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DEL: Eisbären Berlin erzwingen Spiel fünf gegen die Adler Mannheim

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Mannheimer Fans feiern die Meisterschaft zu früh

22.04.2012, 19:56 Uhr | dpa

DEL: Eisbären Berlin erzwingen Spiel fünf gegen die Adler Mannheim. Barry Tallackson (li.) und Jimmy Sharrow jubeln nach einem Treffer der Eisbären. (Quelle: imago)

Barry Tallackson (li.) und Jimmy Sharrow jubeln nach einem Treffer der Eisbären. (Quelle: imago)

Dank einer atemberaubenden Aufholjagd haben die Eisbären Berlin einen Final-Showdown gegen die Adler Mannheim erzwungen und ihren Traum vom sechsten Titel in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) am Leben erhalten. Trotz 2:5-Rückstands im Schlussdrittel erkämpften die Hauptstädter bei der Auswärtspartie ein 6:5 (1:2, 1:1, 3:2) nach Verlängerung.

Travis James Mulock wurde in der vierten Minute der Overtime vor 13.600 Zuschauern in der ausverkauften SAP-Arena zum Matchwinner. Damit fällt nun am Dienstag im fünften Spiel in Berlin die Entscheidung über den neuen Meister.

Mannheim reicht 5:3-Führung nicht

"Für uns war es frustrierend, aber wir dürfen jetzt nicht lange heulen. Berlin hat unsere Fehler gut ausgenutzt", sagte Adler-Trainer Harold Kreis. Nationalstürmer Christoph Ullmann hatte mit zwei Toren (1./32. Minute) und einer Vorlage auf Adam Mitchell (12.) für die Hausherren vorgelegt. Als Ken Magowan (44.) und Craig MacDonald (46.) zum vermeintlich klaren Erfolg einnetzten, schien die Feier zum sechsten Mannheimer DEL-Titel ihren Lauf zu nehmen.

Aber die Gäste aus Berlin hatten in einer fulminanten Schlussphase und mit den Toren von James Sharrow (7./47.), Mads Christensen (39.), Barry Tallackson (48.) und Tyson Mulock (54.) die Verlängerung erzwungen.

Ullmann stürmt einmal übers Feld und trifft

Die Adler verdankten ihren Traumstart einer Einzelaktion: Nationalspieler Ullmann schnappte sich den Puck an der eigenen Torlinie und schloss ein fulminantes Solo zum 1:0 ab. Ein Schock für Berlin? Mitnichten! Die Eisbären reagierten mit einer ganzen Serie von Angriffen und wurden schließlich im Getümmel von Sharrow belohnt.

In dem wohl rasantesten Spiel in der Finalserie schienen sich die Hauptstädter, die auf drei erfahrene Leistungsträger (Ustorf, Pederson, Rankel) verzichten mussten, besser auf den Gegner eingestellt zu haben als in den Spielen zwei und drei.

Berlin zunächst schwach im Abschluss

In Punkto Effektivität blieben aber zunächst die Hausherren eine Klasse für sich. Während Mitchell einen Schlagschuss von Chris Lee geschickt zum 2:1 abfälschte, sprang bei den Gästen trotz 17 Torschüssen nur der eine Treffer heraus.

Im Duell der beiden Top-Sturmreihen Ullmann-Magowan-Mitchell gegen die Berliner Olver-Tallackson-Busch hatten die Mannheimer klar Oberwasser. "Wir müssen die aus dem Spiel nehmen", forderte Eisbär Laurin Braun in der ersten Drittelpause.

Meistergesänge zu früh angestimmt

Aber das gelang nicht: Bei 4:3-Überzahl durfte im Mittelabschnitt Ullmann zum zweiten Mal jubeln, seinen Schuss fälschte der Berliner Sharrow unglücklich ins eigene Tor ab. Ullmann kletterte damit an die Spitze der Scorerwertung in den diesjährigen Playoffs: Sein kongenialer Sturmpartner Magowan wollte sich aber offenbar in dem Klassement nicht abhängen lassen und zog zum 4:2 nach.

Als MacDonald nur Augenblicke später gar der fünfte Treffer gelang, stimmten die Fans auf den Rängen - die es ohnehin schon lange nicht mehr auf den Sitzen hielt - bereits erste Meistergesänge an. Zu früh: Sharrow, Tallackson in Überzahl und Mulock gelang tatsächlich noch der Ausgleich, ehe die Overtime entscheiden musste.

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