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Eishockey: Weiter Trainerdiskussion - Thema Krupp verfolgt Cortina

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Weiter Trainerdiskussion - Thema Krupp verfolgt Cortina

10.11.2014, 12:28 Uhr | dpa

Eishockey: Weiter Trainerdiskussion - Thema Krupp verfolgt Cortina. Der ehemalige Nationaltrainer Uwe Krupp (r) ließ sich beim Deutschland-Cup auf der Tribüne mit DEB-Präsident Franz Reindl blicken.

Der ehemalige Nationaltrainer Uwe Krupp (r) ließ sich beim Deutschland-Cup auf der Tribüne mit DEB-Präsident Franz Reindl blicken. Foto: Andreas Gebert. (Quelle: dpa)

München (dpa) - Uwe Krupp bleibt für Pat Cortina allgegenwärtig. In den vergangenen Tagen muss sich Eishockey-Bundestrainer Cortina vorgekommen sein, als werde er von einem Schatten verfolgt.

Manchmal wirkte es dabei fast so, als sei der frühere Nationalcoach Krupp längst wieder im Amt und Cortina nur dessen ausführender Assistent. Wann immer sich Cortina beim siegreich beendeten Deutschland Cup zu DEB-Präsident Franz Reindl auf der Tribüne umdrehte, saß dessen Vertrauter Krupp neben ihm. "Natürlich zeige ich mich mit Uwe Krupp, weil er ein guter Bekannter ist", befand Reindl, als könne er die Geste dahinter gar nicht erkennen.

Nationalmannschafts-Generalmanager Charly Fliegauf erkannte die Macht der Fernsehbilder, die Reindl und Krupp bei jedem Turnierspiel Seite an Seite zeigten, sehr wohl und beeilte sich klarzustellen: "Ich habe gestern mit ihm gesprochen, und er sagte mir, er wolle in erster Linie seinen Sohn spielen sehen." Dabei trainierte Krupp seinen Filius Björn bis vor einem Monat bei den Kölner Haien noch selbst.

"Uwe ist ja kein Schleicher", betonte Reindl. Dabei konnten Beobachter in der vergangenen Woche den Eindruck des Gegenteils bekommen. Als der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) vor dem Deutschland Cup sämtliche Größen und Entscheider der Sportart nach München eingeladen hatte, um über die Probleme des Eishockeys zu diskutieren, fand auch ein Workshop zu den Belangen der Nationalteams statt. Wortführer dabei waren weder Cortina noch Sportdirektor Ernst Höfner, sondern Ex-Bundestrainer Krupp, der nach seinem Rauswurf bei den Haien vor einem Monat "überraschend viel Zeit" hat.

Es war im Beisein Cortinas und der anwesenden Medienvertreter eine Art Bewerbung um die Rückkehr zum DEB. Nicht nur deswegen gibt es seit Tagen eine Trainerdiskussion, daran änderte auch der Gewinn des Heim-Turniers nichts. Auch wenn Reindl beteuerte, mit Krupp "nicht über einen Vertrag sprechen" zu wollen. Eigentlich ist dies ja eine Selbstverständlichkeit, denn Cortina hat noch einen gültigen Kontrakt bis Sommer 2015. Doch bis zur WM im Mai in Tschechien wird Cortina und den DEB das Thema nun begleiten. Reindl will "definitiv" erst nach der WM über Cortinas Zukunft entscheiden.

Bis dahin muss der Coach nach der verpassten Olympia-Qualifikation 2013 und Platz 14 bei der WM im Mai weitere Erfolge liefern. Unter anderem bei der U20-WM Ende des Jahres in Kanada - ein wohl bislang einmaliger Vorgang in der DEB-Geschichte, dass die Zukunft eines Bundestrainers unter anderem vom Abschneiden der Junioren abhängt. "Die fließt mit ein. Er hat die Verantwortung", sagte Reindl und verkündete gar eine Vorgabe: "Mit unseren Top-Talenten sollte man sich das Ziel Top acht schon setzen. Das kann man auch erreichen."

Reindl lobte Cortina zwar für dessen Arbeit rund um den Cupgewinn auch, machte aber immer wieder Andeutungen. "Man soll die Dinge im Positiven wie auch im Negativen nicht überbewerten", sagte Reindl und sprach auffallend oft die "Top-Auswahl" der Spieler für das Turnier an. Nur ist dafür seit einiger Zeit Generalmanager Fliegauf mitverantwortlich. "Wir haben gemeinsam entschieden, wer nachnominiert wird, und wir haben uns in jeder Drittelpause abgestimmt", bestätigte Fliegauf, der zudem einen Bericht über Cortinas Arbeit ankündigte: "Franz Reindl wird sicher einen Report bekommen über alles, was ich beobachtet habe."

Cortina erträgt all dies mit stoischer Ruhe. Auch seinen Zusatzjob als U20-Verantwortlicher geht er mit Enthusiasmus an. Man kann ihm ohnehin nicht vorwerfen, den Nachwuchs zu wenig gefördert zu haben. "Ich will etwas hinterlassen, wenn mein Vertrag endet", sagte Cortina der "Süddeutschen Zeitung". Das klang fast so, als wisse er längst, dass sich seine Wege und die des DEB 2015 trennen. Trainer, die sich Hoffnungen auf eine Vertragsverlängerung machen, klingen anders.

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