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DEL-Playoffs: Adler Mannheim machen ersten Schritt zum siebten Titel

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Adler legen in Finalserie vor  

Mannheim macht ersten Schritt zum siebten Titel

10.04.2015, 22:52 Uhr | sid, dpa

DEL-Playoffs: Adler Mannheim machen ersten Schritt zum siebten Titel. Heiße Szenen vor dem Ingolstädter Tor: Martin Buchwieser und Ronny Arendt (blaue Trikots) von Adler Mannheim im Duell mit Dustin Friesen (li.) und Benedikt Schopper vom ERC Ingolstadt. (Quelle: imago/Eibner)

Heiße Szenen vor dem Ingolstädter Tor: Martin Buchwieser und Ronny Arendt (blaue Trikots) von Adler Mannheim im Duell mit Dustin Friesen (li.) und Benedikt Schopper vom ERC Ingolstadt. (Quelle: Eibner/imago)

Top-Favorit Adler Mannheim hat im Kampf um den DEL-Titel vorgelegt. Der Hauptrundenerste der Deutschen Eishockey Liga bezwang im ersten Playoff-Finale den Titelverteidiger ERC Ingolstadt mit 2:1 (0:0, 1:1, 0:0, 1:0) nach Verlängerung und ging in der Best-of-seven-Serie mit 1:0 in Führung. Am Sonntag treffen beide Teams in Ingolstadt erneut aufeinander.

Ronny Arendt erzielte vor 13.600 Zuschauern in der ausverkauften SAP Arena nach 4:46 Minuten in der Overtime das entscheidende Tor für die Mannheimer, die 2007 zum letzten Mal den Silberpokal der DEL in die Höhe stemmten. Petr Taticek (28.) hatte Ingolstadt in Führung gebracht. Christoph Ullmann glich im Gegenzug aus (29.).

Eine "Rückhandwurstsemmel" entscheidet

"Wir wissen, was noch kommt und was Ingolstadt für eine kompakte und sichere Mannschaft ist", sagte Matchwinner Arendt bei ServusTV. "Das ist nur ein kleiner Schritt", sagte er, während die Adler-Fans den Auftaktsieg ausgelassen bejubelten. "Das war eine Rückhandwurstsemmel", kommentierte ERC-Keeper Timo Pielmeier das entscheidende Gegentor. "Solche Tore schießt man in den Playoffs. Man muss einfach die Scheibe aufs Tor bekommen."

Beide Teams zunächst um Fehlervermeidung bemüht

Nach fast einwöchiger Pause brauchten beide Teams ein paar Minuten, um wieder in den Rhythmus zu kommen. Die ersten Überzahlsituationen bescherten die ersten Torchancen. Nachdem die Ingolstädter im Powerplay zunächst mehrmals knapp das Adler-Tor verfehlt hatten, bekam ihr Goalie Timo Pielmeier bei Mannheimer Überzahl viel Arbeit (11.). Doch der Meisterheld von 2014 sorgte dafür, dass die Null vorerst stand.

"Es ist ein Abtasten von beiden Seiten", sagte Ingolstadts Nationalspieler Patrick Hager nach dem ersten Drittel: "Beide haben versucht, keine Fehler zu machen." Der Stürmer ist einer von elf Meisterspielern aus dem Vorjahr, die erneut im Finale stehen. Aus dem letzten Mannheimer Meisterteam von 2007 sind lediglich Marcus Kink und Christoph Ullmann übrig geblieben. Schon 1997 und 1998 gewann Jochen Hecht den Meistertitel mit den Adlern, dann ging er nach Nordamerika. Nach 892 NHL-Spielen kehrte er vor anderthalb Jahren zurück, jetzt soll sich der Kreis schließen.

Mannheims Powerplay nicht so gut wie zuletzt

Im zweiten Abschnitt bekam Dennis Endras im Mannheimer Tor deutlich mehr zu tun. Beim 0:1 durch Taticek aus spitzem Winkel zuckte seine Fanghand zu spät hoch. Nur 18 Sekunden später glichen die Comeback-Könige aus: Ullmann verwertete einen klugen Querpass von Hecht für die Adler, die im Halbfinale gegen Wolfsburg dreimal einen 0:3-Rückstand gedreht hatten.

Die Torchancen häuften sich, das Tempo stieg. Die beste Chance im zweiten Drittel hatte Christoph Gawlik in Unterzahl, der Siegtorschütze im siebten Finale des vergangenen Jahres scheiterte an Endras (38.). Mannheims Überzahlspiel stockte: Selbst 27 Sekunden mit fünf gegen drei konnten die Adler, im Halbfinale noch achtmal im Powerplay erfolgreich, nicht zur Führung nutzen (43.). Großchancen wurden seltener. Die Konsequenz: Es ging in die Verlängerung, in der die Adler dann das bessere Ende für sich hatten.

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