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Internationales Spielverbot: Streit zwischen DEL und DEB eskaliert

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DEB stellt sich gegen DEL als "wilde Liga"

04.07.2011, 15:06 Uhr | t-online.de, dpa

Internationales Spielverbot: Streit zwischen DEL und DEB eskaliert. Internationales Spielverbot: Dürfen die DEL-Vereine die deutschen Farben nicht vertreten? (Foto: imago)

Internationales Spielverbot: Dürfen die DEL-Vereine die deutschen Farben nicht vertreten? (Foto: imago)

Man stelle sich vor, der FC Bayern München dürfte nicht in der Champions League mitspielen, weil es der Deutsche Fußball-Bund verbietet. Undenkbar? Nicht im deutschen Eishockey. Denn der seit Monaten schwelende Konflikt zwischen dem Deutschen Eishockey Bund (DEB) und der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ist genau an diesem Punkt nun eskaliert. In einem Schreiben an die DEL teilte der DEB mit, den Teams der höchsten deutschen Eishockey-Liga keine Genehmigung für internationale Spiele erteilen zu wollen.

Hintergrund sind die noch immer andauernden Verhandlungen zwischen beiden Parteien um einen neuen Vertrag, der die Liga an den Verband bindet und somit zu einer international anerkannten Liga macht. Ohne diesen Vertrag, dessen Vorgänger nach der abgelaufenen Saison geendet ist, wäre die DEL eine sogenannte "Wilde Liga", die vom internationalen Spielbetrieb ausgeschlossen und somit auch vom internationalen Transfersystem abgeschnitten wäre.

Fallen selbst Testspiele gegen NHL-Teams in Wasser?

Nun also hat der Deutsche Eishockey Bund den Vereinen verboten, international die deutschen Farben zu vertreten. Besonders hart ist diese Entwicklung für den fünfmaligen Meister Eisbären Berlin. Denn bleibt der DEB bei seiner Verweigerungshaltung, könnten die Berliner ihren Titel bei der European Trophy ab dem 11. August nicht verteidigen. Auch für die Adler Mannheim würde dann die Teilnahme an der Trophy, ein Europapokal mit 24 Mannschaften, ins Wasser fallen.

Über die offiziellen internationalen Turniere hinaus würde das Verbot aber auch die Vorbereitungsprogramme der Vereine betreffen. Denn auch internationale Testspiele wären von dieser Regelung betroffen. So müssten beispielsweise die Hamburg Freezers, die in Dänemark und Schweden Testspiele bestreiten wollen, und der EHC München, der nach Südtirol eingeladen ist, ihre Reisen absagen. Offen ist zudem, ob von dem Verbot auch die Testspiele von Hamburg und Mannheim im Oktober gegen NHL-Teams sowie die Spengler Cup-Teilnahme von Vizemeister Wolfsburg im Dezember betroffen sind.

Auch der Weltverband geht auf Konfrontation mit den Ligen

Die DEL versucht sich trotz des Verbots in Diplomatie. "Rechtlich ist die Haltung des DEB zu vertreten", sagt Geschäftsführer Gernot Tripcke. "Inwieweit diese Haltung aber politisch in Hinblick auf die Kooperations-Verhandlungen Sinn ergibt, mögen andere entscheiden." Gerade im Hinblick auf die European Trophy sei es der Weltverband IIHF selbst, der gegen das Turnier Stimmung mache und sich wünschen würde, "dass die nationalen Verbände, also auch der DEB, die Trophy nicht anerkennen." Im Konkreten habe der Weltverband einzelnen nationalen Verbänden nahegelegt, "Spiele der European Trophy nicht zu genehmigen", so Tripcke.

Die Klubs jedoch wollen sich nicht fügen und reagieren mitunter trotzig. Eisbären-Manager Peter John Lee beispielsweise sieht sich nicht an das Verbot des DEB gebunden. "Momentan sind die DEL-Klubs formal gar nicht Mitglied im DEB, und deshalb brauchen wir auch keine Genehmigung vom Verband, internationale Spiele auszutragen", kommentierte Lee süffisant. Für ihn ist der Vorstoß des Verbands ohnehin nur Druckmittel in den Verhandlungen für einen neuen Vertrag mit der DEL. Er sehe die Verhandlungen zwischen DEB und DEL in Sachen eines neuen Kooperationsvertrages allerdings "auf einen guten Weg". Die Hamburg Freezers hingegen sind enttäuscht. "Es ist schade, dass der DEB, mit dem die Liga eigentlich in guten Gesprächen ist, jetzt kein klares Bekenntnis zu seinem Partner abgibt", sagt Geschäftsführer Michael Pfad.

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