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Formel 1: Vorsicht, Kurve! - Die heikle Startphase

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Rund um den Rennzirkus  

Vorsicht, Kurve: Die heikle Startphase

26.07.2006, 11:51 Uhr | Allianz, t-online.de

Anklicken zum Vergrößern (Grafik: Allianz)Anklicken zum Vergrößern (Grafik: Allianz)Es gibt Kurven mit klangvollen Namen in der Formel 1 wie die Parabolica in Monza oder die Becketts in Silverstone. Doch das sind nicht die Kurven, die ein Rennen entscheiden können. Die Kurve, auf die sich die Aufmerksamkeit der Piloten und das Interesse der Fans auf allen Rennstrecken viel stärker konzentrieren, ist die erste Kurve nach dem Start. Der Kampf um die erste Kurve ist nur kurz. Wenn die Lichter der Startampel erloschen sind, bleiben den Piloten gerade mal einige Sekunden, um sich in dem Pulk der 22 Boliden, die sich im Formationsflug auf das Nadelöhr am Ende der Startgeraden zu bewegen, in Position zu bringen. Dabei steht für sie viel auf dem Spiel.

Video: Safety Focus - Die erste Kurve vid
Video: Vorschau auf den GP von Deutschland vid
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Ein schmaler Grat
"Am Start kann man viel leichter Plätze gut machen oder verlieren als im Rest des Rennens", sagt Sam Michael, der Technische Direktor vom Williams F1 Team. "Für die Fahrer kann es bis zur ersten Kurve deshalb nur eine Devise geben: Blick nach vorne und Vollgas." Das ist auch auf dem Hockenheimring beim Großen Preis von Deutschland leichter gesagt als getan. Jeder Fahrer versucht natürlich, die erste Kurve punktgenau auf der Ideallinie anzusteuern, die in der Regel ein schmaler Grat ist und nur Platz für ein Auto hat.

Schon der kleinste Fehler hat fatale Folgen
Die Piloten müssen deshalb bei aller Konzentration auf die optimale Position und den richtigen Bremspunkt sehr genau darauf achten, was vor und neben ihnen passiert. Auch ein Blick in den Rückspiegel kann nicht schaden, sicher ist sicher, denn in diesen Sekunden im absoluten Grenzbereich ist eines allen klar: Wer jetzt den kleinsten Fehler macht, kann nicht nur sich selbst um alle Chancen bringen, sondern auch seine Teamkollegen oder Konkurrenten.

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Der Puls steigt auf 180
Um in dieser Ausnahmesituation nicht die Nerven zu verlieren, müssen die Piloten körperlich und mental absolut fit sein. In keiner anderen Phase des Rennens ist der Druck so groß, müssen so viele Informationen gleichzeitig aufgenommen und verarbeitet werden. Durch Konzentration und Training schaffen es die Fahrer, den Puls am Start auf 130 Schlägen pro Minute zu halten. Doch dann übernimmt der Körper die Kontrolle über den Geist. Während sie auf die erste Kurve zurasen, steigt der Puls auf 180. Ein untrainierter Autofahrer müsste bei solchen Belastungen damit rechnen, dass sein Kreislauf zusammenbricht.

Nicht nur Können, auch Glück ist gefragt
Die Startphase mit dem Kampf um die erste Kurve ist zweifellos einer der spannendsten Momente eines Formel-1-Rennens. Kein Wunder, dass sich die Fahrer speziell darauf vorbereiten. Weil jede Rennstrecke anders ist, ist es wichtig, die Linien durch die erste Kurve mit Hilfe von Videoaufzeichnungen der letzten Jahre zu analysieren. Sam Michael ermahnt seine Piloten vor jedem Rennen, gerade in der ersten Kurve vorsichtig zu sein, obwohl ihm klar ist, dass die Fahrer das selbst genau so gut wissen, in den entscheidenden Sekunden aber so viele Dinge um sie herum passieren, dass sie das ab und zu schon mal vergessen. Um so erleichterter ist er, wenn alles gut gegangen ist, seine Piloten diese schwierige Situation gut gemeistert haben. Die Erfahrung hat aber auch ihn gelehrt: "Um ohne Blessuren durch die erste Kurve zu kommen, braucht es nicht nur Können, sondern auch Glück."

Regeln zur Erhöhung der Sicherheit
Weil im Kampf um die erste Kurve Rangeleien nicht ausbleiben können, hat die Fédération Internationale de l´Automobile (FIA) sehr viel getan, damit sie wenigstens ohne ernsthafte Folgen für Fahrer und Zuschauer bleiben. Die Durchsetzung großzügiger Auslaufzonen in diesem Bereich sorgte ebenso für mehr Sicherheit beim Start wie die Einschränkung häufiger plötzlicher Spurwechsel auf der Startgeraden. So darf der Vorausfahrende nur noch einmal die Spur wechseln, um den Hintermann am Überholen zu hindern. Wer gegen diese Regel verstößt, wird von den Sportkommissaren bestraft. All diese Maßnahmen haben mit dazu beigetragen, dass der Start weiterhin spannend bleibt, aber immer weniger Fahrer das Ende des Rennens schon am Anfang erleben.

Allianz Safety Check: Hockenheimring
Mark Webber: "Beim Umbau des Hochgeschwindigkeitskurses wurde viel für die Sicherheit getan. Es gibt großzügige asphaltierte Auslaufzonen. Die werden von den Fahrern aber gerne in ihre Linie integriert, um richtig schnell zu sein, und verleiten dadurch leicht zu riskanten Manövern. Nicht sonderlich gelungen finde ich die Nordkurve, wo die Randsteine so in die Strecke hineinragen, dass wir zwangsweise drüber fahren. Da könnte der Streckenbetreiber schon noch etwas tun."

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