Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Eishockey-WM > Eishockey-WM - Spielplan >

Eishockey-WM: DEB-Team blamiert sich gegen Norwegen

...

Deutschland kassiert peinliche Klatsche

14.05.2012, 01:12 Uhr | t-online.de, dapd

Deutschland kassiert peinliche Klatsche. Mutlos, planlos, hilflos: das deutsche Team.  (Quelle: dapd)

Mutlos, planlos, hilflos: das deutsche Team. (Quelle: dapd)

 

Bundestrainer Jakob Kölliker hat bei der Eishockey-WM in Stockholm sein persönliches Waterloo erlebt und mit Deutschland die Qualifikation für das Viertelfinale klar verpasst. Die desolat agierende Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) wurde beim 4:12 (0:3, 1:6, 3:3) gegen Norwegen nach allen Regeln der Kunst vorgeführt. Während die Fans auf der Tribüne Hohn und Spott über den Spielern ausgossen, fehlten dem Trainer nach dem Spiel die Worte.

Diese Stars sind bei der WM 2012 dabei

Gerade mal 1.000 Zuschauer hatten sich am Sonntagabend im Stockholmer Globen eingefunden. Und sie sahen ein wahres Schützenfest der Norweger, die durch Tore von Patrick Thoresen (1. Minute, 2., 33.), Martin Roymark (6.), Lars Erik Spets (24.), Jonas Holos (28.), Per-Age Skroder (34., 41.), Mats Trygg (25., 35., 53.) und Mads Hansen (44.) das Dutzend voll machten. Patrick Reimer, Justin Krueger, Marcus Kink und Christopher Fischer sorgten auf deutscher Seite lediglich für Ergebniskosmetik.

Olympia-Qualifikation trotzdem noch möglich

Kaum zu glauben, dass nach so einer Leistung die Direktqualifikation für Olympia 2014 in Sotschi für das Kölliker-Team trotzdem noch möglich ist. Zumindest theoretisch, denn Deutschland muss dafür die WM als Neunter beenden. Dafür wäre allerdings ein Sieg gegen Tschechien im letzten Vorrundenspiel die Mindestvoraussetzung.

Eishockey-WM 2012: Der deutsche Kader

Von der ersten Sekunde an überfordert

Dafür bedarf es aber fast schon eines Wunders. Denn der Auftritt gegen Norwegen glich einer Arbeitsverweigerung. Torhüter Dennis Endras, der die deutsche Mannschaft mit seinen Glanzparaden tags zuvor gegen Dänemark noch im Turnier gehalten hatte, konnte 24 Stunden später das Versagen seiner Vorderleute nicht mehr ausgleichen. Deren desolates Abwehrverhalten wurde bereits in den ersten zwei Spielminuten bestraft: Zweimal stand Thoresen völlig frei, zweimal staubte er einen Abpraller ab. Das Spiel hatte kaum begonnen, da lag Deutschland bereits am Boden.

Das erkannte wohl auch der Bundestrainer, der direkt im Anschluss eine Auszeit nahm, um das völlig demoralisierte Team wieder in die Spur zu bekommen. Doch es nutzte nichts, im Gegenteil: Die DEB-Abwehr präsentierte sich weiter vollkommen indisponiert, lust-, mut- und kampflos. Der nächste Tiefschlag folgte konsequenterweise auf dem Fuße: Holtet ließ die deutschen Verteidiger förmlich stehen und spielte genau im richtigen Moment den Querpass auf Roymark, der nur noch einschieben musste.

Demoralisierter Endras wechselt sich selbst aus

Der weitere Verlauf des Spiels ist schnell erzählt: Auch ein doppelter Torwartwechsel - erst von Endras auf Dimitrij Kotschnew, dann wieder zurück - half nichts. Im zweiten Drittel brach eine Torflut über die Deutschen hinweg, die beinahe surreale Züge annahm, als die Scheiben fast im Minutentakt im Tor einschlugen. Die Norweger konnten dabei die unglaubliche Leichtigkeit des Toreschießens selbst kaum fassen.

Für den negativen Höhepunkt und das Sinnbild der Hilflosigkeit sorgte im Schlussdrittel Dennis Endras: Der Eishockey-Titan der letzten zwei Weltmeisterschaften wechselte sich selbst aus, da Kölliker nicht mehr ins Spiel eingriff, sondern das Debakel still über sich ergehen ließ. Endras fuhr zur Ersatzbank, drosch mit seinem Schläger auf die Bande ein und sackte demoralisiert auf der Bank zusammen. Kotschnew musste nochmals aufs Eis, während Kölliker das Geschehen unkommentiert hinnahm.

Gogulla: "Das war eine absolute Frechheit"

Während die Fans schon während des Spiels mit Sprechchören wie "Finale, Finale" oder "Oh, wie ist das schön" ihre Mannschaft verhöhnten, fand der Bundestrainer auch nach dem Spiel die Sprache nicht wieder. "Ich kann dazu jetzt noch nichts sagen", ließ Kölliker verlauten und verschwand in der Kabine. Wenigstens Philip Gogulla stellte sich und nahm kein Blatt vor den Mund: "Das war eine absolute Frechheit", sagte der Stürmer und richtete den Blick direkt auf das letzte und doch noch wichtige Spiel der Gruppenphase: "Man darf jetzt nicht schwarz malen", übte sich Gogulla in Zweckoptimismus. "Im Kampf um die Olympia-Qualifikation werden wir gegen Tschechien noch einmal alles geben." Zumindest mehr als gegen Norwegen, denn das war die schlechteste Leistung einer deutschen Mannschaft seit vielen Jahren.

 
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
Anzeige
Video des Tages
Zwischenfall in den USA 
Frauen überleben Begegnung mit Güterzug

Der Zug überraschte sie auf einer Brücke, von der sie nicht rechtzeitig wegrennen konnten. Video

Feuer und Flamme 
Brenzlige Situation bei Anti-Terror-Übung

Die chinesische SWAT-Einheit probt im Großaufgebot für den Ernstfall. mehr

Drei-Tages-Wettervorhersage

Shopping 
Tinten- und Druckerpatronen zum Tiefpreis kaufen

Im TÜV-geprüften Onlineshop bereits ab 1,37 € einkaufen - jetzt bei druckerzubehoer.de!

Anzeige

Shopping
Shopping 
Hochwertige Designermode in Größe 42 bis 58 entdecken

Lust auf Neues? Erhalten Sie erste Einblicke in die Herbstkollektion 2014. zum Special

Shopping 
Sommer, Sonne, Strand – finden Sie Ihr perfektes Outfit

Leichte Stoffe, frische Farben und tolle Schnitte. Tauchen Sie ein in die Strandmodewelt von BAUR.

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITBAURCECILmedpexdouglas.deWENZ
Sport von A bis Z

Anzeige