heute ist Eishockey-Idol und DEB-Bundestrainer Uwe Krupp der einzige Deutsche, der je den Stanley Cup und damit die wichtigste Trophäe im internationalen Eishockey gewinnen konnte. Doch das wird sich in den kommenden Tagen ändern. Denn mit Christian Ehrhoff (Vancouver Canucks) und Dennis Seidenberg (Boston Bruins) stehen sich erstmals überhaupt zwei Deutsche im Finale der NHL gegenüber. t-online.de sprach mit Vancouvers Defensivspezialisten Ehrhoff über die Tragweite eines Stanley-Cup-Sieges, über die Fußstapfen von Uwe Krupp und die Frage, wer ihn als Bundestrainer beim DEB beerben soll.

Herr Ehrhoff, herzlichen Glückwunsch zum Einzug ins Finale der NHL. Träumen Sie schon vom Stanley Cup?
Christian Ehrhoff: Vielen Dank, ja! Um den Stanley Cup zu spielen ist der Traum eines jeden Hockeyspielers. Wobei das Finale an sich natürlich nicht das Ziel ist, sondern den Cup dann auch zu gewinnen.

Die Ergebnisse haben es so gewollt, dass zwei Deutsche im Finale stehen. Aber nur einer kann den Cup gewinnen und Uwe Krupp beerben.
Das stimmt. Jeder deutsche Spieler in der NHL will Nachfolger von Uwe Krupp werden. In seine Fußstapfen zu treten, wäre eine große Ehre. Der Stanley Cup ist das absolut Größte, was man im Eishockey erreichen kann. Die ganze Tradition, die hinter dieser Trophäe steckt, gibt es in keinem anderen Sport. Kein Pokal ist schwerer zu gewinnen. Das ist das Ultimative.

Eishockey hat in Nordamerika einen ganz anderen Stellenwert als in Deutschland.
Hier in Kanada ist Eishockey wie eine Religion. Der Sport ist hier noch viel wichtiger als Fußball in Deutschland. Als wir ins Finale eingezogen sind, gab es in der ganzen Stadt Autokorsos, wie man es in Deutschland wenn überhaupt von der Fußball-WM her kennt. Die Begeisterung ist grenzenlos. Die Stadt, die Provinz und mittlerweile das ganze Land fiebern mit uns.

Ist das Finale Vancouver gegen Boston auch das Finale Kanada gegen die USA?
Das wird natürlich gerne von der Öffentlichkeit so aufgenommen. Die Teams selbst sind aber bunt gemischt mit Spielern aus beiden Ländern und aus Europa. Insofern ist das eher ein Thema, das in den Medien stattfindet und weniger bei uns im Team.

War es 2003, als Sie in die NHL gewechselt sind, ein Kulturschock?
Ja, auf jeden Fall. Man kann die NHL und die DEL überhaupt nicht miteinander vergleichen. Die NHL ist viel schneller, viel körperbetonter. Hier spielen einfach die besten Spieler der Welt. Deswegen musste ich auch erst mal sehr viel lernen, als ich hier hingekommen bin. Am Anfang war es extrem schwer, überhaupt in den Kader zu kommen und Fuß zu fassen. Aber mittlerweile bin ich einer der Leistungsträger in meiner Mannschaft.

Hat Uwe Krupp Ihnen schon zum Einzug ins Finale gratuliert?
Nein, bisher noch nicht. Das letzte Mal haben wir während der WM miteinander gesprochen. Da hat er die Playoffs natürlich sehr genau verfolgt, weil noch offen war, ob ich nicht vielleicht doch noch zur WM kommen könnte. Da standen wir in ständigem Kontakt. Aber aktuell nicht, wobei er ja mit seinem neuen Job in Köln gerade auch genug zu tun hat.

Sie haben die WM in der Slowakei also verfolgt?
Natürlich. Das war wirklich schön mit anzusehen. Ich habe mich sehr mit den Jungs gefreut, dass sie wieder so eine gute Leistung gebracht haben.

Bedauern Sie den bevorstehenden Abschied von Uwe Krupp?
Auf jeden Fall. Er hat sehr viel bewegt und viel für das deutsche Eishockey getan. Er ist ein sehr guter Trainer, für den es großen Spaß macht zu spielen. Ich bedauere sehr, dass er geht.

Würden Sie einen Verbleib Krupps zumindest für ein weiteres Jahr befürworten?
Natürlich wäre es schön, wenn er bleiben würde. Aber ob ein Jahr noch Sinn machen würde? Als Bundestrainer braucht man jemanden, der langfristig bleibt. Uwe ist ja selbst das beste Beispiel. Er hat das Team über Jahre aufgebaut. Daher fände ich es wichtig, Kontinuität auf dieser Position zu haben.

Hätten Sie einen Wunschtrainer als seinen Nachfolger?
Nein, allerdings würde ich mir wünschen, dass es ein deutscher Trainer wird. Die Identifikation ist dann eine ganz andere. Uwe Krupp hat früher auch für Deutschland gespielt, kennt die Spieler, den Verband, weiß genau, was wie läuft. Für die Jungs ist Uwe ein Vorbild. Das hat uns allen immer sehr weitergeholfen.

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