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Hamilton hauchdünn vorn - Vettel stellt Auto ab: 12.

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Hamilton in Monza auf Pole - Schumacher vor Vettel

08.09.2012, 14:40 Uhr | dpa

Hamilton hauchdünn vorn - Vettel stellt Auto ab: 12.. Lewis Hamilton (M) geht vor Teamkollege Jenson Button (l) und Felipe Massa ins Rennen.

Lewis Hamilton (M) geht vor Teamkollege Jenson Button (l) und Felipe Massa ins Rennen. (Quelle: dpa)

Monza (dpa) - Nächster Paukenschlag durch McLaren: Lewis Hamilton holte in Monza die Pole vor seinem Teamkollegen Jenson Button. Michael Schumacher konnte als bester Deutscher ebenfalls zufrieden sein. Für Sebastian Vettel lief es bescheiden. Frust pur bei Fernando Alonso und Ferrari.

Sebastian Vettel hat auf der Strecke seines historischen Triumphes einen Rückschlag hinnehmen müssen. Vier Jahre nach seinem Coup als jüngster Gewinner der Grand-Prix-Geschichte belegte der zweimalige Formel-1-Weltmeister in der Qualifikation zum Großen Preis von Italien nur den sechsten Rang. "Platz sechs ist das Limit für uns", sagte der Red-Bull-Pilot, dessen Chancen auf eine Wiederholung seines Vorjahressieges im Ferrari-Land damit stark geschrumpft sind.

Die besten Chancen beim Europa-Finale in Monza hat Lewis Hamilton, der in 1:24,010 Minuten die Pole-Position vor seinem McLaren-Teamkollegen Jenson Button holte. "Ich bin sehr glücklich, dass Jenson und ich vorne stehen", sagte der Brite nach der insgesamt 23. Qualifikations-Bestzeit seiner Karriere.

Schnellster Deutscher war Monza-Rekordsieger Michael Schumacher. Der siebenmalige Champion benötigte auf dem 5,793 Kilometer langen Hochgeschwindigkeitskurs 1:24,540 Minuten. Sein Teamkollege Nico Rosberg (Wiesbaden) rundete als Siebter das gute Resultat der Silberpfeile ab.

Für Schumacher scheint beim 13. Saisonlauf am Sonntag sogar ein Podestplatz in Reichweite. "Es wäre sicherlich sehr schön, gerade hier in Monza. Es ist eines der Podien mit der schönsten Atmosphäre", sagte Schumacher, der als fünfmaliger Sieger mit Ferrari und weiteren Platzierungen auf dem Treppchen dieses Gefühl schon zig-mal auskosten konnte. "Träumen soll erlaubt sein."

Zudem rückt das deutsche Trio in der Startaufstellung um je eine Startposition nach vorne, weil der Qualifikations-Vierte Paul di Resta wegen eines Getriebewechsels um fünf Plätze nach hinten strafversetzt wird. "Und jetzt kriegen wir sogar noch einen Platz geschenkt", konstatierte der Kerpener zufrieden.

Für Fernando Alonso endete das Ferrari-Heimspiel mit einem Schock. Der Spanier belegte nur den zehnten Platz und hat damit nur noch minimale Siegchancen. Die Tifosi rollten auf den teilweise leeren Tribünen frustriert ihre Fahnen ein, Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo raufte sich in der Box verzweifelt die Haare.

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Auch der dritte Startplatz von Felipe Massa im zweiten roten Renner hellte die triste Stimmung kaum auf. "Wir sind sehr enttäuscht. Das hätte sehr gut laufen können", sagte Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali. "Wir hatten ein mechanisches Problem hinten an Fernandos Auto. Wir konnten auf die Schnelle da nichts tun."

Vettel, der 0,792 Sekunden Rückstand auf Hamilton hatte, rechnet mit einer besseren Vorstellung im Rennen. "Wir haben uns im Vergleich zu Freitag deutlich gesteigert, da war es eine Sekunde", sagte der Heppenheimer. "Heute eine halbe. Ich hoffe, dass wir einen guten Start haben und direkt an Michael und anderen vorbeiziehen können."

Für Nico Hülkenberg endete die Qualifikation nach wenigen Metern mit einem Riesenreinfall: Er konnte keine gezeitete Runde fahren und muss als Letzter starten. "Wir wissen noch nicht genau, was passiert ist. Beim Anbremsen habe ich komplett den Motor verloren. Das Auto hat sich selbst abgeschaltet, da war es vorbei", sagte der Force-India-Pilot aus Emmerich frustriert. Timo Glock (Wersau) wurde im Marussia-Virgin 20.

Setzt sich die Serie im Königlichen Park fort, kann Hamilton schon mal den Schampus kaltstellen. In den zurückliegenden sechs Jahren ist der Italien-Sieger immer von der Pole-Position gestartet. Da zudem McLaren auch die letzten beiden Grand Prix gewonnen hat - Hamilton in Ungarn, Button in Spa - spricht vieles für einen erneuten Erfolg. "Die erste Startreihe ist fantastisch für das Team", jubelte Button.

Alonso muss nach seinem Nuller in Belgien nach dem schweren Unfall mit einem weiteren Rückschlag im Titelrennen rechnen. Der Spanier liegt mit 164 Punkten noch 24 Zähler vor Vettel (140). Der Gesamtdritte Mark Webber (132) enttäuschte im zweiten Red Bull als Elfter.

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