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Eishockey-WM 2013: Zaubertor befreit Deutschland vom Druck

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Deutschland befreit sich vom Klavier auf dem Rücken

10.05.2013, 07:48 Uhr | t-online.de

Eishockey-WM 2013: Zaubertor befreit Deutschland vom Druck. Matchwinner: Torschütze Marcus Kink (links) wird von Yannic Seidenberg geherzt. (Quelle: dpa)

Matchwinner: Torschütze Marcus Kink (links) wird von Yannic Seidenberg geherzt. (Quelle: dpa)

Aus Helsinki berichtet Marc L. Merten

Ein Zaubertor hat die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft vor der großen Depression gerettet und dem Minimalziel bei der WM in Helsinki ein entscheidendes Stück näher gebracht. Die Leistung beim 2:0-Sieg gegen Österreich gibt aber zu denken. Denn der Klassenerhalt ist noch längst nicht geschafft.

Es lief die 37. Spielminute, als sich Marcus Kink in der neutralen Zone den Puck schnappte, von John Tripp mustergültig freigeblockt wurde, sich durch zwei österreichische Gegenspieler dribbelte und den Puck zum Abschluss ins langen Eck schlenzte.

"Das sieht man gerne noch mal in Zeitlupe"

"Eines der schönsten Tore bisher bei der WM", schwärmte Kapitän Christian Ehrhoff hinterher. Und der Torschütze selbst gestand, noch mal zum Videowürfel hinauf geschaut zu haben. "Das sieht man gerne noch mal in der Zeitlupe." Und weil Kink sich in den Schlusssekunden des Spiels auch noch für das zweite Tor verantwortlich zeichnete, wurde er zum Spieler des Spiels gewählt.

Kinks wunderschönes Solo leitet deutschen Sieg ein

Das Team von Bundestrainer Pat Cortina feiert gegen Österreich seinen ersten Sieg bei der WM in Schweden und Finnland.

Deutschland feiert gegen Österreich den ersten WM-Sieg.


Diese Auszeichnung hatte sich allerdings auch Torhüter Rob Zepp verdient. Denn einzig ihm war es anzurechnen, dass seine Teamkollegen in Minute 37 den Führungs- und nicht den Ehrentreffer bejubeln durften. 21 Schüsse hatte er bis dahin bereits abgewehrt und blieb auch bis zum Ende ohne Gegentreffer. "Rob war außergewöhnlich", lobte Bundestrainer Pat Cortina seine Nummer eins, die gegen die Slowakei trotz ansonsten herausragender Leistung zwei Treffer verschuldet hatte. "Es geht immer darum, zurückzukommen. Das macht einen Charakter aus", sagte Zepp auf dem Weg in die Kabine stolz.

Haarsträubende Fehler in der Defensive

Weniger stolz durften dagegen seine Vorderleute auf die gezeigte Leistung sein. Die deutsche Defensive schien gegen den Erzrivalen lange Zeit von allen guten Geistern verlassen und leistete sich bis ins Schlussdrittel hinein haarsträubende Fehler. Überdies kassierte das DEB-Team insgesamt sieben Strafzeiten und machte sich so gegen biedere Österreicher das Leben nur noch unnötig schwerer.

"Wir waren zu nachlässig, waren immer einen Schritt zu langsam", kritisierte Cortina und musste eingestehen: "Österreich war die meiste Zeit das bessere Team." Doch in den entscheidenden Momenten hatte Deutschland entweder einen Rob Zepp, einen Marcus Kink oder schlichtweg Hilfe von ganz oben. "Wir hatten heute das Quäntchen Glück, das uns bislang gefehlt hat", gab Ehrhoff zu. Michael Wolf sprach zwar von "unserem schlechtesten Spiel bislang", im gleichen Atemzug aber auch von "ausgleichender Gerechtigkeit". Schließlich hatte Deutschland gegen die Top-Nationen Finnland, Russland und die Slowakei mindestens ebenso viel Pech gehabt wie gegen Österreich Glück.

Der Druck lastet schwer

Gegen Österreich war Deutschland aber erstmals als Favorit aufs Eis gegangen. Und zudem mit der verpassten Qualifikation für die Olympischen Spiele 2014 im Hinterkopf, die der Gegner auf so bittere Art und Weise im Februar verursacht hatte. Von einer Revanche hatten zwar nur die wenigsten Spieler gesprochen. Das Thema war aber trotzdem in aller Munde. Entsprechend schwer lastete der Druck auf den Schultern der Deutschen. Nicht noch einmal wollte sich der DEB gegen den Nachbarn blamieren.

"Wir hatten ein Klavier auf unserem Rücken", gestand der Bundestrainer. Und auch für Wolf waren die Probleme in den ersten beiden Dritteln vor allem Kopfsache: "Das hat man uns angesehen." Müde waren zwar die wenigsten Spieler, doch Cortina hatte nach vier Spielen in sechs Tagen erwartet, dass ein Tief kommen würde. "Aber wir haben das schlechte Spiele gewonnen. Deswegen liegt hoffentlich noch viel Gutes auf unserem Weg."

"Wir haben noch höhere Ziele"

Mit dem 2:0 steht nun zumindest der erste Sieg des WM-Turniers und damit vier Punkte auf der Habenseite. Die Abstiegszone ist damit freilich noch nicht verlassen. Denn am Samstag (ab 15.15 Uhr im t-online.de Live-Ticker) geht es gegen Lettland, den aktuell punktlosen Letzten. "Erst nach diesem Spiel können wir mehr sagen", beharrte Cortina. "Den Abstieg haben wir noch nicht verhindert."

Der größte Druck ist also weg. Ob das Zaubertor von Kink allerdings auch der erhoffte Befreiungsschlag war, das muss die Mannschaft gegen die Letten nachweisen. "Das Ziel ist, das Turnier besser abzuschließen als wir es begonnen haben", gab Cortina die Richtung vor. Und der Torschütze pflichtete bei: "Wir haben noch höhere Ziele. Wir müssen weiter Gas geben. Dann geht unser Weg noch weiter."

Der Spielplan zur Eishockey-WM 2013

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