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Schumacher nach Unfall in Singapur ausgeschieden

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K.o. für die Königsfiguren Schumacher und Hamilton

23.09.2012, 17:42 Uhr | dpa

Schumacher nach Unfall in Singapur ausgeschieden. Michael Schumacher ist in Singapur nach einem Unfall ausgeschieden.

Michael Schumacher ist in Singapur nach einem Unfall ausgeschieden. (Quelle: dpa)

Singapur (dpa) - Nach drei Tagen im Rampenlicht verließen Lewis Hamilton und Michael Schumacher die Formel-1-Bühne von Singapur durch den dunklen Seitenausgang.

Ein Getriebeschaden am McLaren des lange führenden Hamilton und ein kapitaler Crash von Schumacher mit anschließender Strafe beendeten den Nacht-Grand-Prix für die beiden Fahrer, die derzeit abseits der Strecke die Hauptrollen im pikanten Transfertheater spielen.

Hamilton zumindest nahm es philosophisch. "Man sollte einen Menschen nicht daran messen, wo er in angenehmen Zeiten steht, sondern im Moment der Herausforderung und der Kontroverse", twitterte er neben einem Bild des amerikanischen Bürgerrechtlers Martin Luther King.

Nichts hatte die Formel 1 bis zu den Pannen der beiden Superstars in Singapur mehr beschäftigt als der mögliche Wechsel des Briten als Nachfolger des Rekordweltmeister zu Mercedes. "Ich habe mir sagen lassen, dass es ziemlich viele interessante und unterschiedliche Geschichten gibt, wenn man die Boxengasse entlanggeht", ließ Schumacher wissen. "Ich würde vielleicht dem einen oder anderen das gleiche raten, das ich mache, nämlich nicht die Boxengasse entlangzulaufen", fügte der 43-Jährige mit einem Lächeln hinzu.

Tatsächlich machten immer neue Denkmodelle die Runde. Klar scheint, dass McLaren Hamilton nur einen Vertrag mit reduzierten Bezügen angeboten hat. Der 27-Jährige und sein Management prüfen deshalb Alternativen. Im Gegenzug will Mercedes nicht unsanft überrascht werden, wenn Schumacher am Saisonende doch aufhören sollte. Inzwischen aber wird sogar diskutiert, ob der schwäbische Autobauer Hamilton in jedem Fall holen will und den siebenmaligen Champion in die Rente schickt. Die "Bild"-Zeitung brachte gar die Rolle eines Sportchefs für den Altmeister ins Gespräch.

Im Rennen sah es zunächst danach aus, als würde der lange führende Hamilton seine Verhandlungsposition weiter stärken. Ein Sieg, und der Champion von 2008 wäre noch dichter am WM-Spitzenreiter Fernando Alonso dran gewesen. Dann streikte das Getriebe - und der zweite Titel war plötzlich wieder ganz weit weg für Hamilton. "Ich werde nicht aufgeben. Es wird allerdings härter und härter", sagte er.

Schumacher ist ebenfalls nicht fürs Aufgeben bekannt. Doch auch sein drittes Comeback-Jahr im Silberpfeil steht nicht unter dem besten Stern. Im 14. Saisonrennen kam er zum sechsten Mal nicht ins Ziel. Krachend war er kurz nach der ersten Safety-Car-Phase in den Toro Rosso von Jean-Eric Vergne gedonnert. "Ich habe defintiv nicht zu spät gebremst", beteuerte Schumacher, entschuldigte sich beim Franzosen und versprach Ursachenforschung.

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Vor den Rennkommissaren gestand Schumacher dann einen Fehler ein. Er habe die Veränderung der Bremskraft seines Autos durch die vorangegangene Safety-Car-Phase unterschätzt, hieß in einer Mitteilung der Rennleitung. Dafür muss Schumacher beim Rennen in Japan in zwei Wochen per se zehn Plätze in der Startaufstellung zurück. Ein weiterer Rückschlag in der wenig glanzvollen zweiten Karriere des Kerpeners.

Die Frage ist, wie lange der Routinier noch Zeit hat, im Mercedes endlich wieder an alte Erfolge anzuknüpfen. Die vielen neuen Bauteile, die der Rennstall nach Singapur mitgebracht hatte, funktionierten noch nicht nach Wunsch. "Man kann schon einiges Gutes erkennen", versicherte Schumacher trotzdem.

Bis Oktober wollen beide Seiten entscheiden, ob sie den steinigen Weg auch in der neuen Saison miteinander weitergehen. Auch bei Hamilton könnte es bald Klarheit geben, vermeldeten Branchenkenner aus dem Zentrum der Gerüchteküche. Demnach sei der neue Vertrag bei McLaren in wenigen Tagen in trockenen Tüchern. Das allerdings hatten andere vermeintliche Experten schon vor Monaten behauptet.

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