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Eishockey: Präsident Reindl setzt Bundestrainer Cortina unter Druck

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Eishockey  

Präsident Reindl setzt Bundestrainer Cortina unter Druck

06.11.2014, 14:10 Uhr | dpa

Eishockey: Präsident Reindl setzt Bundestrainer Cortina unter Druck. Franz Reindl erwartet vom Bundestrainer Erfolge.

Franz Reindl erwartet vom Bundestrainer Erfolge. Foto: Andreas Gebert. (Quelle: dpa)

München (dpa) - Nach dem Start der Finanzreform geht Franz Reindl nun die sportliche Sanierung des deutschen Eishockeys an.

Der Deutschland Cup am Wochenende in München ist für den Präsidenten des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) schon ein deutlicher "Fingerzeig" auf dem Weg zu seinem ambitionierten Ziel, bis 2026 um Medaillen bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen mitkämpfen zu können. Vor allem auf Bundestrainer Pat Cortina lastet künftig größerer Druck.

Gespräche über eine mögliche Vertragsverlängerung über den Sommer 2015 hinaus gibt es vorerst nicht. "Er hat jetzt zwei Vertragsjahre um, aktuell läuft das Dritte. Danach schauen wir uns alle in die Augen und klären, wie es gelaufen ist", sagte Reindl im Interview der Nachrichtenagentur dpa vor dem Beginn der 25. Auflage des Vier-Nationen-Turniers mit Spielen gegen die Schweiz (Freitag/20.00 Uhr), Slowakei (Samstag/16.15 Uhr) und Kanada (Sonntag/16.45 Uhr).

Voraussetzung für eine mögliche Verlängerung mit dem Italo-Kanadier ist laut Reindl vor allem ein gutes Abschneiden bei der WM im Mai 2015. "Das wird eine heiße Kiste, Prag ist insbesondere auch für die Olympia-Qualifikation 2018 wichtig. Das weiß natürlich auch Pat Cortina. Nach Möglichkeit sollten wir da Zehnter werden, am besten natürlich unter die ersten Acht kommen", sagte Reindl, der den Deutschland Cup und die U20-WM am Jahresende als "klaren Fingerzeig" für Cortinas Zukunft beim DEB bezeichnete: "In beiden Turnieren ist Pat Cortina der Chef. Da hat er selbst alles in der Hand."

Das dritte Vertragsjahr Cortinas ist wohl dessen letzte Chance, das Ruder noch herum zu reißen. Nach der peinlich verpassten Olympia-Qualifikation im Februar 2013 und dem miesen WM-Abschneiden 2014 mit Platz 14 reagierte der DEB bislang nicht. Das tat Reindl im Umfeld des Nationalteams aber nach seiner Amtsübernahme im Juli. Er befreite Cortina von dessen ungeliebter Doppelfunktion als Coach und Sportdirektor. Diesen Posten bekam der bisherige U20-Coach Ernst Höfner, Cortina kümmert sich dafür nun um die Junioren. In Wolfsburgs Manager Charly Fliegauf gibt es künftig einen Generalmanager der Nationalmannschaft. "Natürlich werde ich ein Mitspracherecht bei der Nominierung der Nationalspieler haben und dies in enger Abstimmung mit Bundestrainer Pat Cortina auch ausüben", sagte Fliegauf sogleich.

Von einem Kompetenzverlust Cortinas will Reindl aber nichts wissen: "Die Gesamtverantwortung bleibt natürlich beim Bundestrainer". Und die ist seit Reindls Amtsübernahme von Vorgänger Uwe Harnos noch einmal größer geworden. "Wir wollen in die Weltspitze rein", bekräftigte Höfner Reindls Credo, das dieser mit der selben Vehemenz umsetzen will, mit der er am vergangenen Wochenende bei der Mitgliederversammlung schon die Struktur- und Finanzreform beim DEB auf den Weg brachte. "Die Nationalmannschaft muss wieder zum Zugpferd werden", forderte Reindl in der "Süddeutschen Zeitung".

Deutlicher wurde er zuletzt in München. "Ich will nicht zur WM fahren und die Hosen voll haben, dass wir nicht absteigen und hoffen müssen, dass der Michi Wolf in der richtigen Sekunde das entscheidende Tor macht. Das ist vorbei", polterte Reindl da im Beisein Cortinas.

Von Reindls Durchsetzungswillen können auch die Landesverbände berichten. Der Landesverband Sachsen kritisierte am Donnerstag in einem offenen Brief den Reformeifer Reindls. Cortina ist also gewarnt. "Die nächste Saison wird sehr wichtig für das deutsche Eishockey", sagte Cortina, dessen Personal-Auswahl für das Wochenende schon einmal nicht gerade vielversprechend war. In den verletzten oder erkrankten André Rankel, Constantin Braun, Jerome Flaake und Daryl Boyle fehlt ein hochkarätiges Quartett. Immerhin kann Cortina in München wieder auf Michael Wolfs entscheidende Tore zur rechten Zeit hoffen: Der DEB-Kapitän steht vor seiner zehnten Cup-Teilnahme.

Das deutsche Aufgebot für den Deutschland Cup:

Torhüter: Dennis Endras (Adler Mannheim), Timo Pielmeier (ERC Ingolstadt), Niklas Treutle (EHC München)

Verteidiger: Sinan Akdag (Adler Mannheim), Torsten Ankert (Kölner Haie), Nikolai Goc (Adler Mannheim), Frank Hördler (Eisbären Berlin), Florian Kettemer (EHC München), Benedikt Kohl (ERC Ingolstadt), Justin Krueger (SC Bern/SUI), Björn Krupp (Kölner Haie), Dennis Reul (Adler Mannheim), Armin Wurm (Grizzly Adams Wolfsburg)

Stürmer: Martin Buchwieser (Adler Mannheim), Yasin Ehliz (Nürnberg Ice Tigers), Philip Gogulla (Kölner Haie), Patrick Hager (ERC Ingolstadt), Kai Hospelt, Marcus Kink (beide Adler Mannheim), Marcel Noebels (Eisbären Berlin), Thomas Oppenheimer (Hamburg Freezers), Daniel Pietta (Krefeld Pinguine), Matthias Plachta (Adler Mannheim), Patrick Reimer (Nürnberg Ice Tigers), Yannic Seidenberg (EHC München), Christoph Ullmann (Adler Mannheim), Sebastian Uvira (Augsburg Panther), Michael Wolf (EHC München)

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