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DEL-Finale 2016: EHC München siegt in der Verlängerung

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Noch drei Siege bis zum Titel  

Favorit München gewinnt erstes DEL-Finale

16.04.2016, 10:23 Uhr | sid

DEL-Finale 2016: EHC München siegt in der Verlängerung. Die Spieler von München jubeln über das zwischenzeitliche Tor zum 1:0 gegen die Grizzlys.  (Quelle: dpa)

Die Spieler von München jubeln über das zwischenzeitliche Tor zum 1:0 gegen die Grizzlys. (Quelle: dpa)

Red Bull München hat seinen Heimvorteil genutzt und im Playoff-Finale der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) den ersten Schritt zur Meisterschaft gemacht. Der favorisierte Hauptrundensieger setzte sich gegen die Grizzlys Wolfsburg denkbar knapp mit 2:1 (1:0, 0:0, 1:1) in der Verlängerung durch und feierte den ersten von vier nötigen Erfolgen in der Best-of-seven-Serie.

Vor 6142 Zuschauern im ausverkauften Olympia-Eisstadion erzielte Jerome Samson (12. Minute) die Führung für den Gastgeber, als er nach einem Abpraller am schnellsten schaltete.

Grizzlys-Goalie wächst über sich hinaus

In der Folge biss sich das Team von Trainer Don Jackson immer wieder am glänzend aufgelegten Grizzlys-Goalie Felix Brückmann die Zähne aus. Die Mannschaft von Trainer Pavel Gross glich durch André Reiss (47.) im letzten Drittel aus. Jeremy Dehner (72.) wurde dann zum Held des Abends und schoss in Überzahl den umjubelten Münchner Siegtreffer.

München mit klarem Chancenplus

München begann das Duell zwischen dem Verein des Brauseherstellers gegen den VW-Werksklub erwartet offensiv. Die Grizzlys stemmten sich mit hohem Einsatz gegen die teuerste Mannschaft der Liga und waren mit gelegentlichen Nadelstichen durchaus gefährlich. Insgesamt hatten die Münchner ein klares Chancenplus, der gewohnt starke Brückmann zeigte aber wie gegen Florian Kettemer (32.) etliche Glanzparaden. Wolfsburgs Mark Voakes (58.) hätte die Verlängerung beinahe noch verhindert, traf aber nur den Pfosten.

Unter den Augen von Ex-Bundestrainer Hans Zach spielte Red Bull über weite Strecken seine Kadertiefe aus und setzte mit allen vier Sturmreihen offensive Akzente. Auch Kapitän Michael Wolf deutete immer wieder einmal seine Gefährlichkeit an. Der Führende in der ewigen Torschützenliste der DEL will sich mit 35 Jahren endlich "einen Kindheitstraum" erfüllen. Gerade in Überzahl fehlten aber oft die zündenden Ideen.

"Haben noch eine Rechnung zu begleichen"

Im Vorjahr hatten die Grizzlys die Münchner im Playoff-Viertelfinale glatt in vier Spielen ausgeschaltet und deren hoch gesteckten Plänen durchkreuzt. "Wir haben mit Wolfsburg noch eine Rechnung zu begleichen", hatte Wolf deshalb gesagt. München war diese Entschlossenheit anzumerken, aber wie schon die Duelle in der Vorrunde, blieb auch das erste Finale äußerst eng. Die Münchner hatten den Weg ins Endspiel über Köln (4:1) und Straubing (4:1) geschafft, Wolfsburg hatte sich gegen Nürnberg (4:2) und die Düsseldorfer EG (4:1) durchgesetzt.

Spiel 2 am Sonntag in Wolfsburg

16 Jahre nachdem die München Barons, aus denen 2002 die Hamburg Freezers hervorgingen, den Titel zuletzt in die bayerische Landeshauptstadt geholt hatten, wäre für Red Bull alles andere als die Meisterschaft eine herbe Enttäuschung. Die Voraussetzungen scheinen aber gegeben. München ist neben Wolfsburg das defensivstärkste Team der Liga und hat in Jackson ein wahren Titelgaranten an der Bande. Der Amerikaner stand bislang sechsmal im DEL-Finale. Fünfmal gewann er mit den Eisbären Berlin den Silberpokal.

Am Sonntag findet Spiel zwei der Finalserie in Wolfsburg (14.30 Uhr) statt, München hat am Dienstag (19.30 Uhr) wieder Heimrecht. Spätestens am 28. April steht dann der Nachfolger der Adler Mannheim fest.

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