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Hamilton und Schumacher: Königsfiguren auf dem Markt

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Hamilton und Schumacher: Königsfiguren auf dem Markt

21.09.2012, 13:20 Uhr | dpa

Hamilton und Schumacher: Königsfiguren auf dem Markt. .

. (Quelle: dpa)

Singapur (dpa) - Mit qualmenden Reifen brennt Lewis Hamilton seine Initialen in den Asphalt von Singapur. Der Werbegag eines Whisky-Herstellers liefert das perfekte Bild vom derzeit heißesten Spekulationsobjekt der Formel 1: Hamiltons Unterschrift.

Die Millionen-Frage lautet: Bleibt der Brite dem McLaren-Team doch treu oder schickt er etwa Michael Schumacher bei Mercedes in Rente? Die Branche wartet nervös auf die Entscheidung, die kräftig Bewegung in den Fahrermarkt für 2013 bringen könnte.

Hamilton und Schumacher sind die Königsfiguren. Jede Aussage, jeder Schritt im Fahrerlager des grell ausgeleuchteten Marina Bay Street Circuit wird beobachtet und interpretiert. "Ich habe keine Neuigkeiten, also seid klug und nutzt die Zeit für andere Fragen", ermahnt der WM-Zweite Hamilton die wartenden Journalisten. Altmeister Schumacher ist ohnehin zu erfahren, um gewitzten Reportern in die Falle zu tappen. "Sorry", sagt der 43-Jährige mit einem Lächeln, vor Oktober werde es keine Auskunft geben.

Die Hängepartie lässt die Gerüchte blühen. Hamilton wolle eine Gehaltskürzung bei McLaren nicht hinnehmen, heißt es. Mercedes sei hingegen bereit, seine Gagenforderung zu erfüllen. Zudem sei der schwäbische Autobauer inzwischen gewillt, Rekordchampion Schumacher zu "opfern", wie die "Bild"-Zeitung erfahren haben will. Dagegen berichtet die "Welt", der siebenmalige Weltmeister könne dank einseitiger Option selbst entscheiden, ob er 2013 und 2014 noch weiterfährt.

Nico Rosberg sorgt sich indes nicht um seine Zukunft im Silberpfeil. "Natürlich verfolge ich die Gerüchte", sagt der 27-Jährige. "Ob Michael oder Lewis 2013 mein Teamkollege sein wird? Da habe ich auch nicht mehr Informationen als alle anderen im Fahrerlager", beteuert der Wiesbadener.

Das Rätselraten geht weiter. Längst haben sich potenzielle Hamilton-Nachfolger bei McLaren in Position gebracht. Der Mexikaner Sergio Perez ist derzeit vor dem Briten Paul di Resta und dem Finnen Heikki Kovalainen Favorit. "Ich traue mir zu, auch bei einem Top-Team einen guten Job zu machen und um den Titel zu fahren", versichert der Sauber-Pilot. Eben noch hatte Ferrari-Boss Luca di Montezomolo dem 22-Jährigen einen Mangel an Erfahrung attestiert und einen Transfer zur Scuderia vorerst ausgeschlossen.

Auch bei Ferrari könnte nämlich ein Cockpit frei werden. Felipe Massas Kontrakt läuft aus, der Brasilianer hat mit vielen schwachen Rennen mächtig Kredit verspielt. Aber Massa ist bei weitem nicht allein: Knapp die Hälfte der 24 Fahrer muss noch zittern.

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Keine Personalie aber löst in der als "silly season" bekannten Zeit der Transferspekulationen auch nur annähernd solchen Wirbel aus wie der Fall Hamilton/Schumacher. "Hamilton ist der Schlüssel zur verrücktesten 'silly season' seit langem", urteilte der "Daily Telegraph".

Zumindest Schumacher liefert den Hobby-Hellsehern noch ein kleines Indiz, als er von seinem Ausflug zu den Probefahrten seines Teams in der Vorwoche in Magny-Cours berichtet. Obwohl die Tests den Nachwuchsfahrern vorbehalten blieben, inspizierte der Routinier im Gegensatz zu Rosberg vor Ort aufmerksam die Neuentwicklungen, die auch schon für die kommende Saison gedacht sind. Macht das einer, der am Jahresende in den endgültigen Ruhestand geht?

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