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Eishockey-WM 2016: Deutschland zeigt gute Leistung gegen Kanada

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Eishockey-WM 2016  

DEB-Team zieht sich achtbar aus der Affäre

13.05.2016, 09:58 Uhr | sid, t-online.de

Eishockey-WM 2016: Deutschland zeigt gute Leistung gegen Kanada. Umkämpft: Deutschland (links Torwart Timo Pielmeier, Mitte Gerrit Fauser) zog sich gegen Kanada (rechts Brendan Gallagher) achtbar aus der Affäre. (Quelle: dpa)

Umkämpft: Deutschland (links Torwart Timo Pielmeier, Mitte Gerrit Fauser) zog sich gegen Kanada (rechts Brendan Gallagher) achtbar aus der Affäre. (Quelle: dpa)

Keine Punkte, aber eine große Leistung: Die deutsche Nationalmannschaft hat im Kampf "David gegen Goliath" die Sensation bei der Eishockey-WM gegen den haushohen Favoriten Kanada erst im Schlussdrittel verpasst. Das lange Zeit starke Team von Bundestrainer Marco Sturm brachte die NHL-Kufencracks in St. Petersburg beim achtbaren 2:5 (0:1, 2:1, 0:3) zwischenzeitlich an den Rand einer Niederlage und rehabilitierte sich für die 0:10-Schmach bei der WM vor einem Jahr.

Mit dem defensiv wie offensiv voll überzeugenden Auftritt gegen den Olympiasieger sammelte das Sturm-Team viel Selbstvertauen für das richtungsweisende Duell am Freitag (19.15 Uhr) gegen Weißrussland. Bei einem Sieg darf sich das DEB-Team weiter Hoffnungen auf den ersten WM-Viertelfinaleinzug seit fünf Jahren machen. "Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft. Aber unser Fokus liegt schon auf dem Spiel morgen", sagte Sturm.

Reimer und Akdag gleichen aus

Patrick Reimer (32.) und Sinan Akdag (38.) ließen mit ihren Treffern zum zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich die deutschen Fans vom ersten WM-Sieg über Kanada seit 20 Jahren träumen. Pech hatte Deutschland, dass der Treffer zuvor von Gerrit Fauser (15.) nach Videobeweis aberkannt wurde. Der Wolfsburger hatte den Puck mit dem Schlittschuh über die Linie befördert. Taylor Hall (4. und 44.), Corey Perry (24.), Boone Jenner (47.) und Cody Ceci (54.) bescherten den lange schwachen Kanadiern den vierten Sieg im vierten Turnierspiel.

"Wir waren teilweise sogar besser. Das müssen wir mitnehmen", sagte Reimer und fügte an: Wir können auf diesem Spiel aufbauen". Torhüter Timo Pielmeier ergänzte: "Wir haben sie bis zum letzten Drittel geärgert, zum Schluss haben sie ihre Klasse gezeigt."

Der nur wenige Stunden zuvor in St. Petersburg eingetroffene NHL-Torwart Thomas Greiss zog sich wie erwartet nur als Backup für Pielmeier um. Der Profi der New York Islanders soll gegen Weißrussland sein Debüt bei einer A-WM geben.

Pielmeier machte in seinem wohl letzten Turnierspiel eine unglückliche Figur. Der Handgelenkschuss von Hall zum 0:1 war haltbar, den zweiten Gegentreffer leitete der Ingolstädter mit einem Fehlpass ein, der Patrick Hager zu einem mit einer Zweiminutenstrafe geahndeten Foul zwang. In Unterzahl fiel das 0:2.

Erst im Schlussviertel ein Unterschied

Die DEB-Auswahl überraschte vor etwa 5000 Zuschauern mit einer aggressiven, aber disziplinierten Spielweise. Das Sturm-Team setzte Kanada anfangs schon im gegnerischen Drittel unter Druck - und kam zu einer Vielzahl an Chancen. Doch zunächst brachten die DEB-Cracks den Puck nicht am starken Kanada-Keeper Cam Talbot vorbei. Beim aberkannten Ausgleichstreffer von Fauser gab es von den rund 500 DEB-Anhängern lautstarke Pfiffe von den Rängen.

Auch nach dem 0:2 ließen sich die deutschen Spieler nicht hängen und kamen durch Reimer, dem Noebels mit dem Schlittschuh den Puck zugespielt hatte, und Akdag zum verdienten Ausgleich. Erst im Schlussdrittel war zwischen dem Weltranglisten-13. und dem Olympiasieger ein Leistungsunterschied auszumachen.

Sorgen bereitete NHL-Profi Tobias Rieder, der wegen einer Unterkörperverletzung im dritten Drittel nicht mehr auflaufen konnte und laut Sturm nach dem Spiel von russischen Ärzten untersucht wurde.


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