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Eishockey: Deutschlands Superserie reißt

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Im fünften Anlauf gelingt Russland wieder ein Sieg

08.04.2012, 18:54 Uhr | dpa

Eishockey: Deutschlands Superserie reißt. Deutschlands Goalie Dimitri Pätzold kassiert einen Gegentreffer im Spiel gegen Russland. (Quelle: dpa)

Deutschlands Goalie Dimitri Pätzold kassiert einen Gegentreffer im Spiel gegen Russland. (Quelle: dpa)

Der fünfte Streich wollte ihnen dann doch nicht gelingen: Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat sich in Ravensburg Rekordweltmeister Russland mit 2:3 (0:1, 2:0, 0:1, 0:0, 0:1) nach Penaltyschießen geschlagen geben müssen.

Zuvor hatte die Auswahl des Deutschen Eishockey Bundes viermal nacheinander die Sbornaja bezwungen - zuletzt am Ostersamstag in Freiburg mit 4:3.

Das Penaltyschießen muss entscheiden

Russland kam im Revanchespiel in der regulären Spielzeit durch Wadim Schipatschew (20. Minute) und Denis Abdullin (43.) zu Toren. Für Deutschland trafen John Tripp (22.) und Felix Schütz (40.). Nach einer torlosen Verlängerung entschied abermals Abdullin im Penaltyschießen die Partie zugunsten des Rekordweltmeisters.

Wegen der zeitgleich noch laufenden Playoffs in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) stand Bundestrainer Jakob Kölliker nur ein Rumpfkader für das Spiel der Euro Hockey Challenge zur Verfügung. Allerdings waren auch die Russen mit einer Nachwuchs-Mannschaft angereist.

Pätzold ersetzt Kotschnew im Tor

Obwohl die Russen in Ravensburg auf Wiedergutmachung aus waren, spielte das deutsche Team besser als am Vortag. Konzentrierter und engagierter gingen Köllikers Spieler zu Werke. Der Schweizer hatte in Tobias Wörle (Iserlohn) und Alexander Oblinger (Nürnberg) zwei neue Spieler im Vergleich zur Partie in Freiburg aufgeboten. Dafür verzichtete er auf den Kölner Alexander Weiss und den Münchner Martin Buchwieser. Im Tor spielte zudem statt des Russland-Legionärs Dimitrij Kotschnew, der am Vortag noch mit glänzenden Paraden den Sieg festgehalten hatte, Dimitrij Pätzold von den Hannover Scorpions. Auch Pätzold blieb fehlerfrei.

Russen nutzen die Chance zur Revanche

Überraschend gelang den Russen der erste Treffer. Schipatschew nutzte kurz vor Ende des ersten Drittels eine Überzahlsituation zur Führung. Tripp, mit 34 Jahren der Routinier in der jungen deutschen Mannschaft und in Freiburg Doppeltorschütze, traf zu Beginn des zweiten Drittels zum Ausgleich. In Freiburg noch hatten beide Mannschaften zahlreiche Fehler produziert, in Ravensburg dagegen hatten sie sich besser aufeinander eingestellt.

Es bedurfte einer Einzelaktion von Schütz zum 2:1 für Deutschland. Im Schlussdrittel wollte die Sbornaja unbedingt die letzte Chance zur Revanche nutzen - und nicht mit zwei Niederlagen in zwei Tagen die Heimreise antreten. Russland drehte noch einmal auf und kam durch Abdullin zum Ausgleich und im Penaltyschießen dann zum Sieg.

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