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Adler auf Betriebstemperatur - Hamburger mit Identität

23.03.2013, 14:02 Uhr | dpa

Adler auf Betriebstemperatur - Hamburger mit Identität. Hamburgs Marius Möchel scheitert an Eisbären-Keeper Rob Zepp.

Hamburgs Marius Möchel scheitert an Eisbären-Keeper Rob Zepp. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Es war ein Sieg der Moral und zugleich ein Erfolg für die Eishockey-Geschichtsbücher: Mit dem 3:2 bei den Grizzly Adams Wolfsburg glichen die Adler Mannheim in der Best-of-Seven-Serie in den Viertelfinal-Playoffs um die deutsche Eishockey-Meisterschaft zum 1:1 aus.

Erst in der dritten Verlängerung erzielte Matthias Plachta in der 106. Minute das entscheidende Tor für den Hauptrunden-Ersten - in der Rangliste der längsten Playoff-Spiele der DEL-Geschichte rangiert die Partie damit auf dem fünften Platz. Meister Eisbären Berlin erlebt ebenfalls keinen Spaziergang durch die erste K.o.-Phase.

Die Hallenuhr zeigte 23.41 Uhr, als der Mannheimer Plachta den Puck im Tor versenke und damit sein Team vor einem kompletten Fehlstart in die Playoffs bewahrte. Große Freude wollte bei den Adlern dennoch nicht aufkommen - alle Protagonisten hatten bereits das dritte Spiel vor Augen. Nur rund 38 Stunden bleiben den Profis, ehe die Partie am Sonntag um 14.30 Uhr in Mannheim beginnt.

"Die Jungs müssen jetzt viel essen und trinken. Zudem werden wir ein wenig auslaufen", sagte Mannheim-Trainer Harold Kreis. "Für uns gilt es jetzt, den unbedingten Willen wieder aufzubauen." Sein Wolfsburger Kollege Pavel Gross meinte: "Trotz der Niederlage können wir stolz auf unsere Leistung sein. Wir haben in dieser Saison schon mehrere Rückschläge weggesteckt. Nun gilt es, die Kräfte zu sammeln."

Dass es für den deutschen Meister aus Berlin schwer werden wird, zum siebten Mal den Titel der Deutschen Eishockey Liga (DEL) an die Spree zu holen, zeigten die ersten beiden Partien gegen die Hamburg Freezers. Innerhalb von zwei Minuten hatten die Norddeutschen im letzten Drittel aus einem 1:3-Rückstand ein 4:3 gemacht. Der letzte Treffer von Jerome Flaake 25 Sekunden vor Schluss war vor 9180 Fans die Zugabe. 18 Sekunden vor Schluss gab es eine Massenschlägerei auf dem Eis, die mit insgesamt 109 Strafminuten geahndet wurde.

"Wir hatten es selber in der Hand", analysierte Eisbären-Kapitän André Rankel. "Wir sollten die Niederlage nicht dramatisieren, das war nur ein Spiel und am Montag machen wir genau das, was wir in den ersten 56 Minuten heute gemacht haben." Hamburgs Trainer Benoît Laporte entgegnete: "Ich denke, unsere Mannschaft hat ihre Identität für die Playoffs gefunden. Das ist sehr wichtig."

Der ERC Ingolstadt revanchierte sich für die Schlappe im ersten Spiel und bezwang diesmal die Krefeld Pinguine mit 4:1. Auch die Straubing Tigers drehten den Spieß um und schlugen die Kölner Haie 5:2. In allen vier Viertelfinal-Duellen steht es damit 1:1. Für den Sprung in die Runde der besten Vier sind vier Siege nötig.

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