Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Formel 1 >

Maldonado gewinnt Spanien-Rennen - Vettel Sechster

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Maldonado-Sieg, Vettel-Schaden in Grenzen, Schumacher-Aus

13.05.2012, 17:53 Uhr | dpa

Maldonado gewinnt Spanien-Rennen - Vettel Sechster. Weltmeister Sebastian Vettel hatte in diesem Jahr auf dem Circuit de Catalunya keine Chance.

Weltmeister Sebastian Vettel hatte in diesem Jahr auf dem Circuit de Catalunya keine Chance. (Quelle: dpa)

Barcelona (dpa) - Michael Schumacher fluchte nach seinem Auffahrunfall, Sebastian Vettel hielt den Schaden in Grenzen. Der Red-Bull-Pilot rettete als Sechster beim sensationellen Premierensieg von Pastor Maldonado wenigstens die WM-Führung vor dem nun punktgleichen Spanien-Zweiten Fernando Alonso.

Chancen auf seinen zweiten Sieg in der laufenden Formel-1-Saison hatte Vettel auf dem Circuit de Catalunya aber zu keiner Zeit. "Williams war vor zwei Wochen im Nirgendwo und ist diesmal allen um die Ohren gefahren, das ist schwer zu verstehen. Für uns war es sicherlich ein drunter und drüber", kommentierte Vettel.

Kumpel Michael Schumacher war hingegen nach seinem vorzeitigen Aus durch den Crash in Runde 13 stinksauer und schimpfte noch im Kiesbett über Vordermann Bruno Senna: "Idiot". Schumachers Mercedes-Teamkollege und China-Sieger Nico Rosberg kam auf den siebten Rang. Und auch er verstand die Formel-1-Welt nicht mehr. "Es ist unglaublich, vor zwei Rennen hatten wir absolut das stärkste Auto, und nun sind wir so weit hinten."

Nach Platz zwei in Bahrain bestätigte indes Rückkehrer Kimi Räikkönen im Lotus seine Form. Die weiteren WM-Anwärter und Vettel-Verfolger Lewis Hamilton und Jenson Button (beide McLaren) mussten sich mit den Rängen acht und neun begnügen. Dabei war Hamilton vom letzten Platz aus gestartet, nachdem er seine Pole wegen einer Tankpanne an den Maldonado aus Venezuela hatte abgeben müssen.

Allein die starke Vorstellung in der Qualifikation war schon eine große Überraschung durch Maldonado. Im Rennen ließ er sich nicht mal von Ferrari-Pilot Alonso nervös machen, auch wenn er die Führung direkt nach dem Erlöschen der Roten Ampeln an den zweimaligen Champion zur Freude der spanischen Fans verlor.

307,104 Kilometer lang machte Maldonado aber so gut wie keine Fehler, auch die Strategie stimmte. Der Lohn für den 27-Jährigen: Sein erster Sieg im zweiten Formel-1-Jahr und der erste Erfolg für das britische Traditionsteam seit 2004. "Es war viel zu lange seit dem letzten Grand-Prix-Sieg, aber wir haben nie aufgehört, an uns selbst zu glauben", sagte Teamchef Frank Williams. "Das ist ein wunderbarer Tag", meinte Maldonado.

Nicht so für die deutschen Piloten. Das deutsche Trio mit Rosberg kam beim Start zwar gut weg. In Runde 13 krachte es dann aber. Auf der Start-Ziel-Gerade fuhr Schumacher Senna im zweiten Williams ins Heck, Autoteile flogen durch die Luft, der dahinter lauernde Vettel konnte noch rechtzeitig ausweichen.

Doch auch für ihn wurde der Crash noch zum Verhängnis, weil er die Gelben Flaggen missachtet haben soll. "Ich denke, ich habe aus Sicht der Stewards irgendwo zu viel Gas gegeben, ich kann es nicht verstehen", betonte Vettel. Zur Strafe musste er einmal durch die Box tuckern und verlor rund 20 Sekunden. Vettel, gestartet von Platz 7, fiel zwischenzeitlich vom sechsten auf den zehnten Platz zurück.

Ob Senna schuld war, blieb eher fraglich. Die Rennkommissare nahmen den Fall nach dem Grand Prix unter die Lupe. Für Schumacher stand aber fest: "Das, was ich im Radio schon gesagt habe, hat sich bestätigt." Sichtlich angesäuert warf er dem Neffen der Formel-1-Legende Ayrton Senna vor, beim Anbremsen die Spur gewechselt zu haben. "Eine Art und Weise, die nicht akzeptabel ist für mich", betonte der 43-Jährige. "Er wird natürlich nie sagen, dass es sein Fehler war", konterte Senna.

Für den Rekordweltmeister, der zu früheren Zeiten sechsmal in Barcelona hatte gewinnen können, setzte sich damit die Kette der Pleiten und Pannen in dieser Saison fort: In Australien hatte sein Mercedes einen Getriebeschaden, in Malaysia hatte er einen Unfall mit Grosjean, und in China wurde er durch einen nicht festgezogenen Reifen gebremst. "Das ist natürlich sehr nervig", kommentierte er den erneuten Ausfall.

Er sah von der Box aus, wie Maldonado sich als fünfter Pilot in diesem Jahr in die Siegerlisten eintragen konnte - im fünften Rennen. "Es war einfach nicht möglich, an ihm vorbeizukommen", gab Alonso zu. Der zweite Platz fühle sich aber wunderbar an, so der Ferrari-Pilot, der sich in der WM-Wertung vom fünften Platz auf Rang zwei schob. "Für uns ist es ein Riesenschritt nach vorne."

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Amateur am Werk 
Ungeschickter Bauarbeiter löst Kettenreaktion aus

Es kommt wie es kommen muss. Zum Glück kam der Mann noch einmal glimpflich davon. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal