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Eishockey-WM 2016: Deutschland verliert nach Penaltyschießen

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Pleite im Penaltyschießen  

Deutsches Team nach Fehlstart gleich unter Druck

08.05.2016, 08:22 Uhr | dpa

Eishockey-WM 2016: Deutschland verliert nach Penaltyschießen. Zweikampfverhalten: Christian Ehrhoff (links) legt sich beim deutschen Auftakt-Spiel bei der Eishockey-WM mit dem Franzosen Yohann Auvitu an. (Quelle: dpa)

Zweikampfverhalten: Christian Ehrhoff (links) legt sich beim deutschen Auftakt-Spiel bei der Eishockey-WM mit dem Franzosen Yohann Auvitu an. (Quelle: dpa)

Ernüchterung zum WM-Start: Mit einem 2:3 (0:1, 2:1, 0:0) nach Penaltyschießen gegen Frankreich ist dem deutschen Eishockey-Nationalteam der Auftakt gründlich misslungen. In St. Petersburg musste die Auswahl gleich im ersten Spiel einen Rückschlag im Kampf um den Viertelfinal-Einzug hinnehmen. Der mäßige Auftritt und die erste WM-Niederlage gegen die Franzosen seit 2009 verdarben Bundestrainer Marco Sturm auch seinen Pflichtspiel-Einstand als Coach.

Damien Fleury entschied im Shootout die Partie zugunsten der Franzosen, alle drei deutschen Schützen scheiterten. Zuvor hatten NHL-Stürmer Tobias Rieder (21.) und Felix Schütz (57.) vor 3750 Zuschauern in St. Petersburg ein 0:1 gedreht. Damien Raux hatte die Franzosen in Führung gebracht (4.), Valentin Claireaux zum zwischenzeitlichen 2:2 ausgeglichen (40.). (hier geht es zum Spielplan der Eishockey-WM)

Etliche Überzahlspiele ungenutzt

Durch die Pleite steht Deutschland in der Partie gegen Finnland gleich unter Druck. Allerdings weckte die Truppe um Kapitän Marcel Goc und ihr NHL-Quartett kaum Hoffnung, dass sie im zweiten Spiel gegen den zweimaligen Weltmeister bestehen kann. Trainer-Neuling Sturm steht erstmals bei einem großen Turnier im Mittelpunkt. Die Spieler-Ikone hat ein Team beisammen, das große Hoffnungen weckt.

"Wir wollen gut in die WM starten", gab der 37-Jährige als Ziel aus und kündigte an: "Wir sind bereit. Ich bin guter Dinge." Seine Auswahl tat sich gegen den Rivalen schwer, der in der Weltrangliste einen Platz vor Deutschland steht. Etliche Überzahlsituationen brachten nur ein Tor ein.

Nach vier Minuten der erste Schock. Berlins Constantin Braun patzte in der Verteidigung. Raux überwand Timo Pielmeier, den Sturm als Nummer eins gewählt hatte. Die Defensive zeigte auch danach mehrfach Unsicherheiten.

Schütz mit der größten Chance

Angefeuert von Rufen einer kleinen Fangemeinde in der bei weitem nicht gefüllten Arena legten die Deutschen zum Ende des ersten Drittels etwas zu. Sie hatten klar mehr Abschlüsse als die Franzosen, gingen aber mit einem 0:1 in die Kabine. Die größte Chance vergab Stürmer Felix Schütz, er scheiterte am französischen Torhüter Cristobal Huet.

Besser wurde es im zweiten Abschnitt. Es saßen noch nicht alle Zuschauer wieder, als die vierte Überzahl-Situation zum Ausgleich führte. Nach Philip Gogullas Schuss von der blauen Linie staubte Arizona-Stürmer Rieder ab. Der Torschütze blieb ab Mitte des zweiten Drittels vorübergehend in der Kabine, kam aber später wieder aufs Eis zurück.

Entscheidung im Shootout

Die DEB-Auswahl erspielte sich zunehmend Chancen. Doch Claireaux verhinderte die deutsche Pausen-Führung. Schon zuvor hatte Sturms Team Glück. Einen Schuss wehrte Pielmeier so ab, dass der Puck auf die Latte sprang.

Im Schlussabschnitt fehlten dem deutschen Team richtig gefährliche Möglichkeiten gegen die Franzosen, die als eingespieltes Ensemble gelten. Auch die Verlängerung blieb torlos. Und am Ende besiegelte das Shootout die erste deutsche Auftakt-Pleite seit 2013. 2015 in Prag hatten die deutschen Kufencracks Frankreich im ersten Spiel mit 2:1 besiegt.

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