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Eishockey-WM 2015: DEB-Team verspielt Einzug ins Viertelfinale

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Niederlage gegen Tschechien  

DEB-Team verspielt letzte Chance aufs WM-Viertelfinale

11.05.2015, 07:42 Uhr | sid

Eishockey-WM 2015: DEB-Team verspielt Einzug ins Viertelfinale. Benedikt Kohl im Zweikampf mit Tschechiens Jakub Voracek. (Quelle: AP/dpa)

Benedikt Kohl im Zweikampf mit Tschechiens Jakub Voracek. (Quelle: AP/dpa)

Alles gegeben, nichts gewonnen: Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat ihre letzte Chance auf das WM-Viertelfinale verspielt. Das Team von Bundestrainer Pat Cortina verlor gegen Gastgeber Tschechien trotz zweimaliger Führung und einer couragierten Leistung 2:4 (1:1, 1:2, 0:1) und kann damit die K.o.-Runde nicht mehr erreichen.

Stattdessen muss die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes im letzten Gruppenspiel am Montag (ab 16 Uhr im t-online.de Live-Ticker) gegen Österreich noch einen Punkt holen, um ganz sicher den Abstieg zu vermeiden.

DEB-Team geht zweimal in Führung

Das DEB-Team in Führung gebracht hatten vor 17.383 Zuschauern Daniel Pietta nach einer feinen Einzelleistung (8.) und Kapitän Michael Wolf nach starker Vorarbeit von NHL-Profi Tobias Rieder (24.). Doch die Tschechen schlugen schnell zurück und gewannen durch Treffer von Michal Vondrka (14.), Petr Koukal (26.), Jacub Voracek (28.) und NHL-Altstar Jaromir Jagr (56.).

Durch den verpassten Viertelfinal-Einzug hat das Team von Trainer Pat Cortina auch keine Chance mehr, auf Weltranglistenplatz elf zu klettern und damit das Heimrecht beim Olympia-Qualifikationsturnier im September zu erlangen. Damit sind die Sorgen des DEB größer geworden, nach Sotschi 2014 zum zweiten Mal in Folge Olympische Winterspiele zu verpassen.

Pielmeier in bestechender Form

Die deutschen Spieler ließen sich von der von den frenetischen Fans aufgeheizten Stimmung nicht beeindrucken. Im Gegenteil: Die Führung hätte durchaus höher ausfallen können: Rieder (4.), Patrick Hager (5.) und Thomas Oppenheimer (11.) vergaben schon vor dem 1:0 gute Chancen.

Der Rückstand war für den WM-Gastgeber jedoch ein Weckruf. Danach fuhr der Weltranglistenfünfte einen Angriff nach dem nächsten auf das deutsche Tor. Goalie Timo Pielmeier erwischte jedoch einen guten Tag, seine Vorderleute sorgten zudem mit Kontern für Entlastung.

Jagr dreht für Tschechien auf

Auch im Mitteldrittel blieb die deutsche Mannschaft, bei der Routinier Christoph Ullmann nach drei Spielen Pause wieder mitwirken durfte, bei Tempogegenstößen gefährlich. Der Lohn war die erneute Führung. Doch wieder ließ der Ausgleich der Tschechen nicht lange auf sich warten. Als dann Kai Hospelt eine Zwei-Minuten-Strafe kassierte, geriet das Cortina-Team in Unterzahl erstmals in Rückstand.

Oldie Jagr drehte nun auf und lieferte sich zudem ohne Helm einen kurzen Kampf mit Justin Krueger. Dafür musste der Stürmer der Florida Panthers zum Abkühlen für zwei Minuten auf die Strafbank. Die Fans feierten ihren Nationalhelden dennoch immer wieder mit Sprechchören. Im Schlussdrittel hatte Pielmeier Glück, als Voracek innerhalb weniger Sekunden zweimal den Pfosten traf (55.), ehe Jagr doch für die Entscheidung sorgte.

USA schlägt Slowenien

Slowenien steht derweil als erster Absteiger bei fest. Das Team um NHL-Superstar Anze Kopitar von den Los Angeles Kings verlor gegen die USA mit 1:3 (0:2, 1:0, 0:1) in Ostrau. Nach sechs Spielen ist Slowenien damit weiter punktlos Letzter der Gruppe B und kann sich auch im letzten Gruppenspiel gegen Dänemark in der Tabelle nicht mehr verbessern.

Kanada bleibt das Maß der Dinge bei der WM. Beim 7:2 (2:1, 3:0, 2:1) machte der Olympiasieger kurzen Prozess mit dem Team aus der Schweiz. Mit der Maximalausbeute von 18 Punkten aus sechs Spielen untermauern die kanadischen NHL-Stars ihre Ambitionen auf das erste WM-Gold des Eishockey-Mutterlandes seit 2007.

Russland schlug die Slowakei dagegen erst in der Verlängerung 2:1 (0:1, 1:0, 1:1, 1:0) und hat kaum noch Chancen, die USA vom ersten Tabellenplatz der Gruppe B abzulösen. Für den Rekord-Weltmeister geht es nun darum, im schweren Spiel am Dienstag gegen Finnland den zweiten Rang zu sichern.

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