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DEL-Wintergame: Impulsgeber für das Eishockey

04.01.2013, 11:26 Uhr | dpa

DEL-Wintergame: Impulsgeber für das Eishockey. Eine Eismaschine verwandelt das Spielfeld in Nürnberg in eine Spielfläche für das Eishockey Winter Game.

Eine Eismaschine verwandelt das Spielfeld in Nürnberg in eine Spielfläche für das Eishockey Winter Game. (Quelle: dpa)

Nürnberg (dpa) - Für so manchen ist es eine Reise zurück in die Kindheit. Abgebrühte Eishockey-Profis, die einst auf zugefrorenen Seen unter freiem Himmel spielten, beschwören diese Romantik von neuem.

"Als junger Bursche habe ich Eishockeyspielen in der Natur gelernt. Beim DEL-Wintergame kommen Erinnerungen daran auf", meinte Peter John Lee, der Manager der Eisbären Berlin. Der deutsche Meister tritt zum ersten Wintergame der Deutschen Eishockey Liga (DEL) am Samstag bei den Nürnberg Ice Tigers an.

Deren neuer Trainer Bengt-Ake Gustafsson ließ sich ebenfalls von der Nostalgie anstecken: "Als Kinder haben wir immer draußen gespielt, jeden Tag. Wir sind aus der Schule gekommen, haben unsere Schlittschuhe angezogen und sind aufs Eis gegangen."

Der Unterschied zu damals: Die Spieler jagen dem Puck im Frankenstadion, eigentlich Heimat des Fußball-Bundesligisten 1. FC Nürnberg, vor wohl 50 000 Zuschauern hinterher - das ist europäischer Rekord für ein Eishockey-Ligaspiel unter freiem Himmel. "Der Rekord steht. Wir haben bislang 48 000 Tickets verkauft", berichtete Nürnbergs Geschäftsführer Lorenz Funk. Die bisherige Höchstmarke von 36 444 Zuschauern unter freiem Himmel erzielte am 5. Februar 2011 in Helsinki das Spiel zwischen Jokerit und IFK Helsinki.

Das erste Wintergame der DEL soll der Saison-Höhepunkt mitten in der laufenden Spielzeit sein und orientiert sich am amerikanischen Vorbild der NHL-Winterclassics. DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke knüpft hohe Erwartungen an das Spektakel. "Das ist für uns wie ein nachträglicher Sylvesterknaller, von dem wir uns einen starken Impuls für unseren Sport erhoffen", sagte Tripcke. Er will dem Eishockey in Deutschland nachhaltig mehr mediale Aufmerksamkeit verschaffen.

Im Vergleich zur Heim-WM 2010, als der erhoffte Boom ausblieb, sieht er nun bessere Voraussetzungen für einen Popularitätsschub. "Wir haben alles getan, um den Sport so gut wie möglich zu präsentieren", verkündete Tripcke, "nach der WM war eine lange Pause. Wir erleben aber mitten in der Saison eine Fortsetzung ohne Abfall."

Wie in Nordamerika wird das Spiel in ein imposantes Rahmenprogramm mit fast fünf Stunden Musik und einem sogenannten Alumni-Game eingebettet. Eishockey-Legenden wie Erich Kühnhackl, Dieter Hegen, Franz Reindl, Joseph "Peppi Heiß", oder Jürgen Rumrich greifen noch einmal zum Schläger. Die Rockband The Bosshoss soll das Publikum ebenfalls in Wallung bringen. Gitarrist Hoss Powe ist sich schon jetzt sicher: "Wenn beim DEL Winter Game 50 000 Menschen am Start sind, dann wackelt ganz Nürnberg."

Knapp vier Wochen vor Beginn des Großereignissen begannen die Auf- und Umbauarbeiten im Stadion. Immerhin muss ein Fußball-Feld in eine Eishockey-Spielfläche verwandelt werden. Eine 2500 Quadratmeter große Wabenkonstruktion aus Holzpaneelen bildet im Frankenstadion den Untergrund. Das Eis ist sieben Zentimeter dick, es wird mit drei Kältemaschinen auf minus zehn Grad abgekühlt, auch bei plus 15 Grad wird es noch bespielbar sein. Für die Eistechnik ist eine österreichische Spezialfirma zuständig, die bereits beim WM-Eröffnungsspiel 2010 in der Arena Auf Schalke tätig war.

Die Veranstalter fürchten nichts mehr als starken Regen am Spieltag, denn dann rutscht der Puck nicht mehr über das Eis. Im Notfall sollen Eismaschinen das Regenwasser zum Gefrieren bringen. Möglich gemacht hat das Eisspektakel, dessen Kosten bei gut einer Million Euro liegen sollen, vor allem Thomas Sabo, der Hauptsponsor der Ice Tigers. "Wir sind unheimlich stolz, dass aus unserer Vision nun Wirklichkeit geworden ist", freute sich der Initiator.

Eisbären-Spielführer André Rankel ist einer der Wenigen, die eine solche Atmosphäre kennen. Er spielte mit, als die DEB-Auswahl bei der Heim-WM 2010 vor fast 78 000 Fans in der Arena auf Schalke die USA 2:1 besiegte. "Schon beim Warmmachen hatte man das Gefühl, Teil eines sehr bedeutenden Ereignisses zu sein", befand der Berliner Stürmer.

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