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Die Freezers und ihr Erfolgsgeheimnis: Torwart-Rotation

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Die Freezers und ihr Erfolgsgeheimnis: Torwart-Rotation

21.01.2014, 10:48 Uhr | dpa

Die Freezers und ihr Erfolgsgeheimnis: Torwart-Rotation. Hamburgs Torwart Dimitrij Kotschnew blieb beim 5:0 gegen die Schwenninger Wild Wings ohne Gegentreffer.

Hamburgs Torwart Dimitrij Kotschnew blieb beim 5:0 gegen die Schwenninger Wild Wings ohne Gegentreffer. Foto: Sebastian Kahnert. (Quelle: dpa)

Hamburg (dpa) - Tabellenführer in der DEL, 17 Heimsiege in Serie, 24 der vergangenen 29 Saisonspiele gewonnen: Die Bilanz der Hamburg Freezers liest sich beeindruckend.

Am Wochenende setzten die Torhüter Dimitrij Kotschnew und Sebastien Caron dem Ganzen das i-Tüpfelchen auf - beiden gelang das im Eishockey seltene Kunststück eines Shutouts (ohne Gegentor zu bleiben). Kotschnew hielt beim 5:0 gegen die Schwenninger Wild Wings seinen Kasten ebenso sauber wie Caron beim 3:0 über die Straubing Tigers. "Die beiden sind einfach der Wahnsinn. Es hilft der Mannschaft unglaublich, wenn sie zu null spielen", lobte Mitspieler David Wolf voller Respekt.

Dabei war die Torhüterposition zu Saisonbeginn die Schwachstelle bei den "Eisschränken". Stammkeeper Kotschnew laborierte die ersten Wochen noch an einem Kreuzbandriss, sein junger Ersatzmann Niklas Treutle hielt trotz unbestritten großen Talents nicht konstant genug.

Die Verletzungsmisere in der Verteidigung verschlimmerte die Lage noch. Folge: Mitte Oktober standen die Freezers auf dem letzten Tabellenplatz. Erst mit der Verpflichtung Carons, der kurz zuvor aus disziplinarischen Gründen beim Liga-Rivalen Iserlohn Roosters entlassen worden war, gelang die Wende. "Damit haben wir den richtigen Impuls gesetzt", sagte Sportdirektor Stéphane Richer. Treutle wechselte kurz darauf zu EHC München. Mit zwei Top-Torhütern im Kader entsteht schnell ein Luxusproblem. Kotschnew, der im Vorjahr ein Millionen-Angebot aus Russland ablehnte, und Caron, der 95 Spiele in der nordamerikanischen Profiliga NHL absolviert hat, sind für die Reservistenrolle zu stark. Trainer Benoit Laporte löste das Problem - mit der Torwart-Rotation.

"Natürlich wollen Sebastien und ich immer spielen. Aber der Erfolg gibt dieser Maßnahme recht", sagt Kotschnew. Auch Caron hat sich damit arrangiert. "Ich wusste von Anfang an, dass hier mit Dimi ein Nationaltorwart spielt, daher war mir klar, dass ich nicht jedes Spiel machen würde", meint der Kanadier. Der Konkurrenzkampf wirkt leistungssteigernd, sagt Caron: "Wenn einer schlecht spielt, sitzt er draußen. Also strengen wir uns umso mehr an, und das ist gut für das Team. Ich gebe gern zu, dass es schon ein paar Prozent mobilisiert, wenn ich weiß, dass ich alles geben muss, um spielen zu dürfen."

Das Duo empfindet gegenseitige Hochachtung voreinander, in der täglichen Zusammenarbeit können beide sogar voneinander lernen. "Ich wäre gern so kontrolliert wie Dimi. Ich bin eher ein sprunghafter Torhüter-Typ, der sich auf seinen Instinkt verlässt. Er kontrolliert und spielt den Puck echt super, das ist beeindruckend", sagt Caron über Kotschnew. Der gibt die Komplimente gerne zurück: "Sebastien ist sehr erfahren und hat alle Situationen schon durchlebt."

Nicht zuletzt wegen des wohl besten Torhüter-Duos der Liga gelten die Hamburgers inzwischen als Meisterschaftsfavorit. Was nach dieser Spielzeit kommt, ist jedoch ungewiss. Während Kotschnews Vertrag noch bis 2015 läuft und er sich nach seinem Rücktritt aus dem deutschen Nationalteam ganz auf die Freezers konzentrieren kann, endet Carons Vertragsverhältnis am Saisonende. Mit beiden Top-Torhütern in die neue Saison zu gehen, wäre aber eine klare Ansage an die ganze Liga.

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