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Harnos: "Müssen jetzt schon Heim-WM 2017 im Auge haben"

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Eishockey  

Harnos: "Müssen jetzt schon Heim-WM 2017 im Auge haben"

08.11.2013, 11:16 Uhr | dpa

Harnos: "Müssen jetzt schon Heim-WM 2017 im Auge haben". Uwe Harnos nimmt im Interview der dpa Stellung zu seinen vielen Kritikern.

Uwe Harnos nimmt im Interview der dpa Stellung zu seinen vielen Kritikern. Foto: Andreas Gebert. (Quelle: dpa)

München (dpa) - Noch hat sich der Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), Uwe Harnos, noch nicht entschieden, ob er 2014 bei den Vorstandswahlen noch einmal antritt.

Im Interview der Nachrichtenagentur dpa bezieht Harnos Stellung zu seinen vielen Kritikern, den Herausforderungen nach dem Olympia-Aus und der umstrittenen Vergabe des Weltverbandes der WM 2014 nach Weißrussland.

Bundestrainer Cortina ist beim Deutschland Cup erstmals nicht mehr auch für den EHC München verantwortlich. Wir wirkt sich das aus?

Harnos: Es ist ja nicht so, dass er nur Bundestrainer ist. In erster Linie ist er auch Sportdirektor und will und soll das Notwendige für die Zukunft auf den Weg bringen. Wir müssen ja jetzt schon die Heim-WM 2017 im Auge haben.

Haben Sie also höhere Erwartungen an seine Arbeit als Sportdirektor als an die als Bundestrainer?

Harnos: Da gibt es immer den Spagat zwischen der Perspektive, den mittel- und langfristigen Konzepten, der guten Arbeit und dem Erfolg. Konzepte sind längerfristig angelegt und da muss man auch Geduld haben und ihm die Zeit geben. Die Öffentlichkeit schaut immer nur auf Platzierungen und Medaillen. Das ist in jeder Sportart so, aber es zählt ja etwas anderes. Natürlich wollen wir Erfolg haben und dies langfristig und deshalb muss der Weg stimmen. Daher haben wir uns für Pat Cortina entschieden, weil wir ihm das zutrauen. Bei der WM hat es gepasst und auch im Umfeld passen seine Ideen und Veränderungen.

Vor der WM lag aber auch die erstmalige Nicht-Qualifikation für Olympia unter Cortina. Wie bewerten Sie das?

Harnos: Das hatte mehrere Ursachen. Klar kann man es nicht schönreden, dass wir zum ersten Mal nicht bei Olympia dabei sind. Aber seine Arbeit machen wir nicht nur daran fest.

Nach dem Olympia-Aus gab es etliche Forderungen nach Ihrem Rücktritt. Wie bewerten Sie das mit einigen Monaten Abstand?

Harnos: Es kann jeder seine Meinung äußern. Das Thema ist für mich erledigt. Dass die Mannschaft sich nicht qualifiziert hat, haben wir unabhängig davon aufgearbeitet.

Sie haben sich also nicht selbst hinterfragt?

Harnos: Doch das habe ich. Man muss ja selbstkritisch sein.

Es wurden einige Ihrer Entscheidungen konkret kritisiert: Das Aus als Sportdirektor für Franz Reindl, die Entscheidung, Uwe Krupp ziehen zu lassen, weil Sie die Doppelfunktion als Club- und Bundestrainer nicht wollten, um dann aber in Pat Corina doch wieder einen Trainer in Doppelfunktion zu verpflichten...

Harnos: Die Entscheidung, dass Uwe Krupp nicht gleichzeitig Sportdirektor und Trainer in Köln und weiter Bundestrainer sein kann, hat ja nicht Uwe Harnos alleine entschieden. Da gab es zeitlich deutlich vorher eine Übereinstimmung zwischen DEL und DEB, dass eine Doppelfunktion als Vereins- und Bundestrainer nicht gewünscht ist. Pat Cortina haben wir - das Direktorat paritätisch besetzt von DEL und DEB - trotzdem verpflichtet, weil er erklärt hat, seinen Vertrag in München zu beenden und dann voll und ganz für unsere Linie zur Verfügung zu stehen. Diese Entscheidung kann man nicht nur Uwe Harnos zuschreiben. Hätten wir bei der WM 2012 unter Jakob Kölliker besser abgeschnitten, hätten wir auch kein Olympia-Qualifikationsturnier spielen müssen. Da gehört schon mehr dazu als Einzel-Entscheidungen. Sich einen Schuldigen zu suchen, ist einfach.

Sie haben es bislang offen gelassen, ob Sie im Sommer bei den DEB-Vorstandswahlen wieder antreten. Kandidieren Sie?

Harnos: Die Mitgliederversammlung ist Mitte Juli. Bis dahin ist noch viel Zeit.

Bis wann wollen Sie sich entscheiden?

Harnos: Ich werde mich da nicht unter Druck setzen und auch nicht unter Druck setzen lassen.

Im Mai steht die WM in Weißrussland an, einem Land mit totalitärem Regime. Die Vergabe hat Kritik ausgelöst. War die Entscheidung des Weltverbandes richtig?

Harnos: Die WM-Vergabe liegt ja schon lange zurück. Die Frage, ob man Sport-Großveranstaltungen in Ländern austrägt, die man kritisch betrachten muss, lässt sich nur schwer mit ja oder nein beantworten. Die Frage ist immer: Kann ich den Menschen in so einem Land nicht helfen, wenn es mediale Aufmerksamkeit gibt oder ist ein Boykott der richtige Weg?

Sind kritische Stimmen der Spieler erlaubt?

Harnos: Das sind alles mündige Menschen. Jeder soll sich frei äußern.

Hat die Entscheidung des Weltverbandes noch einmal zur Disposition gestanden?

Harnos: Bei der vorletzten WM hat man auf dem Kongress in Helsinki noch einmal darüber gesprochen. Man hat es hinterfragt, aber die Entscheidung wurde nicht noch mal zur Abstimmung gestellt.

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