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Eishockey-Idol Schloder wird 65

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Eishockey-Idol Schloder wird 65

11.08.2012, 09:19 Uhr | dpa

Eishockey-Idol Schloder wird 65. Alois Schloder wird 65 Jahre alt.

Alois Schloder wird 65 Jahre alt. (Quelle: dpa)

Hannover (dpa) - Auch vom DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach erwartet Alois Schloder zu seinem 65. Geburtstag kein Geschenk. Das deutsche Eishockey-Idol ist kurz vor seinem Ehrentag wunschlos glücklich. Nur wenn er über seine Sportart spricht, wird Schloder so richtig leidenschaftlich.

Während Olympia kommen bei Alois Schloder all die Erinnerungen an Innsbruck noch einmal hoch. Wenn das deutsche Eishockey-Idol in diesen Tagen den Fernseher einschaltet und die Bilder von den Sommerspielen in London sieht, muss er kurz vor seinem 65. immer wieder an den 14. Februar 1976 denken. Damals gewann das deutsche Team mit Schloder als Kapitän bei den Winterspielen durch ein 4:1 über die USA sensationell Bronze. Der bis heute größte Erfolg eines deutschen Eishockey-Teams überhaupt.

"Die Bronzemedaille bleibt. Das war sensationell. Wenn sie heute in eine Olympia-Stadt kommen, nach Calgary oder Vancouver, dann hängt da ein Bild von unserer Mannschaft. Das ist schon eine tolle Geschichte", erzählt Schloder der Nachrichtenagentur dpa über den größten Moment seiner beeindruckenden Karriere.

Unter den 80 Gästen bei seiner großen Feier am Samstag daheim in Landshut ist von den Teamkameraden von damals nur sein Nachbar dabei: Erich Kühnhackl. "Der Lange" überreichte Schloder im Juli gerade erst den Bayerischen Sportpreis für dessen Lebenswerk. "Der Alois war immer ein ehrlicher und anständiger Sportsmann. Das ist in der heutigen Zeit nicht mehr selbstverständlich", sagte Kühnhackl.

Seinem EV Landshut blieb Schloder aus heutiger Sicht schier unfassbare 23 Jahre am Stück treu. Bis 1986 spielte er ununterbrochen für den EVL, gewann zwei Meisterschaften und schoss in 806 Spielen 496 Tore für seinen Heimatclub. Seit 2005 ist er Mitglied der "Hall of Fame", der Ruhmeshalle des Welteishockeys in Toronto. Schloder war und ist ein Sportidol in ganz Deutschland. "Uns kennen die Leute immer noch nach so einer langen Zeit. Sagen Sie mir mal bitte fünf aktuelle deutsche Nationalspieler. Da wird es doch schon schwierig", erklärte Schloder am 16. Juli bei der Preisverleihung in München.

Wenn er über die Entwicklung seines Sports spricht, kann er so richtig aus der Haut fahren. "Da läuft einiges nicht richtig", brüllt Schloder mit niederbayrischem Dialekt geradezu ins Telefon. "Schauen Sie sich die Zuschauerzahlen an. Früher war in Düsseldorf jedes Spiel ausverkauft. Mindestens 10 000 Zuschauer waren immer da, die Dauerkarten wurden vererbt wie in der NHL. Heute haben die nur noch 5000." Schloder wütet fast.

Schuld hat für ihn in erster Linie die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) und deren Vermarktung. "Mit dem Start der DEL 1994 hatten wir auf einmal einen Ausländeranteil von über 90 Prozent. Die Fans sind ja gar nicht mehr nachgekommen mit dem Trikotkauf, weil jedes Jahr 15 Leute ausgetauscht wurden", schimpft Schloder. Karrieren wie seine, 23 Jahre bei einem Club, das gäbe es doch heute gar nicht mehr.

Und dann die Vermarktung! "Wir waren damals jedes Wochenende präsent auf dem Bildschirm. Den ständigen Ligabetrieb, den findest du heute ja nicht mehr, dadurch dass Eishockey jahrelang nur im Pay-TV gezeigt wurde", echauffiert sich Schloder, der den Weg ins Bezahl-Fernsehen freilich begleitete. Zwischen 1991 und 1997 arbeitete er als Experte nebenbei für das damalige Premiere. Im Hauptjob war er bis 2007 Sportamtsleiter der Stadt Landshut.

Wenn er nicht gerade über Eishockey spricht, ist er als Pensionär mit sich und der Welt sonst im Reinen. Zweimal die Woche spielt er noch Tennis, an zwei weiteren Tagen macht er Zirkeltraining. "Ich wünsche mir nur, dass alles so weitergeht. Ich bin wunschlos glücklich." Geschenke erwartet er auch von seinen prominenten Gästen nicht. Angesagt hat sich etwa der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Wolfgang Niersbach.

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