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Räikkönen verschiebt Familienpläne

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Rückkehrer Räikkönen: "Bin genau am richtigen Ort"

24.05.2012, 13:41 Uhr | dpa

Räikkönen verschiebt Familienpläne. Kimi Räikkönen will sich als Pilot nicht von Familienplanungen ablenken lassen.

Kimi Räikkönen will sich als Pilot nicht von Familienplanungen ablenken lassen. (Quelle: dpa)

Monte Carlo (dpa) - Vermisst hat Kimi Räikkönen die Formel 1 in seiner zweijährigen Auszeit nicht - und doch genießt der Finne seine Comeback-Tournee. "Aus jetziger Sicht bin ich genau am richtigen Ort", sagte der 32-Jährige im Interview der Deutschen Presse-Agentur in Monte Carlo.

Familienpläne aber hat der Weltmeister von 2007 vorerst verschoben. "Ich möchte gern Vater werden. Aber im Moment ist es nicht der richtige Zeitpunkt, so lange ich Rennen fahre", erklärte der Lotus-Pilot.

Ihr Teamchef hat gesagt, es war ein Risiko, Sie zu verpflichten. War es aus Ihrer Sicht ähnlich?

"Ich hatte ein paar Optionen. Mit den anderen Teams haben wir nicht den Weg gefunden, uns auf einen Vertrag zu einigen. Dann haben wir mit Lotus gesprochen. Wir haben uns in vielen Punkten gut verstanden, dann ist es sehr schnell gegangen. Aus jetziger Sicht bin ich genau am richtigen Ort."

Was zeichnet Lotus im Vergleich zu Ihren früheren Arbeitgebern in der Formel 1 wie Ferrari und McLaren aus?

"Jedes Team hat seine Eigenarten. Italienische Teams arbeiten anders als englische. McLaren ist zwar wie Lotus auch ein englisches Team, aber wird ganz anders geführt. Bei Lotus wollen die Leute einfach Rennen fahren, die Atmosphäre ist gut. Es ist immer noch ein sehr großes Team, aber das Gefühl ist ein anderes. Die Leute sind ziemlich entspannt, sehr offen. Alle Teams sind verschieden, aber am Ende wollen sie dasselbe erreichen. Es gibt einfach viele Wege dorthin. Ich bin glücklich, wo ich bin."

Lässt Lotus Sie einfach mehr Sie selbst sein?

"Ich versuche, mein Leben so zu leben, wie ich will. Manchmal machen es dir die Leute schwer. Hier kann ich mein Ding machen, ein normales Leben führen wie andere Menschen auch. Ich mache meine Arbeit so wie immer. Ich erwarte ein paar Sachen vom Team, sie erwarten bestimmte Dinge von mir. 24 Stunden muss ich hier nicht arbeiten."

Wie wichtig ist diese Freiheit für Sie?

"Die ist doch für jeden wichtig. Wenn man ins Gefängnis gesteckt wird, ist niemand zufrieden. Wichtig ist einfach, dass ich glücklich bin mit dem, was ich tue."

Hatten Sie erwartet, so schnell nach Ihrem Comeback wieder vorn mitzufahren?

"Wenn man zu einem der letzten drei Teams geht, weiß man zu 110 Prozent, dass es nicht klappen wird. In einem guten Team zu sein, macht es viel einfacher. Lotus ist stark, sie waren schon stark, als ich gegen sie gefahren bin. Es sind immer noch dieselben Leute da. Wenn die alles richtig machen, weiß man, dass man vorn dabei sein wird."

Sehen Sie sich angesichts der großen Leistungsdichte schon als echten Titelanwärter?

"Die Saison ist noch so lang. Wir sind noch längst kein Top-Team. Wir haben nicht alle Möglichkeiten, die die großen Teams haben. Wir haben ein paar gute Pläne. Bis jetzt haben wir es geschafft, das Auto zu verbessern. Ob ich bis zum Ende vorn mitmischen kann, weiß ich nicht. Wenn wir so weitermachen, könnten wir eine Chance haben."

Inwiefern haben Sie sich in den zwei Jahren Formel-1-Pause verändert?

"Ich denke nicht, dass ich mich verändert habe. Natürlich wird man älter. Die Dinge im Leben ändern sich. Aber mein Fahrstil ist immer noch der gleiche. Ich arbeite nicht anders als vorher. Manchmal mit mehr Erfolg, manchmal eben mit weniger."

Was wäre ein perfekter Tag für Sie?

"Da gibt es vieles. Oft bleibe ich einfach gern zu Hause und tue nichts. Und manchmal langweilt mich das und ich gehe eben raus. Ich mag zum Beispiel Sachen wie Motocross oder Schneemobilfahren, irgendwas mit einem Motor. Die Geschwindigkeit macht es spannend."

Können Sie sich vorstellen, bald eine Familie zu gründen?

"Ich möchte gern Vater werden. Aber im Moment ist es nicht der richtige Zeitpunkt, so lange ich Rennen fahre. Die Kinder sind nur einmal klein, und dann würde ich sie kaum sehen, weil ich nie zu Hause wäre. Die Formel 1 ist nicht der richtige Platz für eine Familie. Ich genieße die Zeit mit Kindern, mein Bruder hat welche. Aber für mich ist die Zeit noch nicht gekommen."

Denken Sie, dass Sie der Formel 1 in den vergangenen zwei Jahren gefehlt haben?

"Keine Ahnung, ist mir auch egal. Ich habe sie nicht vermisst. Ich bin nicht hier, weil ich jemandem einen Gefallen tun will. Ich mache das für mich selbst."

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