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DEL-Finale: "Technisches Tor" entscheidet Auftakt zugunsten Berlins

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Schienbein-Treffer und "Technisches Tor" entscheiden erstes Finale

15.04.2013, 07:41 Uhr | t-online.de, dpa

DEL-Finale: "Technisches Tor" entscheidet Auftakt zugunsten Berlins. Jubelnde Eisbären unter sich (Quelle: dpa)

Jubelnde Eisbären unter sich (Quelle: dpa)

Titelverteidiger Eisbären Berlin hat den ersten Schritt auf dem Weg zum siebten Titel in der Deutschen Eishockey Liga gemacht. Die Hauptstädter gewannen die Auftaktpartie der Best-of-Five-Serie mit 4:2 (1:0,1:1,2:1) bei den Kölner Haien.

Die Eisbären setzten vor 18.650 Zuschauern in der ausverkauften Arena die Gastgeber sofort unter Druck. In der sechsten Minute verhinderte noch die Latte bei einem Schuss von Tyson Mulock die Gäste-Führung, doch vier Minuten später erzielte Top-Scorer Julian Talbot seinen fünften Playoff-Treffer.

Eisbären mit dem besseren Start

"Wer das erste Tor schießt, wird sich durchsetzen", hatte Kölns Coach Uwe Krupp vorher prognostiziert, und er sollte recht behalten. Zu stark präsentierten sich die Berliner, kamen im Auftakt-Drittel zu 19:6 Torschüssen und hätten ihre Führung ausbauen müssen. Die Kölner wirkten dagegen zunächst gehemmt und unsicher.

Doch die Haie kamen verändert aus der Kabine. Und als Andreas Falk nach 23 Minuten zum 1:1 traf, war die Überlegenheit der Eisbären verflogen. Die Kulisse in der voll besetzten Arena peitschte die Haie weiter nach vorn. Umso überraschender fiel die erneute Führung der Berliner: Nach einem Abwehrfehler von Trainersohn Björn Krupp ließ sich TJ Mulock die Chance in der 39. Minute nicht entgehen.


Sturm im Pech

Als dann auch noch der mit 1006 NHL-Partien erfahrenste Kölner Marco Sturm einen Hinter-Tor-Schuss von Darin Olver mit dem Schienbeinschoner ins eigene Tor lenkte, war die Vorentscheidung gefallen. "Berlin war anfangs sehr überlegen, wir sind ein bisschen zu nervös gestartet. Der Druck war groß, für viele war es eine neue Situation", sagte der Kölner Felix Schütz.

In einer dramatischen Schlussminute verkürzte zwar Andreas Falk noch einmal zum 2:3, doch ein kurioser Treffer zerstörte dann die letzten Hoffnungen der Gastgeber: André Rankel wurde bei einem Konter allein auf das Tor zulaufend gefoult und traf nur den Pfosten des leeren Tores. Dennoch entschieden die Referees entsprechend des Regelwerkes auf "Technisches Tor": Die Entscheidung war perfekt. "Wir waren das bessere Team. Aber ich denke, es wird eine lange Serie", sagte TJ Mulock.


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