23.11.2012, 18:32 Uhr | dpa, t-online.de
Der Startschuss zum großen Formel-1-Saisonfinale ist gefallen. In den ersten freien Trainings zum Grand Prix von Brasilien haben sich die beiden WM-Anwärter einen packenden Schlagabtausch geliefert. Sebastian Vettel war zwei Mal der Schnellere. Für die Bestzeit reichte das aber nicht. Diese fuhr zwei Mal McLaren-Pilot Lewis Hamilton. Fernando Alonsos Ferrari lag auf der Strecke Interlagos aber deutlich besser als noch in Austin. Der Spanier war sowohl auf harten als auch auf weichen Reifen knapp drei Zehntelsekunden langsamer als Vettel.
Im letzten Rennen des Jahres kommt es zum Showdown zwischen Vettel und Alonso. Der Deutsche hat 13 Punkte mehr auf dem Konto als der Spanier und muss nur vor ihm ins Ziel kommen, um Weltmeister zu werden. Allerdings sind für den Rennsonntag Schauer angekündigt. Und bei Regen ist der Ferrari bisher sehr stark gewesen.
Alonso blieb im ersten Training zunächst ganz relaxt in der Box und beobachtete Vettels Umrundungen über den Monitor. Und der Spanier sah, dass der Red Bull auf dem Kurs zwischen den Seen gut liegt. Der amtierende Weltmeister fuhr sofort in die Spitzengruppe.
Im zweiten Training trafen die WM-Kontrahenten zum ersten Mal auf der Strecke aufeinander. Vettel zog an Alonso vorbei, wobei die beiden einige Sekunden Rad an Rad über die Strecke rasten. Das wäre auch am Rennsonntag wünschenswert.
Auffällig stark präsentierte sich Lokalmatador Felipe Massa. Der Ferrari-Pilot lag im ersten Training einen Platz hinter Alonso, konnte ihn aber im zweiten sogar übertrumpfen. Der Heimvorteil scheint in Massa zusätzliche Kräfte freizusetzen.
Gewohnt schnell präsentierten sich einmal mehr die McLaren in den Trainings. Das war beim Auftakt zum Saison-Finale nicht anders. Lewis Hamilton war nicht zu schlagen, Teamkollege Jenson Button fuhr auf Rang vier und acht.
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Mercedes war im ersten Training schwach, beeindruckte dafür im zweiten Durchgang. Michael Schumacher verbesserte sich am letzten Trainings-Freitag seiner Karriere von Rang elf auf sechs. Nico Rosberg sprang von Platz 18 auf den siebten Rang. Das lässt auf ein würdiges Schlussrennen des Rekordweltmeisters hoffen.
Timo Glock sortierte sich nicht überraschend weit hinten ein, schlug aber in beiden Trainings seinen Teamkollegen Charles Pic und die beiden HRTs. Pic musste im zweiten Durchgang seinen Boliden aufgrund technischer Probleme abstellen.
Nico Hülkenberg war am Vormittag auf Rang zehn der zweitbeste Deutsche hinter Vettel. Am Nachmittag war der Force-India-Pilot einen Platz weiter hinten zu finden.
Kurz bevor es auf der Rennstrecke rund ging, wurde bekannt gegeben, dass Hülkenbergs Teamkollege nächstes Jahr bei Sauber der 21 Jahre alte Mexikaner Esteban Gutiérrez wird. Er ist Nachfolger des zu McLaren wechselnden Landsmanns Sergio Perez. Damit sind nur noch wenige Plätze fürs kommende Jahr frei. Charles Pic geht derweil von Marrusia zu Caterham.
Quelle: dpa, t-online.de
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