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Eishockey-Weltmeisterschaft 2016: Warum Deutschland so gut ist

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Eishockey-WM 2016  

Fünf Gründe für den Aufschwung des DEB-Teams

19.05.2016, 12:53 Uhr | dpa

Eishockey-Weltmeisterschaft 2016: Warum Deutschland so gut ist. Profis wie Christian Ehrhoff verstärken das Team deutlich.

Profis wie Christian Ehrhoff verstärken das Team deutlich. Foto: Anatoly Maltsev. (Quelle: dpa)

St. Petersburg (dpa) - 22 Tore und vier Siege in der Vorrunde, Viertelfinale gegen Gastgeber Russland - so erfolgreich war das deutsche Eishockey seit Jahren nicht. Fünf Gründe für den Aufschwung:

DER KADER: Das WM-Personal gilt als das beste deutsche seit langem. Unter Vorgänger Pat Cortina sagten noch mehr als 20 Spieler ab, unter dem jetzigen Bundestrainer Marco Sturm waren es deutlich weniger. Fünf NHL-Profis kamen zur WM: Torhüter Thomas Greiss, die Verteidiger Christian Ehrhoff und Korbinian Holzer, die Stürmer Leon Draisaitl und Tobias Rieder. Rieder zählt zwar inzwischen ebenso zu den Verletzten wie Felix Schütz. Trotzdem sagt der Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes, Franz Reindl: "Die Mannschaft hat Riesenpotenzial."

DER BUNDESTRAINER: Heißt erst seit vergangenem Juli Marco Sturm. Erfahrung als Trainer hatte er vorher keine, seine Referenz als deutscher NHL-Rekordspieler hilft ihm aber enorm. Sein Name lockt die Profis zum Nationalteam. Gerade in den USA ist der frühere Stürmer-Star bestens vernetzt. Zudem scheint sein Draht zu den Spielern bestens. "Wir wissen genau, was er von uns will", sagt Eisbären-Verteidiger Constantin Braun. Reindl lobt: "Marco sorgt dafür, dass die Spieler da sind. Wenn es nicht so läuft, macht er Umstellungen."

DIE EFFIZIENZ: 22 Tore schossen Patrick Reimer, Patrick Hager und Co. in den sieben Vorrundenspielen. 2015 waren es nach der Gruppenphase nur die Hälfte. In der Abschlusseffektivität liegt die deutsche Auswahl vor Russland auf Rang drei. "Wir haben im Laufe des Turniers unsere Chancen besser verwertet, das macht es einfacher", sagt NHL-Verteidiger Ehrhoff.

DAS SCHLÜSSELSPIEL: Spiel drei gegen die Slowakei. Eine knappe Niederlage gegen Frankreich und eine Lehrstunde gegen Finnland bedeuteten einen ernüchternden Auftakt. Gegen den Weltmeister von 2002 stand die Mannschaft unter Druck, bog dann ein 0:1 in ein 5:1 um. "Das war der wirkliche Test, ob es nach oben oder unten geht", sagt Reindl. Sturm erklärt: "Es hat mich positiv überrascht, dass wir im dritten Spiel noch mal mehr eine Einheit geworden sind, noch mal enger zusammengerückt sind. Das war klasse."

DER TORHÜTER: Zu Beginn sah ausgerechnet diese für Deutschland eminent wichtige Position nach einer Schwachstelle aus. Timo Pielmeier, Felix Brückmann und Mathias Niederberger sind Top-Torhüter der Deutschen Eishockey Liga, aber haben wenig internationale Erfahrung. Mitten in der Vorrunde kam dann Thomas Greiss von den New York Islanders nach einer überragenden Saison in der NHL hinzu. Ein ums andere Mal rettete er seitdem das Team.

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