Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport > Eishockey >

Historisches Olympia-Aus für deutsche Eishockey-Cracks

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Herber Rückschlag für deutsche Puckjäger

10.02.2013, 20:05 Uhr | dpa, sid

Historisches Olympia-Aus für deutsche Eishockey-Cracks. Eis-Titan Dennis Endras ist nach dem Aus wie versteinert. (Quelle: imago/GEPA Pictures)

Eis-Titan Dennis Endras ist nach dem Aus wie versteinert. (Quelle: imago/GEPA Pictures)

Erstmals in der Geschichte des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) hat die Nationalmannschaft die Qualifikation für Olympia verpasst. Das DEB-Team gewann im entscheidenden Qualifikationsspiel gegen Österreich zwar 3:2 nach Verlängerung (1:0, 0:1, 1:1; 1:0). Allerdings ist dieser Erfolg nichts wert, da die Alpenrepublik zwei Spiele in der regulären Spielzeit für sich entschied und daher mehr Punkte erzielte. "Die Nationalhymne hören zu müssen, wenn das Olympia-Ticket vergeigt ist, ist das Schlimmste, was ich je erlebt habe", sagte Verteidiger Felix Petermann.

Deutschland siegte nur gegen die Niederlande mit 5:1. Nach der 1:2-Pleite nach Verlängerung gegen Italien hätte die DEB-Auswahl daher in der regulären Spielzeit gegen Italien gewinnen müssen. Durch den Sieg erst in der Verlängerung fährt nun Österreich zu den Winterspielen 2014 nach Sotschi, der DEB ist erstmals seit 1948 nicht dabei. Nach dem 2. Weltkrieg durfte Deutschland jedoch aus politischen Gründen nicht antreten.

Zu viele Chancen bleiben ungenutzt

362 Tage vor der Eröffnungsfeier reichten die Tore des Wolfsburgers Benedikt Kohl (19.) und des Iserlohners Michael Wolf (47.) in der regulären Spielzeit nicht zum Sieg gegen den Nachbarn. Der Österreicher Andre Lakos (32.) und Markus Peintner (53.) besiegelten das Olympia-Aus. Der deutsche Siegtreffer von Patrick Reimer (63.) in der Verlängerung war somit wertlos.

Das Team von Bundestrainer Pat Cortina bot über weite Strecken seine beste Turnierleistung. Schnörkellos und taktisch deutlich disziplinierter als in den Partien zuvor dominierte die DEB-Auswahl das Geschehen, ließ aber erneut viele Chancen aus. Das rächte sich am Ende. "Es ist sehr, sehr schade. Das Herz schmerzt", sagte DEB-Generalsekretär Franz Reindl.

Das Aus wiegt auch finanziell schwer

Für den DEB wird damit ein Horrorszenario wahr. Drei Jahre nach der grandiosen Heim-WM mit Platz vier und dem historischen Sieg gegen den Rekordweltmeister Russland 2011 liegt der deutsche Eishockey am Boden. "Bei Olympia musst du dabei sein, sonst bist du keine richtige Sportart", sagte Reindl. "Nirgends hast du mehr Fernsehpräsenz."

Nicht nur der Imageverlust ist enorm, auch die finanziellen Folgen treffen den wirtschaftlich nicht auf Rosen gebetteten Verband womöglich hart. Es droht eine Kürzung der öffentlichen Förderung, auch die Sponsorensuche für die Nationalmannschaft wird künftig schwieriger. "Die Olympischen Spiele sind die große Bühne, dort hast du weltweite Präsenz. Das hätte die Verhandlungen leichter gemacht", erklärte DEB-Präsident Uwe Harnos.

Kein Trainerwechsel

Dennoch wird es wohl vorerst keine personellen Konsequenzen geben. Der Verband will auch nach der verpassten Olympia-Qualifikation weiter mit dem bisherigen Bundestrainer zusammenarbeiten. Das bestätigten Harnos und Reindl. "Ja, jetzt spielen wir erstmal die WM im Mai", sagte Präsident Harnos auf die Frage, ob man trotz des erstmaligen Scheiterns eines DEB-Männerteams in einer Olympia-Qualifikation weiter mit Cortina arbeiten werde. "Ja, natürlich", hatte Generalsekretär Reindl geantwortet.

Auch Cortina ließ keinen Zweifel daran, weiter machen zu wollen: "Selbstverständlich, ich habe ja einen Vertrag und bin froh, hier zu sein." Cortina, der in dieser Saison auch den EHC München aus der Deutschen Eishockey-Liga betreut, hatte im vergangenen Jahr einen Dreijahreskontrakt als Trainer und Sportdirektor erhalten.

Deutsche Damen in Sotschi dabei

So vertreten nur die Eishockey-Frauen die deutschen Farben in Sotschi. Sie gewannen beim Ausscheidungsturnier in Weiden auch ihr letztes Spiel mit 5:0 (1:0, 2:0, 2:0) gegen das punktlose Schlusslicht Kasachstan. Nina Kamenik (7./21.) und Andrea Lanzl (53./59.) trafen doppelt, außerdem war Sophie Kratzer (34.) erfolgreich.

Die Partie hatte nur noch statistische Bedeutung. Die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) hatte sich bereits durch die Siege gegen China (3:1) und Tschechien (3:1) zum dritten Mal nach 2002 und 2006 für Winterspiele qualifiziert. Frauen-Eishockey gehört erst seit 1998 zum olympischen Programm.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Dumme Idee 
Sprung auf Hai zeugt nicht gerade von Intelligenz

Diese Aktion hätte auch gerne in die Hose gehen können. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Auf flachen Sohlen - Schuhe für die kühle Jahreszeit

Angesagte Stiefel, trendige Schnürer, klassische Stiefeletten u.v.m. jetzt entdecken bei BAUR.

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal