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Zuschauer bleiben bei der WM in Schweden aus

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Zuschauer bleiben bei der WM in Schweden aus

11.05.2012, 12:48 Uhr | dpa

Zuschauer bleiben bei der WM in Schweden aus. Der große Zuschauerandrang blieb bei der WM in Stockholm bisher aus.

Der große Zuschauerandrang blieb bei der WM in Stockholm bisher aus. (Quelle: dpa)

Stockholm (dpa) - In Stockholm will keine WM-Stimmung aufkommen. Wenn nicht gerade die Hausherren spielen, zeigen die Fans der 76. Eishockey-Weltmeisterschaft in der schwedischen Hauptstadt die kalte Schulter.

1033, 4162, 2897 - das sind die Zuschauerzahlen bei den ersten drei deutschen WM-Spielen. Zumindest offiziell. Vor allem im ersten Match gegen Italien kamen wohl noch weit weniger in den mehr als 13 000 Zuschauer fassenden Stockholmer Globen. Dort wird bei den Spielen ohne schwedische Beteiligung inzwischen schon der Oberrang abgehangen, um die Peinlichkeit von leeren Rängen zu kaschieren.

Kein Wunder, dass Bundestrainer Jakob Kölliker vor dem Spiel gegen Schweden am Donnerstag gequält fragte: "Wird es denn voll? Das wäre ja schön." Nun, es wurde voll. 11 500 Fans kamen, die Veranstalter meldeten dies als ausverkauft. Obwohl insgesamt eigentlich - laut Weltverband IIHF - 13 850 Zuschauer in der Arena Platz finden. Franz Reindl klärt auf. "So weit ich weiß, wurden alle Plätze für Medien, Kommentatoren und Offizielle abgezogen", sagte der Generalsekretär des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB). Es war das erste Mal, dass das Organisationskomitee bei einem Spiel Schwedens von einem ausverkauften Haus sprechen konnte.

Und dies wohl auch nur, weil die Turnierveranstalter in Stockholm inzwischen Freikarten an jugendliche Eishockeyspieler verteilen, um die Ränge voll zu bekommen. Beim DEB sorgt das für Fassungslosigkeit. "Ich hätte das nie für möglich gehalten", sagte der deutsche Co-Kapitän Alex Barta und schüttelte dabei immer wieder mit dem Kopf. Der Stürmer spielt für Malmö in der zweiten schwedischen Liga.

"Es verwundert in einem Land wie Schweden, in dem Eishockey so populär ist. Deswegen ist die Enttäuschung ja auch so groß, weil man sich wesentlich mehr erwartet hat", befand auch Reindl, der bei der erfolgreichen Heim-WM 2010 Organisationschef gewesen war und derzeit die gemeinsame Bewerbung mit Frankreich für 2017 vorantreibt.

Auch in diesem Jahr findet die WM in zwei Ländern statt: Schweden und Finnland. In Helsinki sind die Hallen voller, allerdings regt sich auch dort Kritik. Sportminister Paavo Arhinmäki forderte bereits die Organisatoren auf, die Preise für das kommende Jahr deutlich zu senken. 2013 findet die WM wieder in beiden Ländern statt. Dann ist Stockholm Hauptspielort und nicht nur Reindl rechnet bis dahin mit Konsequenzen. "Ich erwarte konkrete Veränderungen. Der Weltverband IIHF als Veranstalter kann es sich nicht erlauben, so etwas durchzuziehen. Die IIHF wird hier sicher nicht tatenlos zuschauen."

Vor allem in Stockholm hat sich als verhängnisvoll erwiesen, dass die Organisatoren erst spät reagierten. Bereits vor Monaten hatte es Kritik gegeben, die Tickets seien zu teuer. Schwedische Medien berichteten, das Zuschauer, die das Eröffnungsspiel gegen Norwegen sehen wollten, gezwungen gewesen seien, Karten für drei weitere Spiele zu kaufen. Eine vierköpfige Familie hätte dies bis zu 12 000 Kronen (etwa 1300 Euro) kosten können. Zum Eröffnungsspiel kamen 7700 Fans - offiziell. Die Zahl wurde gar im Laufe des Spiels noch nach oben korrigiert. Schwedische Medien reagierten mit Häme.

Erst da reagierte das Organisationskomitee und verkündete hastig, eine Kategorie von 2400 Karten für die Spiele gegen Deutschland, Dänemark, Italien und Lettland im Preis um je 100 Euro pro Karte zu senken. "Wir haben uns verkalkuliert", gab OK-Chef Christer Englund kleinlaut zu.

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