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Peinliche Suche beendet: Cortina wird der neue starke Mann

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Peinliche Suche beendet: Cortina wird der neue starke Mann

17.09.2012, 15:14 Uhr | sid

Peinliche Suche beendet: Cortina wird der neue starke Mann. Pat Cortina trainiert bis zum Saisonende auch den EHC München. (Quelle: imago)

Pat Cortina trainiert bis zum Saisonende auch den EHC München. (Quelle: imago)

Die Entscheidung ist gefallen. Pat Cortina ist der neue starke Mann im deutschen Eishockey: Der Italo-Kanadier wird bis zum Saisonende 2014/15 in Personalunion Nationaltrainer und Sportdirektor. Mit dieser Entscheidung beendete der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) auf einen Schlag die grotesk lange Suche nach einem Nachfolger des Schweizer Trainers Jakob Kölliker sowie von Sportdirektor Franz Reindl.

Auf Cortina hatte sich das verantwortliche Direktorat aus Vertreten des DEB und der Deutschen Eishockey Liga (DEL) geeinigt. Cortina, der seit 2008 den EHC München trainiert, bleibt zunächst bis zum Ende dieser Spielzeit Coach des DEL-Klubs und übt demnach in den kommenden Monaten gar eine Dreifachfunktion aus. Für den DEB ist dies kein Hindernis. "Pat hat uns mit einem Konzept überzeugt, das sich mit unseren Vorstellungen deckt", sagte Präsident Uwe Harnos.

Ungarn auf Spitzen-Niveau geführt

"Es ist mir eine Ehre. Die Chance, für eine der besten Mannschaften der Welt tätig zu sein, muss ich wahrnehmen", sagte Cortina. Nach dem WM-Desaster in Schweden und Finnland mit Platz zwölf sowie der verpassten direkten Olympia-Qualifikation eine gewagte Einschätzung. Cortina hat in seiner Vita Stationen als Nationaltrainer in Italien und Ungarn stehen. Der 48-Jährige habe laut DEB "die ungarische Nationalmannschaft an das Spitzen-Niveau des Welteishockey geführt" und soll nun den DEB-Karren wieder flott bekommen.

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Beim kommenden Länderspiel gegen Österreich in Wien wird er aber nur eine Ansprache an die Mannschaft halten. Gecoacht wird das Team von Co-Trainer Ernst Höfner und Teammanager Klaus Merk. Er sei ein "renommierter Fachmann", sagte Harnos über Cortina.

Riskante Verpflichtung

Seine recht langfristige Verpflichtung erscheint angesichts eines nicht ausgeschlossenen Scheiterns in der Olympia-Qualifikation im Februar 2013 dennoch riskant. Denn mit der Teilnahme an den Spielen im russischen Sotschi 2014 steht und fällt die Zukunft und die Reputation der Nationalmannschaft ebenso wie die des Verbandes. Für die Suche nach dem neuen Bundestrainer hatten die Eishockey-Bosse zwei Monate gebraucht, nachdem sie zuvor zwei Monate benötigten, um Kölliker zu entlassen.

Selbst Nationalspieler, in vorderster Front Torhüter Dennis Endras, äußerten kopfschüttelnd ihr Unverständnis, dass bei Saisonstart noch kein Bundestrainer gefunden worden war. "Das ist eigentlich nicht zu fassen", sagte Endras: "Im Fußball wäre so etwas undenkbar."

Umständliche Trainersuche

Die Fahndung nach einem Sportdirektor lief gar seit dem Frühjahr 2011. Damals war Reindl entmachtet und auf den Posten des Generalsekretärs weggelobt worden. Dass Cortina auch diese Position einnimmt, ist überraschend. Er soll künftig "das komplette Sportprogramm des DEB verantworten" und wird "erster Ansprechpartner in sämtlichen sportpolitischen Fragen" sein. Der DEB-Trainerstab werde "an ihn berichten."

Plötzlich ist zumindest für ein Jahr die Doppelfunktion salonfähig, gegen die sich der DEB noch vehement wehrte, als 2011 über eine Vertragsverlängerung mit Erfolgscoach Uwe Krupp verhandelt worden war. Es ist auch nicht lange her, dass Krupp noch einmal das Modell als ungeeignet bezeichnete, weil er glaube, "dass ein Coach in Doppelfunktion viel zu viel Gegenwind ertragen müsste." Ohnehin ist das Modell eines Maßnahmentrainers im deutschen Sport einzigartig. Ob es Erfolg bringt, wird sich zeigen.

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