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Daimler-Sparprogramm: Haug rechnet nicht mit Folgen

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Daimler-Kostenbremse wohl ohne Folgen für F1-Team

21.09.2012, 15:33 Uhr | dpa

Daimler-Sparprogramm: Haug rechnet nicht mit Folgen. Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug im Regen von Singapur.

Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug im Regen von Singapur. (Quelle: dpa)

Singapur (dpa) - Die Kostenbremse bei Daimler soll keine drastischen Folgen für das Formel-1-Team von Mercedes haben. "Ich glaube, dass wir uns vorsorglich schon so aufgestellt haben, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt", sagte Mercedes-Motorsportchef Norberg Haug in Singapur.

Die Formel-1-Abteilung habe ihre Ausgaben in den vergangenen Jahren bereits erheblich gesenkt. Daher sei die Planung auf einen Verbleib von Mercedes in der Motorsport-Königsklasse ausgerichtet. Daimler hatte zuvor wegen der Absatzkrise auf dem Automarkt umfangreiche Einsparungen angekündigt. Die "Financial Times Deutschland" hatte berichtet, das geplante Sparpaket habe einen Umfang von 1 Milliarde Euro. Ein Sprecher des Autobauers wollte die Zahl nicht kommentieren.

Mercedes ist seit 2010 wieder mit einem eigenen Werksteam in der Formel 1 unterwegs. Der Autobauer hatte dafür den damaligen Konstrukteursweltmeister Brawn GP übernommen. In bislang 51 Grand Prix konnte der Rennstall allerdings erst einen Sieg verbuchen, als Nico Rosberg im vergangenen April in China triumphierte. "Das Budget ist vernünftig, das Ergebnis noch nicht gut genug", meinte Haug.

"Ganz klar hätte ich mir gewünscht, dass wir nach 50 Rennen weiter sind als jetzt", sagte er weiter. Das Team um Rosberg und Rekordchampion Michael Schumacher sei "noch nicht durchgängig gut genug", räumte der 59-Jährige ein. In der Konstrukteurswertung ist der Autobauer von Rang vier auf Platz fünf abgerutscht und könnte dadurch Millionen an Prämien aus dem Vermarktungstopf einbüßen.

Zudem will Formel-1-Chef Bernie Ecclestone dem Team beim Abschluss des neuen Grundlagenvertrags keinen Sonderstatus wie Ferrari, Red Bull und McLaren geben. Wegen der weiter laufenden Verhandlungen gibt es noch kein neues Concorde Agreement, das die Verteilung der Gelder regelt. "Es geht in die finale Runde. Wir sitzen nicht da und verzögern die Dinge", betonte Haug.

Auch in der Fahrerfrage für das kommende Jahr hat Mercedes noch keine Planungssicherheit. Schumachers Vertrag läuft aus. McLaren-Star Lewis Hamilton wird als möglicher Nachfolger gehandelt, sollte der 43-Jährige zum zweiten Mal zurücktreten oder Mercedes ihn ausmustern. "Natürlich denken wir über Möglichkeiten und Alternativen nach", sagte Haug. Frühestens im Oktober soll die Entscheidung verkündet werden.

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