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Formel-1-Lotterie zieht nach Monaco

21.05.2012, 13:07 Uhr | dpa

Formel-1-Lotterie zieht nach Monaco. Ein Favorit in der Formel 1 ist derzeit nicht auszumachen.

Ein Favorit in der Formel 1 ist derzeit nicht auszumachen. (Quelle: dpa)

Monte Carlo (dpa) - Die Formel 1 ist in dieser Saison eine reine Lotterie - und jetzt geht es auch noch ins Casino-Paradies Monte Carlo. Vor der Reise zum Klassiker im Fürstentum sucht die Königsklasse fieberhaft nach Patentrezepten für das irre Titelrennen.

"Der Alptraum eines Buchmachers", beschreibt Red-Bull-Teamchef Christian Horner die Lage vor dem sechsten Saisonlauf am Sonntag. "Es ist zuweilen tief frustrierend für die Fahrer und Teams, aber großartig für den Sport", sagt McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh. Zumindest die Ursachen für das bisherige Spektakel scheinen klar. Ein Erklärungsversuch:

Das größte Rätsel der Saison. 1800 Pneus liefert Pirelli zu jedem Grand Prix. Wirklich verstanden haben die schwarzen Walzen selbst die hellsten Köpfe der Formel 1 noch nicht. Das sogenannte "Arbeitsfenster", in dem die Reifen möglichst lange für schnelle Runden sorgen können, ist in diesem Jahr besonders klein - und dazu abhängig von einer Menge Faktoren. "Auch Pirelli selbst kennt nicht alle Antworten", meint Mercedes-Technikchef Bob Bell. Michael Schumacher kritisiert den großen Einfluss der Reifen auf die Ergebnisse. Pirelli-Motorsportchef Paul Hembery kontert: "Wir haben nur das umgesetzt, was der Sport wollte."

Die Bremse für die Überflieger. Die Dominanz von Red Bull und Sebastian Vettel aus dem Vorjahr wurde vom Weltverband mit Hilfe von Regeländerungen gebrochen. Der vom Auspuff angeströmte Diffusor, der für eine bessere Aerodynamik sorgte, ist verboten. Das Vettel-Team hatte diesen Kniff am besten ausgereizt. Hinzu kamen neue Regeln für den Frontflügel, die Red Bulls Design-Guru Adrian Newey gar nicht gefielen. Der RB8 ist daher kein Wunderwagen wie sein Vorgänger. Insgesamt ist das Feld viel enger zusammengerückt, weil sich auch Teams wie Lotus, Williams und Sauber die engen Grenzen des Reglements besser denn je genutzt haben.

Überholen leicht gemacht. Schon im Vorjahr stieg die Zahl der Überholmanöver dank technischer Unterstützung deutlich. Der verstellbare Heckflügel macht den Hintermann bei der Attacke schneller. Das Energie-Rückgewinnungssystem KERS liefert jede Runde einen Zusatzschub. Weil das Feld in dieser Saison so dicht zusammengerückt ist, sind noch mehr Überholmanöver die logische Konsequenz - mit oder ohne Technikhilfe. "Jetzt ist es so konfus, dass man nicht mehr folgen kann", warnte der dreimalige Weltmeister Niki Lauda bereits im Sender "Servus TV".

Klasse statt Masse. Wohl noch nie in der Geschichte der Formel 1 war das Fahrerfeld so stark besetzt. Sechs Weltmeister sind auf der Strecke, dazu anerkannte Routiniers wie Mark Webber. Nico Rosberg hat sich endlich als Siegfahrer bewiesen. Und die nächste Generation drängt mit Spanien-Sieger Pastor Maldonado, dem rasanten Mexikaner Sergio Perez und Lotus-Glücksgriff Romain Grosjean gewaltig nach. "Wer ist denn jetzt der Beste? Ich habe keine Ahnung", sagt Rosberg.

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