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Ferrari und Red Bull verlassen die Teamvereinigung

05.12.2011, 10:46 Uhr | dapd, dpa

Ferrari und Red Bull verlassen die Teamvereinigung. Ferrari hat den Ausstieg aus der FOTA bekannt gegeben. (Quelle: imago)

Ferrari hat den Ausstieg aus der FOTA bekannt gegeben. (Quelle: imago)

Die Formel-1-Teams Ferrari und Red-Bull steigen aus der Teamvereinigung FOTA (Formula One Teams Association) aus. Grund ist ein Streit über Inhalte des sogenannten Ressource Restriction Agreement (RAA), welches ein Wettrüsten zwischen den Teams verhindern will.

Wie Ferrari auf seiner Homepage mitteilte, wurde FOTA-Präsidenten Martin Whitmarsh bereits informiert. Ferrari sicherte aber Hilfe bei der Ausarbeitung der Sparpläne zu. "Es war eine schwere Entscheidung", so die schriftliche Mitteilung. "Die Formel 1, wie der Rest der Welt, macht gerade eine schwere Zeit durch."

Wille zur weiteren Zusammenarbeit

Ferrari und Red Bull bekundeten gleichzeitig den Willen zur weiteren Zusammenarbeit mit den anderen Teams. Man müsse die Kostenreduzierung allerdings effektiver gestalten, hieß es aus Maranello. Das beziehe sich vor allem auf die Schlüsselthemen wie Aerodynamik, Motoren und Testfahrten. "Das Team wird sich weiter an der Suche nach Sparmöglichkeiten in der Formel 1 beteiligen", verkündete auch Red Bull.

Keine Einigung in Kostenfrage

Die Formel-1-Teams hatten sich am vergangenen Wochenende beim Großen Preis von Brasilien nicht über die weiteren Inhalte des Ressource Restriction Agreement einigen können. Diese will ein weiteres Ansteigen des Budgets verhindern. "Ich denke, dass ein RRA wichtig ist für die Formel 1 und ich denke, dass sich darin alle Teams einig sind", hatte Red-Bull-Teamchef Christian Horner nach einem ergebnislosen Treffen in Sao Paulo gesagt. Mit dem schweren Zerwürfnis haben die gemeinsamen Zukunftsplanungen der Teams einen heftigen Rückschlag erlitten. Nun droht ein erneutes finanzielles Wettrüsten.

Erneutes Wettrüsten soll vermieden werden

Die vier Top-Teams Red Bull, Ferrari, McLaren und Mercedes wollten sich noch vor der Sitzung des Motorsport-Weltrats am 7. Dezember in Indien zusammensetzen und einen Konsens finden. Diese will zum Erhalt der Serie ein erneutes Wettrüsten wie zu früheren Zeiten, als 300 bis 400 Millionen Euro verpulvert wurden, nicht mehr zulassen. Mehr als die Hälfte der Teams muss ohnehin um jeden Euro fürs Budget kämpfen.

Formel 1 als Testfeld für neue Technologien

Der Autobauer Ferrari stellte in seiner Mitteilung klar, dass man in der Königsklasse des Motorsports dahin zurückkehren müsse, dass die Formel 1 wieder ein Testfeld für fortschrittliche Technologien wird. Auch die Anzahl der Testtage müsse wieder erhöht werden, mahnte Ferrari. Allerdings dürften diese Forderungen mit Kosteneinsparungen eher schwer zu vereinbaren sein.

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