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Eishockey: DEB-Team braucht Turniersieg für Olympia-Qualifikation

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DEB-Auswahl bei Olympia-Qualifikation Favorit

07.02.2013, 11:47 Uhr | dpa

Eishockey: DEB-Team braucht Turniersieg für Olympia-Qualifikation. Pat Cortina will die Gegner nicht unterschätzen.

Pat Cortina will die Gegner nicht unterschätzen. (Quelle: dpa)

Der Druck ist groß, die Nervosität hoch. Im Qualifikations-Turnier für Olympia 2014, das von Donnerstag bis Sonntag in Bietigheim stattfindet, ist das deutsche Eishockey-Team trotz einiger Ausfälle Favorit. Bundestrainer Cortina mahnt auch gegen den Exoten Niederlande zum Auftakt zu höchster Konzentration.

Pat Cortina will bloß nicht in die Geschichte des deutschen Eishockeys eingehen. Zumindest noch nicht diese Woche. Denn dies würde bedeuten, dass der Italo-Kanadier der erste Bundestrainer wäre, unter dem eine Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) eine Olympia-Qualifikation verpasst hätte. Noch nie hat Deutschland ein Qualifikationsspiel verloren. Damit das so bleibt und spätestens am Sonntag in Bietigheim-Bissingen das Ticket für Olympia 2014 gelöst werden kann, mahnte der 48-Jährige Eishockey-Coach vor der vermeintlichen Pflichtaufgabe zu höchster Konzentration.

Erster Gegner Niederlande

Mit eindringlichen Worten warnte der neue Eishockey-Bundestrainer sein ersatzgeschwächtes Team vor allem vor dem Auftaktspiel am Donnerstag gegen den klaren Außenseiter Niederlande. "Die Niederlande ist ein absolut gefährlicher Gegner. Die werden stark gecoacht", sagte der Italo-Kanadier vor dem Duell mit dem Weltranglisten-24., gegen den Deutschland noch nie verloren hat. "Wir müssen jeden Gegner respektieren. In einem einzigen Spiel kann immer alles passieren", warnte Cortina dennoch.

Deutschland ist auch am Freitag gegen Italien und am Sonntag gegen Österreich Favorit. Als Turniersieger wäre Deutschland in einem Jahr in Russland dabei und träfe bei der 17. Olympia-Teilnahme in Serie in der Vorrunde auf Tschechien, Schweden und die Schweiz. "Wir denken positiv und gehen fest davon aus, dass wir es schaffen. Wir haben keine so schlechte Mannschaft und wollen unser Ziel erreichen", bekräftigte Kapitän Michael Wolf. Der Iserlohner hat derzeit mit einer leichten Erkältung zu kämpfen, ist am Donnerstag aber dabei.

Wolf ist einer von zwölf Cracks, die im Vergleich zur verkorksten WM im Vorjahr unter Cortina-Vorgänger Jakob Kölliker neu im DEB-Kader sind. Im Mai 2012, als Deutschland bei der Eishockey-WM in Stockholm als Zwölfter das Viertelfinale und die direkte Olympia-Qualifikation verpasst hatte, war Wolf verletzt. Auch diesmal fehlen in Thomas Greilinger, Frank Hördler, Christoph Schubert, Christoph Ullmann (alle verletzt), John Tripp (nicht berücksichtigt) und den NHL-Stars viele Leistungsträger.

An ein erstmaliges Scheitern denkt dennoch niemand. "Wir sind nur mit einem Gedanken hierher gefahren: Das Turnier zu gewinnen", bekräftigte Wolf. Auch mit Italien und Österreich hat Deutschland gute Erfahrung. Gegen beide Nationen setzte sich der DEB in der jüngeren Vergangenheit schon knapp in der Olympia-Qualifikation durch. Vor 13 Jahren gegen Italien bescherte ein Tor von Mirko Lüdemann acht Sekunden vor dem Ende den Einzug in die dann auch erfolgreiche zweite Qualifikationsrunde für Olympia in Salt Lake City 2002.

Gegen Österreich gewann Deutschland vor vier Jahren durch ein Tor von John Tripp mit 2:1. Auf den Kölner verzichtete Cortina diesmal "aus taktischen Gründen", will trotzdem aber auch in Zukunft wieder auf den 35 Jahre alten Routinier zählen.

Auch vor dem für den DEB so wichtigen Turnier in dieser Woche schürte Cortina wieder den Konkurrenzkampf. Noch entschied sich der Italo-Kanadier nicht, wer aus dem aktuellen 24-Mann-Kader weichen muss. Am Mittwochabend teilte der Eishockey-Verband mit, dass Cortina für das Turnier zunächst nur 22 Spieler nominiert hat. Die beiden Verteidiger Bernhard Ebner und Sinan Akdag wurden noch nicht beim Internationalen Eishockeyverband (IIHF) registriert, einer von beiden kann aber noch nachnominiert werden. Auch welcher Torhüter gegen die Niederlande beginnt, ist noch unklar. "Sicher ist nur, dass mehr als einer in den drei Spielen zum Einsatz kommt", sagte der Bundestrainer.

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